Reiten: Global Dressage Festival in Wellington
Guter Start von Michael Klimke in die Florida-Wochen

Münster -

Für knapp drei Monate hat sich Michael Klimke vor einigen Tagen aus Münster in wärmere Gefilde verabschiedet. Das Global Dressage Festival in Wellington lockte den Dressurreiter einmal mehr, zum achten Mal ist er in Florida dabei – und erwischte an seinem ersten Turnier-Wochenende gleich einen teuflisch guten Start.

Dienstag, 19.01.2021, 18:26 Uhr
Erfolgreiches Nachsitzen: Michael Klimke belegte mit Diabolo im nachgeholten Finale der Jungen Grand-Prix-Pferde Rang drei.
Erfolgreiches Nachsitzen: Michael Klimke belegte mit Diabolo im nachgeholten Finale der Jungen Grand-Prix-Pferde Rang drei. Foto: privat

Nach dem kurzen Winter-Intermezzo mit Schnee am Samstagabend und Sonntagmorgen hat sich Schmuddelwetter in Münster breitgemacht. Sieben Grad und Dauermeimel – alles andere als einladend. Da kann man die gute Laune von Michael Klimke sehr gut nachvollziehen. Temperaturen locker über 20 Grad, dazu Sonnenschein, nur selten getrübt von ein paar Wölkchen. So lässt es sich aushalten. „Ich bin froh, hier zu sein“, sagt der Dressurreiter des RV St. Georg Münster denn auch. Mit „hier“ meint er Wellington im US-Bundesstaat Florida, wo Klimke aber alles andere als Urlaub macht. Beim zehnten Global Dressage Festival sattelt der 51-Jährige seine Pferde, bereits zum achten Mal ist er dabei. Fast Routine, wäre da nicht dieses Coronavirus.

Am 4. Januar ging die Reise für seine sieben Pferde los, Transport und Flug „haben reibungslos“ geklappt. Nach der (nicht coronabedingten) Quarantäne sind seine sportlichen Vierbeiner gut in Schuss für die kommenden Wochen und die bis zum 4. April anstehenden Turnier-Wochenenden. Das erste hat Klimke bereits hinter sich, Harmony’s Diabolo musste nachsitzen. Das Finale der Jungen Grand-Prix-Pferde, das wegen des Einsetzens der Pandemie vor einem Jahr abgesagt wurde, fand nun im zweiten Anlauf statt – und verlief für den Vorsitzenden des RV St. Georg mehr als zufriedenstellend. Mit dem elfjährigen Hannoveraner wurde er, nachdem das Duo in der Einlaufprüfung (Intermediaire II) Fünfter war, mit 70,815 Prozent Dritter. Vor leeren Rängen, was in den USA nicht selbstverständlich ist, sind doch bei den Playoff-Spielen der NFL Zuschauer in den Stadien erlaubt. Auf der Anlage des amerikanischen Dressur-Mekkas aber herrschen strenge Hygieneregeln. „Und in Restaurants und Bars, die hier alle offen sind, gehen wir nicht“, sagt Klimke. Vorsicht ist oberstes Gebot.

Das gilt auch für seine Nichte Greta Busacker. Die Tochter von Ingrid Klimke begleitet ihn in Florida, macht derzeit ein Praktikum im Sunshine State, schaut dem brasilianischen Springreiter und Olympiasieger von 2004, Rodrigo Pessoa, über die Schulter. Es gibt schlechtere Lehrmeister – und schlechteres Wetter.

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