Volleyball: 3. Liga Frauen
Sonderstatus für Talente des Bundesstützpunkts

Münster -

Einige Nachwuchssportler dürfen auch im Lockdown trainieren. Zum Beispiel die an den Bundesstützpunkt. Die Volleyballerinnen des VC Olympia Münster haben also Glück im Unglück. Sie gehen mit dem Privileg behutsam um, versichert Trainer Justin Wolff.

Donnerstag, 03.12.2020, 16:56 Uhr aktualisiert: 04.12.2020, 10:58 Uhr
Justin Wolff
Justin Wolff Foto: fotoideen.com

Der Amateursport ruht. Mit wenigen Ausnahmen. Besondere Talente dürfen weiterhin trainieren. „Natürlich unter Einhaltung der bekannten Auflagen“, sagt Justin Wolff , Trainer am Bundesstützpunkt Volleyball in Münster. Als Förderzen­trum genießt dieser einen Sonderstatus. „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir noch trainieren dürfen. Wenn wir jetzt nichts machen würden, wäre das ein starker Eingriff in die Entwicklung der jungen Spielerinnen“, erklärt Wolff.

26 Talente im Alter von 14 bis 18 Jahren schart er nahezu täglich um sich. In Zeiten der Pandemie ragt sein Aufgabengebiet über die Rolle des Ausbilders hinaus. Wolff muss weit mehr organisieren als vorher und dazu die Motivation hochhalten. Schwierig, wenn nur trainiert und nicht gespielt wird. „Der Wettkampf, das Ziel, uns zu messen, ist gerade sehr weit weg“, sagt der Coach.

Anspruchsvolle Zeit

Es ist eine anstrengende und anspruchsvolle Zeit für die Teenagerinnen. Ihr Alltag hat neue Regeln bekommen, Meisterschaftsspiele sind weggefallen. Die Momente, in denen sie zeigen können und wollen, dass sie vorangekommen sind, gibt es absehbar nicht. Der Trainer sieht auch Chancen in der Krise. „Wir haben nun Zeit, intensiv an anderen Sachen zu arbeiten.“

Wolff weiß, dass er aktuell sehr viel Verantwortung trägt. Seit Wochen steht er mit den besorgten Eltern seiner Schützlinge im Austausch. Das Hygiene-Konzept am Stützpunkt war offenbar überzeugend. Keine der Spielerinnen hat sich zurückgezogen. Wolff betont, dass die Gesundheit immer Priorität genieße. „Wenn Eltern sagen würden, dass ihnen das Risiko zu hoch ist, hätten wir dafür vollstes Verständnis“, so Wolff.

Um das Risiko mit Blick auf Weihnachten weiter zu minimieren, wird der VC Olympia seine Trainingskader vorübergehend in zwei Gruppen spalten. Mit Schulschluss am 18. Dezember endet auch der Übungsbetrieb. Für 2021 wünschen sich Trainer und Spielerinnen die Rückkehr in den Wettkampfmodus. Wolff: „Ich habe die große Hoffnung, dass wir die Saison in der 3. Liga fortsetzen können. Sollte sie abgebrochen werden, wäre das ein heftiger Rückschlag für die Mädels.“ Die kommenden Wochen sind entscheidend.

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