Rudern: ARC Münster
Nicht ganz ernst gemeinte Mobilmachung

Münster -

Reguläres Rudertraining ist im Moment nur bedingt möglich. Die Nachwuchsathleten des ARC Münster haben sich Gedanken gemacht und Alternativen für disziplingetreue Bewegungseinheiten gefunden. Denkbar, dass die Challenge auch in besseren Zeiten Bestand hat.

Freitag, 04.12.2020, 20:58 Uhr aktualisiert: 04.12.2020, 21:00 Uhr
Simon Pöpping rudert durch den Garten.
Simon Pöpping rudert durch den Garten. Foto: ARC

Aus der Not eine Tugend zu machen, ist eine der angesagtesten Kernkompetenzen, die im Krisenjahr 2020 in allen Gesellschaftskreisen – vor allem aber im Sport – wertvoller sind denn je. Das Coronavirus hat den Sportbetrieb weltweit weitgehend lahmgelegt, die Aktiven jedoch nicht gänzlich zum Stillstand gebracht – im Gegenteil. Auch die jüngsten Ruderer des ARC Münster haben ihren ganz eigenen Weg gefunden, trotz der Trainingsbeschränkungen mit Engagement und vor allem Spaß bei der Sache zu bleiben.

Muss das Boot im Bootshaus bleiben, dann darf es auch der auf das Skateboard montierte Pappkarton sein, das Stand-up-Paddle auf dem Wassergraben im Wäldchen oder zwei Schneeschieber als Ruderersatz, die den Nachwuchs in Schwung und Bewegung halten.

Workout-Hausaufgaben

Der Jugendvorstand des Akademischen Ruderclubs zu Münster hat seinen Schützlingen bei einer der regelmäßigen Samstagsvideokonferenzen neben den klassischen Fitnesseinheiten und Workout-Hausaufgaben auch eine kreative Challenge mit auf den Weg gegeben, die schon jetzt beeindruckende Wellen schlägt – auch und vor allem auf dem Trockenen.

Gesucht wird bei der außerordentlichen Mobilmachung der kreativste Auftritt der Nachwuchs-Recken fernab der bewährten Trainingsstrecken. Diese Übung soll zum einen komplett aus dem Rahmen fallen und zum anderen dennoch perfekt ins Bild gerückt werden. Über Sieg und Niederlage entscheidet dann auch nicht die Zeitmessung, sondern die Doodle-Abstimmung im Netz. Je schräger, desto besser, und je witziger, desto erfolgversprechender.

Kuriose Foto-Ausstellung

Schon nach den ersten Tagen hat sich im Internetauftritt des ARC eine kuriose Foto-Ausstellung ergeben, die für ein enges Rennen in der finalen und schwierigen Abstimmung sorgen wird. Nicht auszuschließen, dass diese aus der Not geborene und unorthodoxe Trainingsform das Virus nicht nur überlebt, sondern sogar in besseren Zeiten eine Neuauflage erfährt.

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