Fußball-Serie: Zehn Jahre nach dem Preußen-Aufstieg
Wenn Stefan Kühne zum Captains Dinner in der Mensa bat

Münster -

Was macht ein Kapitän, wenn sein Schiff sinkt? Er bleibt drauf bis zuletzt. Und wenn das Schiff aber so richtig Fahrt aufnimmt, dann steht der Kapitän auf der Brücke und führt die Mannschaft mit leichter Hand. So wie der Aufstiegs-Capitano von 2011, Stefan Kühne. Von Ansgar Griebel
Donnerstag, 08.04.2021, 11:02 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.04.2021, 11:02 Uhr
Wenn Stefan Kühne Fahrt aufnahm, war der Capitano nur schwer zu stoppen. Hier macht sich Sercan Güvenisik auf die erfolglose Verfolgungsjagd.
Wenn Stefan Kühne Fahrt aufnahm, war der Capitano nur schwer zu stoppen. Hier macht sich Sercan Güvenisik auf die erfolglose Verfolgungsjagd. Foto: Jürgen Peperhowe
Als der Trainer anrief, war der Kapitän schon an Bord. „Daran kann ich mich noch gut erinnern“, sagt Stefan Kühne, „ich saß mit meiner damaligen Freundin schon im Flugzeug. Kurz vorm Start in den Urlaub nach Kuba, die Telefone hätten eigentlich schon längst abgeschaltet sein müssen.“ Kühne ignorierte die bösen Blicke rundum und ging ran. „Und das war gut so. Das habe ich nie bereut.“ Am anderen Ende der Leitung war Marc Fascher, der den Abwehrmann vom FC Carl Zeiss Jena zum Regionalligisten Preußen Münster locken wollte. „Geht klar“, sagte Kühne, „ein Mann ein Wort.“ Dann hob er ab in den Urlaub. Auf Kuba funkte Fascher seinen Mann aus Jena noch einmal an, ob er sich noch an das Gespräch erinnern könne.
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