Fußball: Westfalenliga Frauen
Erfolgstrainer Daniel Vedadi verlässt Wacker Mecklenbeck im Sommer

Münster -

Die Bilanz liest sich einfach gut: Seit Daniel Vedadi im Sommer den Frauen-Westfalenligisten Wacker Mecklenbeck übernommen hat, ist das Team von der Egelshove noch ungeschlagen. Platz zwei in der Liga, dazu im Westfalen- und Kreispokal noch dabei. Da verwundert die Nachricht, dass nach der derzeit unterbrochenen Saison die Liaison endet. Eine Rolle spielt dabei auch die Corona-Pandemie.

Montag, 04.01.2021, 16:20 Uhr
Erfolgstrainer für nur eine Spielzeit: Daniel Vedadi wird sein Engagement bei Wackers Frauen nicht verlängern.
Erfolgstrainer für nur eine Spielzeit: Daniel Vedadi wird sein Engagement bei Wackers Frauen nicht verlängern. Foto: Wacker

Diese Amtszeit ist absehbar kurz, aber äußerst erfolgreich. Schon am Ende der laufenden Saison wird Daniel Vedadi das Traineramt beim Frauenfußball-Westfalenligisten Wacker Mecklenbeck abgeben. Erst zu Beginn der unterbrochenen Spielzeit hatte der 44-Jährige die Aufgabe übernommen. „Mir ist Emotionalität im Fußball sehr wichtig. Davon ist in der Pandemie etwas verloren gegangen. Außerdem steht in dieser Zeit die Familie ganz klar im Fokus“, sagt Vedadi über die Ursachen des frühen Ausstiegs.

Vedadi: „Fußball ist durch die Pandemie steril geworden“

So erfolgreich wie unter der Regie Vedadis spielten Wackers Frauen noch nie. In der laufenden Punkterunde sind sie noch ungeschlagen und belegen im Klassement Rang zwei. Darüber hinaus stehen sie in der zweiten Runde des Verbandspokals und im Viertelfinale des Kreispokals. „Bis zum Break lief sportlich alles super und hat auch ordentlich Spaß gemacht. Andererseits hat es mich zunehmend mehr gestört, dass viele kleine Dinge nicht mehr möglich waren. Wir konnten uns nicht mehr abklatschen, schon gar nicht mehr wirklich freuen. Fußball ist durch die Pandemie steril geworden“. erklärt Vedadi.

Seit vielen Wochen ruht der Spiel- und Trainingsbetrieb komplett. In dieser Zeit ist Vedadis Entschluss gereift, „die schöne Geschichte“ in Mecklenbeck im Sommer zu beenden. Der Verein bedauert die Entscheidung des Trainers, ist aber froh, frühzeitig in Kenntnis gesetzt worden zu sein. Vedadi sieht gute Voraussetzungen für seinen Nachfolger. „Ich hinterlasse keine Baustelle. Verein und Mannschaft haben ein richtig gutes Fundament“, sagte er.

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