Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Den doppelten Stresstest haben die WWU Baskets Münster bestanden

Münster -

Das war noch nicht das Gelbe vom Ei. Trotzdem besiegten die WWU Baskets am Freitagabend die gefürchteten Iserlohn Kangaroos mit 77:75. Trainer Philipp Kappenstein wird in der anstehenden Trainingswoche aber über das Spiel reden wollen.

Sonntag, 18.10.2020, 17:48 Uhr aktualisiert: 21.10.2020, 15:15 Uhr
Es herrschte Redebedarf zwischen Coach Philipp Kappenstein und Topscorer Marck Coffin (17 Punkte).
Es herrschte Redebedarf zwischen Coach Philipp Kappenstein und Topscorer Marck Coffin (17 Punkte). Foto: Jürgen Peperhowe

Ein altes Sprichwort besagt, dass aller Anfang schwer sei. Im Falle der WWU Baskets Münster hat es sich einmal mehr bewahrheitet – mit einer Zitterpartie ist der Mitfavorit der 2. Bundesliga Pro B in die Saison gestartet. Am Ende waren alle heilfroh, am Freitagabend die unangenehmen Iserlohn Kangaroos mit 77:75 (40:37) in die Schranken gewiesen zu haben. Hauptsache gewonnen, über das Wie aber wird zu reden sein.

Nach der starken Vorbereitung hatten die Baskets sicher selbst andere Ansprüche, hatten auf einen klareren Erfolg gehofft – immer mit dem Wissen, dass es in dieser ausgeglichenen Liga nur selten Selbstläufer gibt. Besonders, wenn es zwar bei den Wurfquoten aus dem Feld (Zweier 50 Prozent, Dreier starke 44 Prozent) passte, von der Linie (nur 16 von 34 Freiwürfe verwandelt) und im sonstigen Prunkstück Defensive aber nicht. „Dass wir unsere Freiwürfe nicht treffen, ist eine Katastrophe. Die Quote ist von einem anderen Planeten. Wir nehmen uns damit die Chance, in einen Flow zu kommen und uns so deutlich abzusetzen“, kritisierte Coach Philipp Kappenstein , der auch das Verteidigungsverhalten seiner Schützlinge monierte. „Der Gegner hat nur zehn Freiwürfe bekommen. Warum? Weil wir nicht physisch genug waren. So kam Iserlohn zu leichten Punkten unter dem Korb und damit zu Selbstvertrauen.“ Zudem passte die Abstimmung oft auf der Ball entfernten Seite nicht, die sich bietenden Lücken nutzte Iserlohn und blieb so bis in die Schlusssekunden ein Sieganwärter. „Es war ein typisches erstes Spiel von uns. Es gibt noch einige Dinge, an denen wir arbeiten müssen“, erklärte Kappenstein.

Allenfalls an Kleinigkeiten müssen die Baskets an ihrem Hygienekonzept feilen. Die 610 Zuschauer hielten sich fast vorbildlich an die Vorgaben, der klar strukturierte Plan ging auf. Einzig nach dem Spiel gab es kurz vor der Halle eine etwas größere Ansammlung (aber alle mit Masken), obwohl die Besucher sukzessive aus den jeweiligen Blöcken gelassen wurden. Den großen Stresstest aber haben die Baskets bestanden. Auf und neben dem Feld.

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