Fußball: Westfalenliga
Kapitän Tollkamp klettert auf Brücke des TuS Hiltrup

Münster -

Der TuS Hiltrup hat einen neuen Kapitän auf der Brücke. Daniel Tollkamp hat bei den Fußballern das Kommando von Rolf Neuhaus übernommen, der zum Präsidenten des Gesamtvereins aufgestiegen ist. Sein Nachfolger hat derweil klare Vorstellungen über den künftigen Kurs.

Sonntag, 28.03.2021, 16:36 Uhr
Die neue Doppelspitze: TuS-Vereinspräsident Rolf Neuhaus (am Tisch, l.) und sein Nachfolger als Fußball-Chef Daniel Tollkamp (M.)
Die neue Doppelspitze: TuS-Vereinspräsident Rolf Neuhaus (am Tisch, l.) und sein Nachfolger als Fußball-Chef Daniel Tollkamp (M.) Foto: TuS Hiltrup

Er ist in der münsterischen Fußballszene kein unbeschriebenes Blatt. Aber auch kein ausgefüllter Bogen. Das kann und dürfte sich aber bald ändern. Denn Daniel Tollkamp hat klare Vorstellungen, was ihn in seinem neuen Amt erwartet und wie er die Funktion des Fußball-Abteilungsleiters beim TuS Hiltrup ausüben möchte. „Ich möchte nicht verwalten, sondern gestalten“, deutet der 47-Jährige seine Entschlossenheit zur Initiative an. Und er setzt nach: „Ich möchte, dass der TuS in Münster gleich hinter den Preußen genannt wird.“

Alles andere als ein Lippenbekenntnis. Dazu genügt schon ein Blick auf die zurückliegenden drei Jahre, in denen er sich beim Westfalenligisten als Stellvertreter von Rolf Neuhaus , der nun in das Präsidentenamt des Gesamtvereins gewählt wurde, um die Jugend kümmerte. „Da hat er einiges auf den Weg gebracht und verbessert“, sagt Neuhaus. Tatsächlich hat Tollkamp, aktuell auch noch Altherren-Obmann, viele Helfer für den Nachwuchs gewinnen und den Jugend-Vorstand komplett neu aufstellen können. 22 Mitglieder umfasst der Kreis, der Kern setzt sich aus sechs Leuten zusammen. „Ich werde die Jugend im Auge behalten. Getreu dem Motto „fördern und fordern“, verspricht der Verwaltungsbeamte, der für den Club vom Osttor auch eine Kooperation mit gleich zwei Fußballschulen auf den Weg gebracht hat.

Tollkamp will die Jugend im Auge behalten - und einen eigenen Stil prägen

Und doch kommt nun sein Wechsel zu den Senioren. Mit seinem Vorgänger an der Seite. Wohl auch mit dem einen oder anderen Doppelpass. „Das hat immer gepasst. Er stand immer Rede und Antwort, ließ mich aber schalten und walten.“ Klingt nach einem vielversprechenden Gespann. Zumal es nicht einmal eine flüchtige Idee war, auf die Erfahrung und Kompetenz seines Amtsvorgängers zu verzichten. „Rolf hat die Weichen gestellt, hat tiefe Spuren gezogen. Da werde ich nichts aufreißen, aber schon einen eigenen Stil verfolgen“, sagt Tollhaus.

Er ist vorbereitet – die Amtsübernahme war es auch. Auch wenn Tollkamp, dessen Rolle als Stellvertreter der bisherige Jugendleiter Thorsten Neuhaus – nicht verwandt mit dem neuen Clubchef – übernimmt, nicht viel Stallgeruch mitbringt. Den gebürtigen Hiltruper führte es über Handorf zunächst nach Laggenbeck und Ibbenbüren sogar für vier Jahre nach Kroatien. „Viel Fußball habe ich nicht gespielt“, verrät er. In der Jugend in Albachten und Gievenbeck, später bei Teutonia Coerde, ehe es zum Tus ging. „Aber ich bin ein Fremdsportler“, gesteht er – und damit seine eigentliche Vorliebe für Basketball.

Ich bin nicht weg

Rolf Neuhaus, der statt die Fußballer nun den Gesamtverein führt

Nun aber führt er eine interessante Fußballabteilung. Die die Handschrift von Rolf Neuhaus trägt – und auch zukünftig mit dessen „Notizen“ versehen werden dürfte. „Als Präsident bin ich jetzt eben für alle zuständig“, grinst der 64-Jährige: „Ich bin nicht weg, muss mich jetzt nur um zusätzliche Dinge kümmern. Aber die Abteilungen funktionieren ja in sich.“ Im Herzen ist und bleibt er Fußballer. Die Satzung des TuS verlangt derweil ein (Vereins-)Oberhaupt und Abteilungsleiter. Gemeinsam tragen sie Verantwortung. Bei den Kickern irgendwie als Doppelspitze.

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