Fußball: Landesliga
Kampfstarke Borussia aus Münster verliert spät 0:1 beim TuS Altenberge

Münster -

85 Minuten hielt Borussia Münster dagegen, wehrte sich bei zahlreichen Ausfällen mit allen zur Verfügung stehenden Kräften. Dann aber zog Jannick Hagedorn aus der Distanz ab und sorgte damit noch für den 1:0 (0:0)-Sieg des TuS Altenberge, der bei Borussias Coach Yannick Bauer aber kaum Kopfschmerzen hinterließ.

Sonntag, 27.09.2020, 19:06 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 17:56 Uhr
TuS-Torwart Jan Winter (l.) musste nur selten so zupacken, Borussia Münster war meist defensiv gefordert und verlor spät mit 0:1 in Altenberge.
TuS-Torwart Jan Winter (l.) musste nur selten so zupacken, Borussia Münster war meist defensiv gefordert und verlor spät mit 0:1 in Altenberge. Foto: Günter Saborowski

Vor Wochenfrist war Yannick Bauer nicht zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge. Der Landesliga-Aufsteiger Borussia Münster hatte daheim gegen die SG Borken 1:2 verloren und damit nach zwei Erfolgen die erste Niederlage kassiert. Nun, sieben Tage später folgte die zweite Nullnummer, Coach Bauer aber fand nach den 90 Minuten und dem 0:1 (0:0) beim TuS Altenberge nur lobende Worte für sein Team. „Das Spiel stand unter harten Vorzeichen, wir sind auf der letzten Rille nach Altenberge gefahren. Aber die Jungs haben es ganz stark gemacht.“

Sechs Spieler der Borussia feierten am Sonntag ihr Startelf-Debüt in der Landesliga , mit Manoel Schug, Hannes John, Tim Herrmann, Henry Hupe oder Moritz Pauli fehlten dagegen eine ganze Reihe etablierter Kräfte. Doch die zweite Garde machte ihre Sache gut, stand defensiv stabil. Die Offensive blieb im Gegenzug etwas auf der Strecke, die Altenberger hatten deutlich mehr Ballbesitz, kamen aber ihrerseits auch kaum gefährlich vor das Tor von Philipp Oluts. Auf der Gegenseite hatte Samir Betet die beste Gelegenheit für seine Farben, sein Versuch aber verfehlte das Ziel knapp (33.). „Den Ball trifft er leider nicht richtig“, bedauerte Bauer.

Nach dem Wechsel versuchte sich Borussia weiter mit spielerischen Mitteln der Überlegenheit Altenberges zu entziehen, immer wieder eröffnete Münster seinen Aufbau mit kurzen, flachen Zuspielen an den Strafraum, um mit eigenen Kombinationen die Ballbesitz-Zeit des TuS zu verringern. „Es war geil zu sehen, wie die Jungs das versucht haben zu lösen“, sagte der Trainer, der nach einer guten Stunde eine Möglichkeit von Ansumana Nyassi sah, der aber an Jan Winter scheiterte.

Bauer: „Ins offene Messer gelaufen“

Mehr gab es zwar im Altenberger Strafraum nicht an gefährlichen Aktionen zu bestaunen, da aber auch Borussia das Geschehen geschickt von der kritischen Zone fernhielt, musste eine Verzweiflungstat herhalten, um die Partie zu entscheiden. Jannick Hagedorn nahm aus 20 Metern Maß und traf wuchtig zum Sieg. „In der Szene haben wir Druck bekommen und den Ball lang geschlagen. Dadurch sind wir ins offene Messer gelaufen“, sagte Bauer, der den Altenberger Erfolg „gemessen an den Spielaktionen“ als verdient einstufte – seinen Jungs aber keinen Vorwurf machte, im Gegenteil. „Das, was sie angeboten haben, war richtig stark.“ Ein Punkt als Belohnung aber gab es nicht.Borussia: Oluts - Strübig, Klimek, Brakel, Schmidt (46. Flügel) - Kovacevic (82. Genius), Koopmann, Niesing (78. Gimbel), Ueberfeld (66. Schulze Marmeling), Betet - Nyassi

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