Fußball: A-Junioren-Bundesliga
Arne Barez wechselt von Preußen Münster zum Weltverband Fifa

Münster -

Trainerwechsel beim SC Preußen Münster: Arne Barez hat um Auflösung seines Vertrags als Cheftrainer der U-19-Bundesligamannschaft gebeten. Zum 1. November wird der Weltverband Fifa sein neuer Arbeitgeber. Der Nachfolger von Barez steht schon fest und ist mit Co-Trainer Janis Hohenhövel ein Insider.

Mittwoch, 14.10.2020, 18:46 Uhr aktualisiert: 14.10.2020, 19:35 Uhr
Janis Hohenhövel (l.) geht mit Arne Barez noch bis Ende Oktober gemeinsam durch den Wettbewerb und wird dann neuer Cheftrainer der U-19-Junioren des SC Preußen.
Janis Hohenhövel (l.) geht mit Arne Barez noch bis Ende Oktober gemeinsam durch den Wettbewerb und wird dann neuer Cheftrainer der U-19-Junioren des SC Preußen. Foto: Thomas Austermann

Nach nur fünf Meisterschaftsspielen in der A-Junioren-Bundesliga wird der SC Preußen Münster den Trainer seiner U 19 ziehen lassen: Fußballlehrer Arne Barez (42) hört Ende Oktober auf, um beim Fußball-Weltverband Fifa in Vollzeit einzusteigen und als „Football Content Manager“ arbeiten zu können. Seinen Vertrag an der Hammer Straße löste er vorzeitig wie einvernehmlich auf. „Arne hat uns sehr früh in seine Planungen eingeweiht und stets offen und ehrlich mit uns kommuniziert“, sagte Sportdirektor Peter Niemeyer.

Den neuen ersten Coach hat der Club schnell gefunden, denn der Mitte 2019 als Co-Trainer eingestiegene Janis Hohenhövel (29) rückt zum 1. November in die Verantwortung. Ein Assistent bleibt Marcel Lopez-Wismer, ein Kandidat für den zweiten Assistentenplatz ist ausgespäht. Hohenhövel rückte zuletzt erst in das neue Kompetenz-Team des SCP berufen. Seinen Job als Co-Trainer der deutschen U-17-Nationalmannschaft behält der langjährige Gievenbecker.

„Mit mir und Arne hat es hier bestens gepasst“, sagte uns Hohenhövel, der die Trainer-A-Lizenz besitzt. „Dass die Tätigkeit beim DFB für mich Priorität hat, weiß und akzeptiert der SC Preußen.“ Zeitlich müsse er bereits gestartete andere Projekte in den Griff kriegen, „aber das ist alles kein Riesenthema.“ Zumal in diesen Zeiten ungewiss sei, ob zum Beispiel das für Januar geplante Trainingslager der deutschen U 17 in Spanien überhaupt stattfinden wird. Hohenhövel wird seinen Arbeitsstil als „Chef“ nicht ändern. „Ich sehe mich immer als Teil der Lösung – oder je nach Situation und Sichtweise als Teil des Problems.“

Barez ist bereits seit 2007 in zahlreichen Funktionen bei den Preußen tätig. Er war Co- oder Cheftrainer zahlreicher Junioren-Teams, war Jugend-Cheftrainer und in der Vorsaison zwischenzeitlich Interimscoach der Profis. Barez sagte zu seinem Wechsel: „Mir fiel dieser Schritt auch schwer. In den Gesprächen mit den Kollegen wird einem noch einmal bewusst, wie viel man gemeinsam erlebt hat. Und auch, wie viel Spaß einem diese lange und schöne Reise bereitet hat.“  

Die neue berufliche Möglichkeit, die der verantwortliche Redakteur im Fußballbereich des münsterischen Philippka-Sportverlags annimmt, reizt ihn. Zumal ein dauerhafter Ortswechsel von Münster nach Zürich nicht angezeigt ist. Barez dankte dem Verein: „Im Nachwuchsbereich wurde hier kontinuierlich versucht, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Zudem wurde das Nachwuchsleistungszentrum mit mir in einer verantwortlichen Rolle geplant. Dennoch waren Bernhard Niewöhner und Peter Niemeyer gesprächsbereit und fair im Umgang mit meinen Plänen.“

Niemeyer will auch die ­Vakanz in Sachen Planung und Vorbereitung des Nachwuchsleistungszentrums, in dem Barez als Fußballlehrer eine zentrale Rolle einnahm, auffangen. „Wir haben schon Ideen, an deren Umsetzung wir jetzt intensiv arbeiten. Ich gehe aber davon aus, dass Arne uns auch weiterhin beratend zur Seite stehen wird.“

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