Reiten: Turnier der Sieger
Frühzeitige Absage – auch 2021 wird vor dem Schloss nicht geritten

Münster -

Schon ein halbes Jahr vor dem geplanten Start steht fest, dass das Turnier der Sieger auch 2021 nicht stattfindet. Vernünftige Planungen sind derzeit nicht möglich. Ohne Zuschauer soll das sonstige Massenevent aber auf keinen Fall über die Bühne gehen.

Freitag, 05.02.2021, 07:49 Uhr
Reiten vor dem Schloss? Auch nicht 2021
Reiten vor dem Schloss? Auch nicht 2021 Foto: Jürgen Peperhowe

Die Entscheidung überrascht, ist aber konsequent. Gut sechs Monate vor dem geplanten Termin (19. bis 22. August) hat der Vorstand des gastgebenden Westfälische Reiterverein beschlossen, das Turnier der Sieger abzusagen. Damit findet die traditionsreiche Veranstaltung vor dem Schloss wie schon im vergangenen Sommer nicht statt – und Münster bleibt damit 2021 ohne großes Reitturnier, da bereits der K+K-Cup im Januar wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste.

Entscheidung am Mittwochabend

Am Mittwochabend fiel der Entschluss, der „uns nicht leicht gefallen ist“, wie Präsident Hendrik Snoek erklärte. „Doch die Situation lässt uns keine andere Wahl. Auch im Sommer wird es mit der Corona-Impfung noch nicht ausreichend weit vorangeschritten sein. Daher können wir unsere Veranstaltung nicht so durchführen, wie wir es uns vorstellen. Ein Turnier der Sieger ohne Zuschauer auf den Tribünen, ohne Besucher auf der Plaza, ohne das VIP-Zelt und das Friedensreiterfest ist nicht das, was das Turnier auszeichnet und was wir gerne möchten“, sagt Snoek und verweist dabei auf die einmalige Atmosphäre vor Münsters Barockschloss.

Ganz nebenbei spielen auch finanzielle Aspekte eine Rolle bei der Absage, schließlich müsste das Gelände samt der Reitplätze eigens aufgebaut und hergerichtet werden – „riesige Kosten“ und ein immenser Aufwand bei fehlenden Einnahmen aus Kartenverkäufen, lockte das TdS doch in den Jahren vor Corona knapp 30.000 Zuschauer an den vier Tagen an.

Kommentar: Bitter, aber richtig

Es ist dem Westfälischen Reiterverein ganz sicher nicht leicht gefallen, das Turnier der Sieger nach 2020 ein zweites Mal abzusagen. Doch die Corona-Pandemie hat auch den Reitsport im Würgegriff, eine verlässliche Planung einer Großveranstaltung wie des TdS ist trotz der angelaufenen Impfungen nicht seriös möglich. Da ist die Entscheidung verständlich und richtig – auch wenn sie bitter schmeckt. Das Turnier vor dem Schloss lebt von seinem Flair, seiner Atmosphäre. Und die fehlen – wie die großen Reitturniere der Stadt Münster. Henner Henning

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Die getroffene Entscheidung teilen Snoek und seine Mitstreiter in diesen Tagen allen relevanten Partnern wie der Stadt, den Reitsportverbänden, den Sponsoren oder Mitgliedern des Westfälischen Reitervereins, die postalisch noch einmal eine Erklärung erhalten, mit. Transparenz ist dem Turnierchef wichtig, der für den Sommer 2022 ein Comeback des großen Reitsportevents verspricht.

„Wir bleiben dabei, geben nicht auf und wollen 2022 dafür etwas Besonderes machen“, sagt der 72-Jährige. Immer verbunden mit der Hoffnung, dass die Pandemie dann Geschichte ist und auch das Turnier der Sieger wieder in gewohntem Maße stattfinden kann. Doch in diesem Sommer wird es keinen Spitzenreitsport vor dem Schloss geben.

Turnier der Sieger 2019 - Tag 1

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  • Theresa Zölzer auf Whynona

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  • Wilhelm und Heike Strunk bekommen von Hendrik Snoek den Ramzes-Preis

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  • Bianca Nowag gewinnt mit Escorial das Westfalenwappen

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  • Johanna Klippert auf Fashion in Black ist Siegerin im Optimum

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  • Ingrid Klimke siegte mit Franziskus vor heimischer Kulisse.

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  • Vor dem Schloss gewann sie den Grand Prix und freut sich sichtlich über diesen Erfolg.

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  • Zweite wurde Jil-Marielle Becks mit Damon’s Satelite.

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  • Die 22-Jährige hatte noch kurz vorher bei der Nachwuchs-EM Team-Gold und Einzel-Bronze gewonnen.

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  • Hubertus Schmidt mit Bonamour wurde Dritter.

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  • Ingrid Klimke auf Franziskus bei der Siegerehrung mit Turnierchef Hendrik Snoek.

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  • Charlott-Maria Schürmann auf Burlington bekam den Sonderpreis.

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  • Ingrid Klimke mit Tochter Philippa

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  • Michael Klimke, der Bruder von Ingrid Klimke, und Bundestrainerin Monika Theodorescu als Zuschauer

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  • Anabel Balkenhol, platziert an sechster Stelle, lobt ihre Stute Davinia la Douce: „Davinia war von der Rittigkeit so, wie ich sie mir vorgestellt hatte“.

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  • Turnierchef Hendrik Snoek

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  • Juan Pablo Matute Guimon auf Quantico

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