Volleyball: Bundesliga
USC Münster unterliegt in Vilsbiburg 0:3

Münster -

Das ging dann doch sehr schnell. In nur 78 Minuten verlor der USC Münster am Samstagabend das Bundesligaspiel bei den Roten Raben Vilsbiburg. Damit endete eine kleine Erfolgsstory. Allerdings waren die Gäste nicht komplett. Es fehlte ihre wichtigste Spielerin.

Samstag, 09.01.2021, 21:17 Uhr
Die Amerikanerin Adeja Lambert greift gegen den Vilsbiburger Doppelblock mit Kayla Haneline (links)
Die Amerikanerin Adeja Lambert greift gegen den Vilsbiburger Doppelblock mit Kayla Haneline (links) Foto: Wolfgang Fehrmann

Nach vier Partien mit Punkterlösen standen die Volleyball-Damen des USC Münster am Samstagabend erstmals wieder mit leeren Händen da. Bei den Roten Raben Vilsbiburg musste der Bundesligist in eine 0:3 (14:25, 23:25, 22:25)-Niederlage einwilligen. Der Sieg der Niederbayern ging in Ordnung, sie hatten im Angriff mehr Durchschlagskraft und in der Annahme höhere Stabilität.

Der USC trat ohne Anika Brinkmann an. Die 34-jährige Topscorerin hatte sich bei einem Missgeschick im Haushalt verletzt. „Sie wird bald wieder zu uns stoßen. In Vilsbiburg hätte ihr Einsatz keinen Sinn gemacht“, sagte Trainer Ralph Bergmann.

Der Ausfall der überragenden Angreiferin war für den USC nicht zu kompensieren. Insbesondere im ersten Satz blieb die Offensive nahezu wirkungslos. Münster schoss mit Schrot, es fehlten die knallharten Statements Brinkmanns. Die Raben zauderten nicht und lagen nach 0:2-Rückstand schon bei der ersten technischen Auszeit komfortabel vorn (8:4). Insbesondere Jodi Guilliams und die ehemalige Münsteranerin Luisa Keller – beide Linkshänderinnen – tobten sich im ersten Satz aus. Jeweils mit hoher Effizienz. Schon nach 21 Minuten schloss Vilsbiburg den Durchgang ab, es war ein kurzes Kapitel.

Nun, der USC war nicht geneigt, die Punkte leicht herzuschenken. Die Mannschaft steigerte sich, es entwickelte sich fortan ein Schlagabtausch auf gleicher Augenhöhe. Lange lief Münster dabei Rückständen hinterher, erst ein Punkt von Nele Barber zum 19:19 führte zum Gleichstand. Da keimte ein zartes Pflänzchen, doch Fehler und ein beherzter finaler Abschluss der starken Keller kosteten den Gästen den möglichen Satzausgleich.

0:2, nach den vorangegangenen Tiebreak-Niederlagen gegen Vilsbiburg im Hinspiel und im DVV-Pokal drohte den Unabhängigen diesmal eine glatte Schlappe. Im dritten Set verpasste das Team den Start komplett (0:4), danach zog sich die Begegnung wie ein Kaugummi, sonderlich hoch war das Niveau nicht. Die Raben taten das Nötigste. Und der USC erweckte irgendwie den Eindruck, als habe er nicht mehr die Überzeugung, das 0:3 abwenden zu können. Erst beim Stande von 15:21 bäumte sich Münster noch einmal auf. Ein 5:0-Lauf führte die Mannschaft bis auf einen Zähler heran. Zwei Aufschlag-Fahrkarten in der Crunchtime verhinderten Besseres. Diagonalspielerin Helo Pereira wurde als wertvollste Spielerin ihrer Mannschaft ausgezeichnet. Die Brasilianerin punktete als einzige USC-Kraft zweistellig (10). Bei den Raben ragten Guilliams (17 Punkte) und Keller (13) heraus.l

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