Volleyball: Bundesliga
USC Münsters Juliane Langgemach ist zurück aus der Quarantäne

Münster -

Spieltag Nummer drei in der Volleyball-Bundesliga wird ihr erster in dieser Saison: USC Münsters Juliane Langgemach kehrt am Sonntag (14.30 Uhr) zum Heimspiel der Unabhängigen gegen die Roten Raben Vilsbiburg in den Kader zurück. Sie hat die auferlegte Quarantäne-Zeit beendet.

Mittwoch, 14.10.2020, 16:51 Uhr
Juliane Langgemach trägt seit 2016 das USC-Trikot und ist damit dienstälteste Spielerin im Kader.
Juliane Langgemach trägt seit 2016 das USC-Trikot und ist damit dienstälteste Spielerin im Kader. Foto: Jürgen Peperhowe

Als das Vertrags­ende von Juliane Langgemach beim USC Münster in diesem Frühjahr näherrückte, hat es schon ein bisschen gedauert, ehe die Parteien Einigung über die weitere Zusammenarbeit erzielten. Vielleicht passten die Vorstellungen zunächst nicht zueinander, vielleicht wurde ein bisschen gepokert. Sei’s drum: Als die Entscheidung gefallen war, saßen Club und Spielerin am gleichen Tisch und unterschrieben einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag. „Das Gesamtpaket in Münster passt. Ich bin froh, dass es weitergeht und freue mich auf die neue Saison“, sagte die 25-Jährige.

Damals im Juni, als die Pandemie längst lange Schatten auf den Sport geworfen hatte, wusste niemand, wann wieder Bundesliga-Volleyball gespielt werden würde. Seit zwölf Tagen nun sind die Mannschaften zurück, unter dem Einfluss des Virus ist vieles ein bisschen kleiner geworden. Und Langgemach stand bis zum Mittwoch sogar ganz außen vor. Nach einer Corona-Erkrankung im privaten Umfeld wurde sie vom Gesundheitsamt in 14-tägige Quarantäne geschickt. „Das ist krass, wenn du bei schönem Wetter aus dem Fenster schaust und selbst nicht vor die Tür darfst“, sagt sie.

Langweilig ist es Langgemach während der vergangenen zwei Wochen trotzdem selten gewesen. Die bald 26-Jährige hat ihr Studium (Lehramt) vorangetrieben, mit Ball und Bändern in der Wohnung trainiert, bei Yoga-Übungen entspannt. Und dann gibt es ja noch die neue Staffel der Casting-Show „The Voice“, Langgemachs TV-Favorit. „Das ist cool. Ich schaue aber nur online, ohne die ganze Werbung.“

Seit Mittwoch nun darf Juliane Langgemach auch wieder raus. 10 000 Schritte sind das tägliche Bewegungsziel, einer ihrer ersten Wege führte sie in die Sporthalle Berg Fidel. Assistenzcoach Marvin Mallach unterstützte sie bei einer Trainingseinheit, das Bundesligateam hatte frei. „Das kann ich mir nach der Pause nicht leisten. Ich habe einiges aufzuholen“, sagt die Spielerin.

Am Sonntag gegen Vilsbiburg bestreitet der USC Münster sein drittes Saisonspiel. Für Langgemach ist es die Premiere. Alle werden sehr froh sein, dass der Kader Zuwachs erfährt. Eigentlich hatte sich Trainer Teun Buijs vier Mittelblockerinnen im Kader gewünscht. Der Etat ließ aber nur drei zu. In der Konsequenz bedeutete dies, dass Barbara Wezorke und Demi Korevaar zuletzt alle Last allein tragen mussten. „Beide haben das super gemacht“, urteilt Langgemach.

Nach 14-tägiger Quarantäne stellt die dienstälteste Spielerin im USC-Kader keine Ansprüche. Zunächst einmal wolle sie helfen, sagt sie, „und im Training natürlich auch ein bisschen Druck machen. Das kann ja nicht schaden.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7632195?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Nachrichten-Ticker