Leichtathletik: LG Brillux Münster
Banger Blick der LG-Brillux-Athleten auf die Winter-Hallensaison

Münster -

Nach der halbwegs gut improvisierten Sommer-Saison bereiten sich die Leichtathleten der LG Brillux Münster auf die kommenden Hallen-Wettkämpfe vor. Nur wie? Die Pandemie zwingt zu Improvisationen.

Mittwoch, 21.10.2020, 15:14 Uhr aktualisiert: 27.10.2020, 14:29 Uhr
Trainer und Sportwart der LG Brillux Münster: Jörg Riethues (l.)
Trainer und Sportwart der LG Brillux Münster: Jörg Riethues (l.)

Was bleibt, ist die Hoffnung: Die Leichtathleten der LG Brillux Münster haben – wie alle anderen Sportler auch – eine höchst bemerkenswerte Sommer-Saison hinter sich gebracht. Und sie stehen vor einer wahrscheinlich ebenso vagen im Winter. Improvisation ist das Gebot der Stunde, wenn Meisterschaften infrage stehen, Trainingseinsatz Restriktionen unterworfen wird und der Aufrechterhaltung des Teamgeists ein hohes Maß an persönlichem Einsatz abverlangt wird. Die Pandemie trifft auch die leichtathletischen Individualsportler ins Mark.

Dabei war die Sommersaison schlussendlich doch noch eine ganz passable, wie LG-Brillux-Sportwart Jörg Riethues findet und mit Zahlen belegen kann. Die Saison war ja erst ausgesetzt, lief dann mit einigen wenigen Wettkämpfen an, um in der „Late Season“ mit nationalen Titelkämpfen doch noch versöhnlich zu münden. Bei der Cross-DM lief Klara Koppe (U 23) zum Sieg, mit den Mannschafts-Titeln der U 20 und U 18 feierte die LG schöne Erfolge. In diese riethuessche Positiv-Bilanz fällt auch die Bronzemedaille von Marc Sietmann bei der Jugend-DM in Heilbronn, zu der ein elfköpfiges Team aus Münster angereist war. Für Riethues herausragend war zudem Ida Schwerings Kreisrekord-Serie beim internen Mehrkampfwettkampf mit vier Kreisrekorden und 5023 Punkten. Koppe und Kai Sparenberg waren zudem bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig zu Gast.

Ob sich daraus Motivation für die anstehende Hallensaison ableiten lässt? Wird es überhaupt eine geben für die Leichtathleten angesichts bundesweit steigender Infektionszahlen? „Bislang heißt es noch, ,weitermachen!’“ sagt Jörg Riethues, „unter welchen Bedingungen, scheint aber noch fraglich“. Gespräche mit und unter den Bundestrainern haben stattgefunden.

Der Ausblick erscheint allerdings unter besonderen Bedingungen hypothetisch. Das Training in der Leichtathletikhalle am Horstmarer Landweg wird nur mit begrenzter Teilnehmerzahl möglich sein. „30 statt 100“, schildert Riethues, „für die Techniker unter den Athleten wird’s schwierig.“ Die Altersklassen bis zur U 16 kann jeweils bis 17.45 Uhr trainieren, die Stützpunktathleten bis 19.45 Uhr und die Aktiven (Erwachsenen) von 20 bis 22 Uhr. Bei der Aufteilung der Trainingszeiten dürfe es keine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ geben, forderte der Coach. Seit zwei Wochen sind die Sprinter, Athleten der technischen Disziplinen und die Läufer bereits wieder im Grundlagentraining und angesichts des Improvisationszwangs „weit entfernt vom reinen Spaß“, wie Riethues betonte. Die Pandemie fordert weiterhin ihren Tribut – auch bei den Leichtathleten der LG Brillux Münster.

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