Fußball: Westfalenliga
Westfalia Kinderhaus schlägt sich beim Spitzenreiter Preußen Espelkamp selbst

Münster -

Die Hürde war hoch. Zu hoch? Nein! Zwar verlor Aufsteiger Westfalia Kinderhaus bei Preußen Espelkamp mit 0:3 – aber laut Trainer Marcel Pielage war viel mehr drin. Drei individuelle Fehler brachten den Gast um etwas Zählbares.

Sonntag, 11.10.2020, 19:52 Uhr aktualisiert: 15.10.2020, 17:23 Uhr
Jonas Kreutzer (rechts) und Co. waren nicht unbedingt drei Treffer schlechter als die Preußen.
Jonas Kreutzer (rechts) und Co. waren nicht unbedingt drei Treffer schlechter als die Preußen. Foto: Peter Leßmann

Die Visionen der Preußen aus Espelkamp sind bekannt. In die Oberliga soll es gehen – vielleicht sogar höher. Sicher scheint: die Konkurrenz weiß um die Stärke der Truppe aus dem Regierungsbezirk Detmold. Und will nicht in Ehrfurcht erstarren. Das hat Westfalia Kinderhaus am Sonntag eindrucksvoll bewiesen. Zwar gab es eine 0:3-Niederlage im Kreis Minden-Lübbecke. Aber die drei Treffer schlechter war der Aufsteiger laut Trainer Marcel Pielage keinesfalls. „Wir haben uns selbst geschlagen“, bilanzierte der Erfolgscoach.

Die ersten zehn Minuten war der Gast richtig drin in der Partie, hatte zwei gute Möglichkeiten zur Führung. Und dann? Dann fiel das 1:0 für die Preußen wie aus dem Nichts. In der Vorwärtsbewegung verlor die Westfalia die Murmel, Lennart Madroch knallte sie aus 15 Metern direkt in den Giebel. Keine Chance für Tormann Tim Siegemeyer nach 18 Minuten. Zu allem Überfluss resultierte auch das 0:2 aus einem Ballverlust im Zen­trum. Espelkamp ließ sich nicht lange bitten. Semir Ucar haute das Ding wieder in den Winkel (24.). Damit war die Partie auf den Kopf gestellt. „Und du fragst dich: Warum?“, so Pielage.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Kinderhaus erhöhte den Druck, wollte den Anschluss. Das Tor machte der Gegner. Justin-Marc Manske nutzte einen abermaligen individuellen Bock zum 3:0 (68.). „Es klingt blöd, aber hier war wirklich ein Punkt drin. Wir haben uns selbst durch Unzulänglichkeiten in die Bredouille gebracht. Da zeigt Espelkamp seine ganze Qualität. Brutal.“ Pielage ärgerte sich, ist ob des Saisonstarts von neun Punkten aus den ersten sechs Spielen aber durchaus zufrieden. Im Heimspiel gegen den SV Mesum am Sonntag gilt es die Punktausbeute weiter zu verbessern. Seine Westfalenliga-Tauglichkeit hat der Club nördlich des Stadtzentrums längst unter Beweis gestellt.

Westfalia: Siegemeyer – Brüggemann, Rottstegge, Niehues, Pietsch – Buchta (71. Whitson), Rensing (84. Gogoll), Schöneberg, Liebert (56. Alic) – Kehl, Kreutzer (71. Guimares)

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