Fußball: Westfalenliga
Kinderhaus findet kein Mittel gegen Erkenschwicks Standards

Münster -

Dämpfer für Westfalia Kinderhaus nach zwei Siegen: Im Nachholspiel gegen die SpVg. Erkenschwick zahlte der Westfalenliga-Aufsteiger am Mittwochabend Lehrgeld. Die Partie ging 0:4 verloren.

Mittwoch, 30.09.2020, 22:58 Uhr aktualisiert: 04.10.2020, 11:42 Uhr
Zweikampf zwischen dem Kinderhauser Dzan-Laurin Alic (links) und Gästespieler Jyhad Seklawi.
Zweikampf zwischen dem Kinderhauser Dzan-Laurin Alic (links) und Gästespieler Jyhad Seklawi. Foto: Peter Leßmann

Bisweilen wird das Klima rauer in der Westfalenliga, diesen Lernprozess muss Westfalia Kinderhaus durchmachen. Im Nachholspiel gegen die enorm effektive Spielvereinigung Erkenschwick gab es Anschauungsunterricht in mancher Beziehung und eine zu hohe 0:4 (0:2)-Niederlage unter Flutlicht. Sonntag kommt Gievenbeck, dann dürfte ein ganz anderes Spiel anstehen.

Marcel Pielage grämte sich wie jeder Trainer, weil seiner Elf drei Standards um die Ohren und ins Tor flogen. „Auch anhand solcher Szenen merkt man, dass wir in einer anderen Klasse spielen“, sagte er und bekrittelte „Naivität“ seiner ersatzgeschwächten Elf, die sich derzeit noch von der Bank aus wenig verstärkt. Die Stimberg-Elf machte gleich Dampf, die Bank eine Halbzeit lang lauthals Theater bei zu vielen Zweikämpfen. Diesen Stil muss Kinderhaus nicht kopieren, sich aber darauf gefasst machen. Drei schnelle Dribbler sorgten für Gäste-Tempo, aber Innenverteidiger Andreas Ovelhey für Kopfballtreffer. Nach Freistoß und Eckball von Skandar Soltane (12. und 35.), der solche Bälle stark zu platzieren vermag. In der Spielanlage war Westfalia kaum unterlegen, aber durchschlagskräftig agierten Kevin Schöneberg und Kollegen auch nicht. Vorne wurde Jonas Kreutzer und Whitson kaum Raum gelassen. Der schnelle Sandro Pietsch wehrte sich auch im Rückwärtsgang und blieb, verwarnt und angezählt, in der Kabine. Joschka Brüggemann musste rechts raus rücken – keine ideale Position für den Verteidiger.

Alle guten Vorsätze waren dahin, als das Erkenschwicker Pressing zu Fehlabspielen im Westfalia-Aufbau und zum 0:3 (51.) führte, weil Soltane mit feinem Fuß aus 16 Metern flach ins Eck traf. Kreutzer bekam wiederholt die harte Gangart zu spüren und musste ebenso raus wie Finn Liebert. Nach Eckball kassierten die Münsteraner noch das 0:4 (57.) durch Jyhad Seklawi, der selbst nicht so genau wusste, warum sein aufspringender Ball über Keeper Tim Siegemeyer ins Tor tickte.

Mit Marvin Kehl (23) verstärkt sich Kinderhaus. Der Offensivspieler kommt aus Studiengründen nach Münster und gefiel beim Training. Kehl hat Juniorenjahre beim FC St. Pauli in Hamburg verbracht, in der Junioren-Bundesliga und (Senioren-) Oberliga gespielt

Westfalia: Siegemeyer – Pietsch (46. Niehues), Brüggemann, Gogoll, Sammerl (59. Rottstegge), Alic – Rensing, Schöneberg – Liebert (66. Touray) – Whitson, Kreutzer (59. Guimares)

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