Leichtathletik: Saisonfazit
LG Brillux lässt sich in der Entwicklung nicht aufhalten

Münster -

Auch wenn 2020 nur wenige Wettkämpfe zuließ, sehen sich die Leichtathleten der LG Brillux Münster auf dem richtigen Pfad. Nicht nur die Sportler haben sich auf ein gutes Niveau geschoben, auch Trainer Stefan Vinbrüx freute sich zuletzt über einen Aufstieg.

Donnerstag, 12.11.2020, 14:26 Uhr aktualisiert: 13.11.2020, 16:50 Uhr
Zurzeit auf Rang vier der deutschen U-23-Bestenliste über 5000 Meter
Zurzeit auf Rang vier der deutschen U-23-Bestenliste über 5000 Meter Foto: imago-images

Es war natürlich eine vermaledeite Saison für die Leichtathleten der LG Brillux Münster – trotz der späten Wettkämpfe, die auf regionaler und nationaler Ebene dann doch noch stattfinden konnten. Entsprechend vorsichtig fällt das Fazit der Verantwortlichen aus. Immerhin garniert mit einer bemerkenswerten Nachricht, die der LG-Vorstand am Donnerstag vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) erhielt und die darauf hindeutet, dass die hiesige Leichtathletik-Gemeinschaft eben doch wieder in den Fokus gerückt ist.

Stefan Vinbrüx , Disziplintrainer bei der LG und Leiter des Landesleistungsstützpunktes, ist als Landes-Disziplintrainer Weitsprung eingesetzt worden. Für den Leistungssport-Koordinator im FLVW, Winfried Vonstein , ist es zwar ebenfalls schwer, die Saison abschließend bewerten zu können. „Sie war ja geprägt von Corona“, sagt er. Festzuhalten bleibe jedoch, dass der Stützpunkt in Münster von der Staatskanzlei ebenso wie vom Verband „sehr positiv gesehen wird. Münster hat einen hohen Stellenwert, allein schon wegen der Kooperation mit der Uni.“ Sportlich sei der Stützpunkt vor Jahren schon, nach denen in Leverkusen und Wattenscheid, in den Blickpunkt geraten – und werde nun wieder beobachtet, betonte Vonstein.

Neue Leistungsfähigkeit

Es tut sich jedenfalls was bei der LG Brillux, nicht nur, was die Trainer und ihre Ausbildung angeht. Sechs Übungsleiter besitzen die beiden höchsten Lizenzen des DLV nach dem Diplom, die A- und B-Lizenz. Für Sportwart (Leistungssport) Jörg Riethues ist das die sprichwörtliche Grundlage für die Einschätzung der neuen Leistungsfähigkeit: „Ohne Corona wären wir mit 30 Athleten bei den Deutschen Meisterschaften vertreten gewesen.“

Ein Blick in die deutschen Bestenlisten bestätigt Riethues’ Aussage: Mit Klara Koppe (5000 Meter) rangiert eine LG-Athletin auf Platz vier der deutschen Bestenliste, Marco Sietmann (2000 Meter Hindernis) steht zurzeit auf Platz drei. Maja Huesmann (Dreisprung), Ida Schwering (Siebenkampf), Jari Bender und Felix Becker (5000 und 1500 Meter) sowie Luka Herden (Weitsprung), Greta Piepel (200 Meter), Finn Ronnick (3000 Meter), Leonard Horstmann (Dreisprung), Frederike Straeten (10 000 Meter) und Nele Sietmann (1500 Meter) und weitere sind in den nationalen Top 20 ihrer Altersgruppen zu finden.

„Sind ein Ausbildungsverein“

Riethues hält angesichts der erfolgreichen Arbeit an der Ausrichtung der LG fest: „Wir sind ein Ausbildungsverein“, betont er. Die Altersgruppen der U 14 und U 16 sind „hauptsächlich im Perspektivtraining“, sagt Riethues. „Die Gruppen sind voll. Die zehn Vereine der LG nehmen uns viel Grundlagenarbeit ab.“ Gut, dass es dort kein Konkurrenzdenken gebe. Talent-Sichtung und -Förderung erfolgt über die LG, „aber es gibt eben noch keine zentralen Sichtungsmaßnahmen“, schränkt Riethues ein und verweist auf die coronabedingten Ursachen. Grundsätzlich sieht der Sportwart die Leistungsentwicklung in der LG überaus positiv. „Ich könnte ins Schwärmen kommen“, sagt er. Und man nimmt es ihm ab, den Beweis nach der Pandemie locker antreten zu können.

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