Volleyball: Bundesliga Frauen
Keine Punkte zum 60. – USC unterliegt Dresden, zeigt sich aber verbessert

Münster -

13. Spiel, zehnte Niederlage. Zum 60.Geburtstag des Vereins unterlag der USC Münster gegen den Dresdner SC. Doch anders als beim äußerst schwachen 0.3 in der vergangenen Woche bei den Roten Raben Vilsbiburg zeigten sich die Unabhängigen in allen Bereichen verbessert. Ein Hoffnungsschimmer im Kampf um einen Playoff-Platz.

Samstag, 16.01.2021, 20:42 Uhr aktualisiert: 16.01.2021, 21:26 Uhr
Barbara Wezorke und der USC leisteten dem Dresdner SC mit Nationalspielerin Jennifer Janiska ordentlich Gegenwehr – mehr als ein 0:3 mit zwei knappen Sätzen aber sprang dabei nicht heraus.
Barbara Wezorke und der USC leisteten dem Dresdner SC mit Nationalspielerin Jennifer Janiska ordentlich Gegenwehr – mehr als ein 0:3 mit zwei knappen Sätzen aber sprang dabei nicht heraus. Foto: Jürgen Peperhowe

Eine Torte gab es zum 60. Geburtstag des Vereins für die Spielerinnen des USC Münster , die Punkte allerdings mussten die Unabhängigen einmal mehr in dieser Saison hergeben. Mit 0:3 (22:25, 22:25, 17:25) unterlag das Team von Trainer Ralph Bergmann dem Dresdner SC , bot als Außenseiter aber über weite Strecken der Partie eine ordentliche Leistung. „Es ist zwar schwierig, wenn man 0:3 verliert, eine Leistung positiv einzuschätzen. Aber wenn man sieht, wo wir herkommen und was wir unter der Woche besprochen haben, war das ansprechend von uns“, sagte Bergmann nach den 82 Bundesliga-Minuten am Berg Fidel.

Mit einer unfreiwilligen Änderung ging der USC in die Partie: Anika Brinkmann war nach ihrer Fersenverletzung noch nicht wieder fit genug für ihre Stammposition auf Außen-Annahme und tauschte daher mit der angestammten Libera Linda Bock die Rollen. Eine ungewohnte Situation für die ohnehin verunsicherten Unabhängigen, die in der Anfangsphase gleich einmal drei Asse von Jennifer Janiska, Camilla Weitzel und Maja Storck kassierten. Und da auch Bock bei ihrem ersten Angriffsversuch direkt im Dresdner Doppelblock hängenblieb, hieß es schnell 2:6.

Ordnung mit Verspätung gefunden

Nein, die Ordnung stimmte noch nicht so ganz. Doch anders als zuletzt beim mehr als bescheidenen Gastspiel in Vilsbiburg (0:3) präsentierte sich Münster von der Körpersprache deutlich offensiver – ein Punkt, den Bergmann unter der Woche von seinen Schützlingen eingefordert hatte. So war sein Team bemüht, den Anschluss wiederherzustellen und hielt sich ab dem 6:8 im erweiterten Windschatten des DSC auf. Und siehe da, als Madeleine Gates einen Ball neben das Feld legte, war Münster beim 14:15 gar wieder in direkter Schlagdistanz.

Ging da was für das Geburtstagskind? Allerdings, besonders als der kriselnde Vorletzte nach einem Block von Juliane Langgemach gegen Gates 18:17 vorne war. Der USC überraschte den Tabellenzweiten, blieb hartnäckig und unangenehm – und lag auch beim 20:19 noch vorn. Dann aber erwiesen sich die Sachsen als unhöflicher Gast: Eingeleitet von Bocks Aufschlagfehler starteten sie einen 5:1-Lauf, den Storck letztlich zum 25:22 vollendete.

Wezorke, Helo und Bock zum 5:2

Der Satz war weg, grämen aber musste sich der USC nicht. Es war ein ordentlicher und um Längen besserer Auftritt als in Niederbayern, den Münster auch nach dem Seitenwechsel fortführte. Kapitänin Barbara Wezorke, Helo Laceidera und Bock stellten auf 5:2. Die Bergmann-Truppe kämpfte, beschäftigte den DSC, war weiter mutig. Die Folge: Münster war auch zur Satzmitte (11:11) ebenbürtig.

Dumm nur, dass sich in der anderen Hälfte des Feldes eine Menge Qualität tummelte – und die spielte Dresden zum richtigen Zeitpunkt aus. Ein kleiner Zwischenspurt zum 16:13 bedeutete den letzten Führungswechsel des zweiten Durchgangs, auch weil Münster Pech hatte, als Helo nach einem eigenen Angriff den vom DSC-Block ins Aus springenden Ball noch berührt haben soll. Statt 18:19 stand es 17:20, diese Bürde war bei allem Eifer und Einsatz zu schwer. Zwei Satzbälle – darunter einen durch einen Servicewinner von Bock gegen Nationallibera Lenka Dürr – wehrte Münster noch ab, den dritten aber ließ sich Janiska nicht nehmen. 22:25, eine ergebnistechnische Dublette des ersten Abschnitts.

Helo Topscorerin, Stigrot stark

Trotz des 0:2-Satzrückstands machte Münster unverdrossen weiter, wollte die Geburtstagsparty unbedingt verlängern. Helo, die ihre beste Leistung für den USC zeigte und Topscorerin (13 Zähler) ihrer Mannschaft war, stellte auf 3:1, ein Aufstellungsfehler der Gäste ließ Münster auf 7:4 enteilen.

Dresden aber spielte den Partycrasher, wollte möglichst zügig wieder die Heimreise nach Sachsen antreten. Beim 11:11 war wieder alles ausgeglichen, Storck mit drei starken Aufschlägen am Stück zum 15:11 schob dann die Rot-Schwarzen entscheidend an. Dieses Polster transportierte Dresden mit aller Routine und Cleverness, Münsters Widerstand war spätestens nach Stigrots 21:15 gebrochen.

Wenig später stand Münsters zehnte Niederlage fest, mit Stigrot setzte Dresdens Beste den Schlusspunkt zum 25:17. Ein dann doch schnelles Ende für den USC, der auf diese Leistung aufbauen kann. „Ich nehme mehr positive als negative Dinge mit“, sagte Bergmann. Punkte aber gab es dafür auch keine, zumindest aber etwas Hoffnung auf Besserung.

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