Fußball: Hallenstadtmeisterschaft
Endgültiges Aus für „Stadtis“ in Münster

Münster -

Am Mittwoch tagt der Verbandsfußballausschuss und sorgte für traurige Klarheit: Die 44. Hallenstadtmeisterschaften im Fußball setzen im Coronajahr 2020 aus. Der Antrag des 1. FC Gievenbeck wurde abgewiesen – das Virus hat damit nach den jüngsten Entwicklungen erwartungsgemäß auch den sportlichen Jahresabschluss in Münster aus dem Terminkalender getilgt.

Montag, 02.11.2020, 17:20 Uhr
Corona zeigt dem Sport derzeit die Grenzen auf: Jetzt hat es endgültig auch die Hallenstadtmeisterschaften im Fußball erwischt.
Corona zeigt dem Sport derzeit die Grenzen auf: Jetzt hat es endgültig auch die Hallenstadtmeisterschaften im Fußball erwischt.

Seit dem vergangenen Mittwoch ist es amtlich: Die 44. Hallen-Stadtmeisterschaften von Münster teilen das Schicksal, das zuvor schon die Olympischen Spiele und die Fußball-Europameisterschaften ereilt hatte. Die 2020er-Auflage des jährlichen Fußball-Spektakels in Münster wird um ein Jahr verschoben, am Berg Fidel kehrt erstmals seit Jahrzehnten zwischen den Jahren so etwas wie weihnachtliche Ruhe ein. Der Antrag des 1. FC Gievenbeck auf eine Sondergenehmigung, trotz der Generalabsage durch die Ständige Konferenz des Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbandes, ist am vergangenen Mittwoch vom Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) final abgeschmettert worden. „Das ist jetzt der Stand der Dinge“, bestätigt VFA-Mitglied Hans-Dieter Schnippe. „Hier und bei uns ist damit jetzt Schluss.“ Jeder weitere Schritt müsste dann vor einem ordentlichen Gericht geklärt wären.

Damit jedoch ist wohl nicht zu rechnen. FCG-Präsident Jörg Rüsing wollte einer Vorstandssitzung des Vereins am Mittwoch nicht vorgreifen und verzichtete zunächst auf eine Stellungnahme, bestätigte aber den Eingang der schriftlichen Absage. „Wir werden das dann besprechen und uns danach äußern“, so Rüsing.

Der FC Gievenbeck hatte mit Berufung auf ein solides Hygienekonzept und Rücksprache mit dem Krisenstab Münster einen letzten Vorstoß gewagt, blieb aber spätestens nach den jüngsten epidemiologischen Entwicklungen erwartungsgemäß erfolglos. „Der Verein war tatsächlich der letzte, der noch mit einem Antrag vorstellig wurde“, so Schnippe, nachdem auch die großen Hallenveranstaltungen in Bochum und Dortmund ihr Schicksal längst akzeptiert hatten. „Der Beschluss der Ständigen Konferenz war für uns bindend, hätten wir mit einer Ausnahme erst angefangen, wäre die Welle nicht mehr zu stoppen gewesen“, so Schnippe. „Zumal die aktuelle Lage ohnehin eine deutliche Sprache spricht und jede andere Entscheidung unmöglich machte.“

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