Floorball: Regionalliga
Pokalerfolge geben dem umformierten BSV Roxel neues Selbstvertrauen

Münster -

Lange Gesichter gab es bei den Floorballer des BSV Roxel in der vergangenen Saison regelmäßig. Sieglos beendeten sie die Zweitliga-Spielzeit – bittere Zeiten. Die aber haben die Münsteraner nun hinter sich gelassen, auch wenn der Start in die Regionalliga nicht wie geplant gelang. Die Erfolge im Pokal aber unterstreichen die Ambitionen des BSV.

Donnerstag, 15.10.2020, 18:26 Uhr aktualisiert: 19.10.2020, 13:18 Uhr
Torwart Jakub Czerniawski und Jonas Ewering verteidigen mit vollem Körpereinsatz, Lukas Welling und hinter der Bande Trainer Juris Krastins (r.) fiebern mit. In der Regionalliga will Roxel nun punkten.
Torwart Jakub Czerniawski und Jonas Ewering verteidigen mit vollem Körpereinsatz, Lukas Welling und hinter der Bande Trainer Juris Krastins (r.) fiebern mit. In der Regionalliga will Roxel nun punkten. Foto: BSV

Die vergangenen Saison in der Nord-West-Staffel der 2. Floorball-Bundesliga war deprimierend. Zwölf Niederlagen ließen den Frustfaktor in die Höhe schnellen, ohne Punktgewinn zierte der BSV Roxel abgeschlagen das Tabellenende. Sportlich abgestiegen öffnete der Verband den Münsteraner noch einmal die Tür zum Verbleib, der BSV aber lehnte dankend ab. „Die Saison war zu frustrierend, dazu haben einige langjährige Leistungsträger aufgehört. Es war Zeit für einen Umbruch“, sagt Kapitän Elias Rensing .

Den geht Roxel nun in der Regionalliga an. Frisches Personal mit Neuzugängen aus der eigenen zweiten Mannschaft, Jugend sowie vom Hochschulsport, frische Power, neue Ziele. Auch wenn der Saisonstart mit dem 4:8 (2:2, 1:2, 1:4) gegen die DJK Holzbüttgen II misslang, visiert der BSV über kurz oder lang die 2. Bundesliga an. „Wir wollen uns dort auf Dauer etablieren. Der Kern unserer Mannschaft besteht aus vielen jungen Spielern, die Potenzial haben“, erklärt Rensing. Aktuell besteht das Aufgebot vom lettischen Neu-Trainer Juris Krastins aus knapp 30 Akteuren, 15 bis 20 gehören in der Regel zum Spieltagskader und kommen wie beim Eishockey in Blöcken zum Einsatz.

Dass die Roxeler Qualität in ihren Reihen haben, bewiesen bereits im Deutschland-Pokal. Nach dem 23:3 (5:0, 8:2, 11:1)-Erfolg bei der Spielgemeinschaft UHC Berlin/VfL Tegel folgte jüngst ein 15:5 (2:2, 9:1, 4:2) gegen den TuS Gaarden aus Kiel, mit dem der BSV um den starken André Kiethe (vier Tore, drei Assists) erstmals in die dritte Runde einzog. Dort bekommt die Krastins-Truppe gegen den Zweitligisten TSV Füchse Quedlinburg die Möglichkeit zur Revanche – im Deutschland-Pokal der Vorsaison verlor sie gegen das Team aus dem Harz in Runde zwei 4:12.

Zunächst aber steht Spieltag Nummer zwei an, am Sonntag um 11 Uhr in Bonn gegen die Dümptener Füchse II aus Mülheim. Dann soll endlich der Negativlauf mit nun 13 Liga-Niederlagen in Serie ein Ende finden. Der Pokalsieg zumindest hat dem jungen BSV-Team Rückenwind verliehen.

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