Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets machen die Saison-Ouvertüre zur Nervenprobe

Münster -

Das war ein hartes Stück Arbeit. Die WWU Baskets Münster taten sich gegen die Iserlohn Kangaroos über die komplette Spielzeit richtig schwer, musste bis Sekunden vor der Schlusssirene zittern. Dann aber stand der umkämpfte 77:75 (40:37)-Erfolg fest – und alle durften einmal kräftig durchatmen,

Freitag, 16.10.2020, 23:06 Uhr aktualisiert: 17.10.2020, 13:43 Uhr
Etwas holprig verlief der Saisonstart der Baskets, die mit Adam Touray (hier gegen Alexander Möller) knapp durchsetzten.
Etwas holprig verlief der Saisonstart der Baskets, die mit Adam Touray (hier gegen Alexander Möller) knapp durchsetzten. Foto: Jürgen Peperhowe

Das war nichts für schwache Gemüter. Gleich zum Auftakt der 2. Bundesliga Pro B haben die WWU Baskets Münster die Strapazierfähigkeit ihrer Fans auf die Probe gestellt. Mit 77:75 (40:37) gewann das Team von Trainer Philipp Kappenstein gegen die Iserlohn Kangaroos, machte sich dabei aber das Leben unnötig schwer. „Wir haben uns die ganze Zeit selber Probleme bereitet, haben uns die Chance genommen, in einen Flow zu kommen“, sagte der Coach, der „einfach nur froh über die ersten Punkte“ war.

Er war zäh dieser Einstieg in die Saison, fast typisch für eine Auftaktbegegnung. Zwar präsentierte sich Münster in der Defensive gewohnt bissig, ließ bisweilen aber die Außen aus den Augen. Drei Dreier (zwei von Moritz Hübner, einer vom starken Toni Prostran) versenkte Iserlohn, erzielte so mehr als die Hälfte seiner Punkte im ersten Viertel (17:17). Und auch offensiv griff bei den Baskets noch nicht jedes Rädchen wie geplant in sein Pendant, dennoch war Münster durch einen Dreier von Marck Coffin nach knapp neun Minuten erstmals vier Punkte vorne (15:11) – gab dieses Polster aber vor 610 Zuschauern bis zur Sirene wieder ab.

Reuter per Dreier zum Pausenstand

Nein, zufrieden war Kappenstein nicht mit dem Auftritt. Nach der Auszeit beim 27:25 wechselte er komplett (15.), bereits jetzt hatte jeder seiner Spieler Einsatzzeit generiert. Es schien zu wirken, die Baskets nahmen langsam Fahrt auf und setzten sich nach der ersten erfolgreichen Pressverteidigung und den daraus resultierenden Punkten von Günther zum 30:25 ab. Doch die Kangaroos blieben hartnäckig, ließen sich nicht abschütteln. Immer wieder streuten sie Dreier ein, und da Münsters Visiere noch nicht scharf gestellt waren, blieb es eng. 5,7 Sekunden vor der Pause versenkte Neu-Basket Thomas Reuter einen Distanzwurf – 40:37, immerhin.

WWU Baskets Münster – Iserlohn Kangaroos

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  • Das war ein hartes Stück Arbeit für die WWU Baskets.

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  • Die Münsteraner taten sich gegen die Iserlohn Kangaroos über die komplette Spielzeit richtig schwer.

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  • Sie mussten bis Sekunden vor der Schlusssirene zittern.

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  • Dann aber stand der umkämpfte 77:75 (40:37)-Erfolg fest.

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Ein echter Brustlöser aber war das nicht, auch das 44:39 nach Freiwürfen von Oliver Pahnke sorgte nicht für Leichtigkeit und lockere Händchen. Unter dem gegnerischen Korb fehlte die Präzision, unter dem eigenen hatte Iserlohns Alexander Möller jede Menge Freiräume. Nur gut dass der Center nach seinem Dunk zur 50:48-Führung sein viertes Foul kassierte – und dass Münsters Helge Baues mit fünf Zählern in Serie auf 53:50 stellte.

Iserlohns Möller mit 24 Punkten

17:17 endete auch das dritte Viertel, mit 57:54 ging es somit in den Abschlussabschnitt, der mit einem kleinen Dreier-Festival begann. Prostran glich aus, Günther und Reuter antworteten prompt. Münster war sechs Zähler vor – aber nur kurz, 5:46 Minuten war Kappenstein beim 63:63 zu einer Auszeit gezwungen. Es lief nicht rund, es hakte, es ruckelte, es blieb knapp. Auch weil Möller mit vier weiteren seiner 24 Punkten die Kangaroos in Schlagdistanz (67:68, 69:70) hielt.

Die Neuzugänge der WWU Baskets Münster

Bahnte sich da wieder ein nervenaufreibender Krimi an, den Münster in der Vergangenheit schon so einige Male aufgeführt hatte? Ja, warum denn auch nicht zur Saison-Ouvertüre. Münster schien nach Coffins fünf Punkten beim 77:71 weg zu ziehen, zumal sich Möller nach seinem 73:77 mit seinem fünften Foul 56 Sekunden vor Schluss verabschiedete. Durch aber war die Baskets noch lange nicht: Malcolm Delpeche und Günther vergaben je zwei Freiwürfe, und als dann Münsters Spielmacher Günther sechs Sekunden vor der Schlusssirene zu lange für einen Einwurf benötigte, hatte Iserlohn plötzlich beim 75:77 die Chance auf den Sieg. Aber wie schon beim Angriff zuvor berührte Prostran hart bedrängt die Linie. Ballbesitz Münster 2,4 Sekunden vor Schluss, ein unsportliches Foul von Iserlohns Joshua Dahmen – und perfekt war der Sieg. Da fielen Günthers beiden verworfene Freiwürfe nicht mehr ins Gewicht.

Einmal bitte durchatmen und „Schwamm drüber“, wie Kappenstein erleichtert meinte. „Ich habe schließlich vorher nicht aus Spaß gesagt, dass acht von elf Spielen pro Serie eng werden.“

Punkte: Coffin (17), Günther (14), Delpeche (11), Baues (9), Reuter (7), Weß (6), Pahnke, Grühn (je 4), Touray (3), Hönig (2)

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