Basketball: 2. Bundesliga Pro B
87:58 gegen die 49ers – die WWU Baskets Münster dominieren und glänzen

Münster -

Das war mal überzeugend und vor den beiden Auswärtspartien bei den Mitfavoriten Bochum und Itzehoe ein Statement. Gegen die TKS 49ers gewannen die WWU Baskets Münster mit 87:58 (41:28). Die starke Defensive und eine im Laufe der Partie zündende Offensive ließen dem Gast aus Brandenburg keine Chance. Überragender Mann war ein Neuzugang aus Frankfurt.

Samstag, 31.10.2020, 17:26 Uhr aktualisiert: 31.10.2020, 17:48 Uhr
Cosmo Grühn, der hier Sebastian Fülle enteilt ist, war mit 27 Punkten Münsters Topscorer.
Cosmo Grühn, der hier Sebastian Fülle enteilt ist, war mit 27 Punkten Münsters Topscorer. Foto: Jürgen Peperhowe

Jetzt haben auch die WWU Baskets Münster ihr erstes „Geisterspiel“ hinter sich und in der leeren Halle Berg Fidel gegen die Brandenburger aus Stahnsdorf, die TKS 49ers, in der 2. Bundesliga Pro B mit 87:58 (41:28) sehr deutlich gewonnen. Nach einem Viertel zum Eingewöhnen dominierten die Gastgeber deutlich, weil sie defensiv zulegten und sehr aufmerksam im Kollektiv zupackten – mit dieser Stabilität im Rücken lief es offensiv immer besser. Phasenweise hagelte es Dreier.

Das ist alles sehr gewöhnungsbedürftig, wenn Anfeuerungsgesänge vom Band eingespielt werden und eine zumindest akustische Atmosphäre erzeugen. In diesen Zeiten müssen die Aktiven selbst für das Feuer sorgen. Drei hartgesottene Fans standen draußen von den großen Fensterscheiben und drückten sich die Nasen platt. Das sind Fans...

In der Halle benötigte der Baskets-Express ein bisschen Anlaufzeit, um in Schwung zu kommen. Zwar versprachen die ersten Dreier von Cosmo Grühn und Jasper Günther zum 6:2 ein Feuerwerk, doch so richtig zündete Münsters Offensive im ersten Viertel noch nicht. Die Quote stimmte nicht, zu viele Fehler unter dem gegnerischen Korb hielten die 49ers in Kontakt – obwohl Topscorer Malik Toppin mit insgesamt zehn Punkten unauffällig blieb. Vorne steigerungsfähig, hinten dafür bissig und zupackend, wie es sich Kappenstein vorstellt.

Zwischenspurt dank Grühn

Ausgeglichen (16:16) ging es ins zweite Viertel, in dem die ersten vier Minuten zäh blieben. Ein völlig freier Dreier von Lukas Wagner veranlasste Münsters Coach zu einer Auszeit – aus der die Baskets mit Offensivpower kamen. Basierend auf der weiter starken Verteidigung, die Stahnsdorfs Angriffen die Luft zum Atmen nahm und dreimal die Zeit herunterarbeitete, legte der Gastgeber einen formidablen Zwischenspurt ein. Sieben Zähler von Grühn (insgesamt 27), ein erfolgreicher Distanzwurf von Jan König, und Münster war auf 30:20 enteilt. Nun lief es, das Selbstvertrauen war da. Andrej König legte mit zwei weiteren Dreiern nach, wenige Sekunden später beförderte sein Kapitän Jan König einen weiteren Wurf aus der Entfernung in die Reuse. Die Baskets waren heiß gelaufen, 13 Punkte nahmen sie mit in die Kabine.

WWU Baskets Münster – TKS 49ers

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  • Das war mal überzeugend und vor den beiden Auswärtspartien bei den Mitfavoriten Bochum und Itzehoe ein Statement.

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  • Gegen die TKS 49ers gewannen die WWU Baskets Münster mit 87:58 (41:28).

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  • Die starke Defensive und eine im Laufe der Partie zündende Offensive ließen dem Gast aus Brandenburg keine Chance.

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Und sie ließen kein Stück nach: Grühn traf weiter und tat auch viel dafür. Er war anfangs des dritten Viertels nicht mehr zu kontrollieren. Elf der ersten 13 Punkte zum 54:30 gingen auf sein Konto. Die Gäste hatten auch in der Kaderbreite nichts Adäquates gegenzusetzen. Sie verzweifelten wiederholt bei ihren Angriffen, wirkten ratlos und setzten auf Einzelaktionen.

Pahnke überzeugt im Aufbau

Kappenstein wirkte zwar entspannt wie selten, hielt aber die Ansprüche hoch. Als Jasper Günther einmal ein abenteuerliches Anspiel in seinen Rücken wagte und der Ball weg war, musste der Aufbauspieler raus. Neuzugang Oliver Pahnke gefiel in der Rolle des Regisseurs. Er agierte sicher und war stark am Ball, die wagemutigen Pässe muss er nicht spielen. Mit dem 64:43 ging es ins letzte Viertel, das am Stand der Dinge nichts mehr änderte. Die Baskets liefen selbstbewusst wie sicher in den Abläufen dem restlos ungefährdeten Heimsieg entgegen – letztlich sorgen sie selbst für die Stimmung, die ein Wettkämpfer einfach braucht.

Trainer Kappenstein sah seine Jungs „den Frust“ aus der letzten Partie aus der Seele spielen. „Wichtig war, dass wir 40 Minuten durchziehen. Und unserem Ziel näher kommen, das beste Defensivteam der Liga zu werden“, sagte er zufrieden. „Wir sind immer noch dabei, die jeweils passenden fünf Spieler zu finden. Das wird die Hauptaufgabe der nächsten Wochen.“

Punkte: Grühn (27/4 Dreier), J. König (16/4), A. König (12/4), Günther (7/1), Coffin (6/1), Reuter (5/1), Delpeche, Touray, Pahnke (je 4), Hänig (2)

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