Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets wollen schwarze Serie beenden

Münster -

Nach dem Spiel gegen Bochum ist vor dem Spiel gegen Bochum – und danach gleich noch einmal, weil es so schön ist. Aber ist es das wirklich? Dreii Mal haben die WWU Baskets in dieser Spielzeit schon gegen die VfL SparkassenStars gespielt – und drei Mal verloren. Aller schlechten Dinge wären damit drei – damit ist es jetzt vorbei ...

Dienstag, 04.05.2021, 17:30 Uhr aktualisiert: 05.05.2021, 08:40 Uhr
Marck Coffin will die Baskets im vierten Anlauf zum ersten Sieg gegen Bochum in dieser Spielzeit führen.
Marck Coffin will die Baskets im vierten Anlauf zum ersten Sieg gegen Bochum in dieser Spielzeit führen. Foto: Jürgen Peperhowe

Der wegen der Corona-Pandemie veränderte Playoff-Modus – ob nun gelungen oder nicht, sei dahingestellt – macht es möglich, dieses schnelle Wiedersehen zwischen den WWU Baskets Münster und den VfL SparkassenStars Bochum. Im Halbfinale treffen die beiden aufstiegswilligen und im Vorfeld als Favoriten gehandelten Rivalen in Hin- und Rückspiel aufeinander, nur ein Verein aus Westfalen schafft den Sprung in die 2. Bundesliga Pro A. Die Bilanz seit Münsters Zugehörigkeit zur Pro B spricht für die Ruhrgebietler, die fünf der sieben Partien seit der Spielzeit 2018/19 für sich entschieden haben.

Einziger Sieg 2019

Im Aufstiegsjahr der Baskets kassierte der Neuling in Bochum eine 77:87-Niederlage, revanchierte sich aber in der Rückrunde mit dem 80:64 – und marschierte damals bis ins Playoff-Finale. Einen Vorgeschmack, wie eng die beiden Kontrahenten nicht nur geografisch, sondern auch sportlich beieinanderliegen, gab die vergangene Saison, in der es im Dezember 2019 binnen Wochenfrist zu zwei Krimis gekommen war. Den ersten gewann der VfL am Berg Fidel mit 66:65, weil Bochums Conner Washington traf und Münsters damaliger Publikumsliebling Jojo Cooper seinen Wurf nicht in der Reuse unterbringen konnte. Ein Herzschlagfinale, das sich dann postwendend in der Rundsporthalle am Ruhrstadion wiederholte – mit dem besseren Ende für die Baskets, die sich nach Verlängerung mit 73:67 durchsetzten. Drei Monate später wurde die Saison pandemiebedingt abgebrochen, weitere Duelle fielen demnach aus.

Schwarze Weste in der laufenden Saison

Derer drei gab es in der aktuellen Spielzeit, alle drei gewann Bochum. Am 7. November 2020 legten die Baskets in Bochum einen katastrophalen Start aufs Parkett, lagen nach 7:27 Minuten mit 8:27 im Hintertreffen. Beachtlich, dass sie sich in der Folge noch einmal herankämpften (64:68 in Minute 32), ein 8:0-Lauf des VfL aber entschied die Partie, in der ­beim 84:71 Niklas Geske (20 Punkte) und Marck Coffin (21) die Topscorer ihrer Teams waren.

Spannung bis zum Buzzer

Vier Monate später am 6. März waren es die Münsteraner, die vorlegten und dank eines fulminanten zweiten Viertels (von 28:28 auf 41:28 und später auf 47:30) davonzogen. Doch fünf ganz schwache Minuten nach Wiederbeginn brachten den VfL wieder heran, letztlich besorgte Miquel Servera seiner Mannschaft 13 Sekunden vor Schluss von der Freiwurflinie den 86:85-Sieg, weil Münsters Cosmo Grühn mit der Sirene aus der Distanz scheiterte.

Rechnung ist noch offen

Der letzte Wurf der 40 Minuten gehörte auch am vergangenen Samstag im letzten Gruppenspiel der zweiten Playoff-Phase den Baskets: Jan Königs Dreier aber endete am Ring, das 92:95 stand. Zuvor hatte sich Bochum wie schon im März nach der Pause mit ganz starken Minuten, in denen Münster sich zu viele Fehler leistete, in Position gebracht. 69:53 führte der Nordmeister bereits, ehe der Hauptrunden-Dritte von der Aa eine Aufholjagd startete. Die endete erfolglos, weil Elijah Allen 0,9 Sekunden vor dem Ende traf.

Fortsetzung folgt: Am Freitag (20 Uhr) und am Sonntag (19 Uhr), wenn alles wieder von vorne beginnt.

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