Reiten: Weltmeisterschaft der jungen Vielseitigkeitspferde
Ingrid Klimkes vierter WM-Titel, nun mit Cascamara

Münster -

Diese Saison kann sich einmal wieder einmal sehen lassen. Bei den Deutschen Meisterschaften in Luhmühlen hatte Ingrid Klimke bereits zugeschlagen, nun bewies sie auf internationalem Terrain zu. Bei der WM der jungen Vielseitigkeitspferde gewann sie mit der sechsjährigen Cascamara den Titel. Es war der vierte für die Münsteranerin, die „überwältigt“ war.

Sonntag, 18.10.2020, 21:14 Uhr aktualisiert: 25.10.2020, 15:23 Uhr
Wie hier bei der DM in Luhmühlen war Bundestrainer Hans Melzer auch in Le Lion d’Angers einer der ersten Gratulanten von Ingrid Klimke.
Wie hier bei der DM in Luhmühlen war Bundestrainer Hans Melzer auch in Le Lion d’Angers einer der ersten Gratulanten von Ingrid Klimke. Foto: imago-images

Als am neunten Hindernis des abschließenden Springens bei bis dahin führenden Briten Tom McEwen die Stange fiel, jubelte Ingrid Klimke auf dem Abreiteplatz. Die Münsteranerin hatte als Zweitplatzierte nach der Dressur und dem Geländeritt mit Cascamara vorgelegt und gewann damit zum vierten Mal in Le Lion d’Angers die Weltmeisterschaft der jungen Vielseitigkeitspferde – nach 1998 mit Sleep Late, 2016 mit Weisse Düne und 2018 mit Asha.

Der Bundestrainer Hans Melzer und Carmen Thiemann waren am Abreiteplatz erste Gratulanten, per Handy folgten Glückwünsche aus der Heimat – von der Familie, von Springtrainer Kurt Gravemeier oder von Cascamaras Mitbesitzerin Claudia Lauber. Sie alle waren Zeuge von Klimkes fast perfektem Turnier, das sie mit einer „ausdrucksvollen Dressur“ begann und Platz zwei im Gelände behauptete. Dabei zeigte die sechsjährige Stute ihr Vermögen und Herz, obwohl sie bis zum und besonders am ersten Wasserhindernis „etwas vorsichtig“ agierte, wie Klimke sagte. „Danach hat sie sofort ihre Linie gefunden. Sie galoppierte so rhythmisch, so gleichmäßig und fließend, da konnte ich sogar etwas zurücknehmen.“

Gold auch für Klimkes ehemalige Schülerin

Eine Medaille war zum Greifen nahe, zumal Cascamara in der Vergangenheit im Parcours meistens eine gute Figur abgegeben hatte. Und das tat sie auch am Sonntag, ohne einen Wackler meisterte sie die Aufgaben – ein weltmeisterlicher Ritt, wie wenige Augenblicke später nach McEwens Abwurf feststand. Mit 27,4 Punkten lag Klimke 2,9 Zähler vor dem Briten Oliver Townend mit Cooley Rosalent. „Ich bin total überwältigt“, sagte Klimke, die sich auch über die Goldmedaille von Sophie Leube freute. Ihre ehemalige Schülerin gewann mit Sweetwaters Ziehten bei den Siebenjährigen.

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