Viele Herausforderinnen für Titelverteidigerin Ingrid Klimke
Damenwahl mit bunter Mischung

Seit 1971 führen die Westfälischen Nachrichten die Sportlerehrung durch. Zunächst nur in einer Kategorie. 1993 nabelten sich die Damen ab, seitdem haben sie ihre eigene Wertung und die feierliche Würdigung besonderer Leistungen im GOP-Varieté hat auch einen Ladies-Teil. Wobei es nie so war, dass die Sportlerinnen im langen Schatten der Männer standen. Bereits 1976 ließ Leichtathletin Regina Schiek alle Konkurrenten beider Geschlechter hinter sich.

Samstag, 15.12.2018, 10:38 Uhr aktualisiert: 15.12.2018, 11:04 Uhr
Siegerinnen-Ehrung 2017: WN-Sportchef Alexander Heflik im Gespräch mit Siegerin Ingrid Klimke, der Zweitplatzierten Tabea Christ (re.) und Elke Markwort (li.). Letztgenannte nahm die Auszeichnung für Tochter Ida Kruse entgegen.
Siegerinnen-Ehrung 2017: WN-Sportchef Alexander Heflik im Gespräch mit Siegerin Ingrid Klimke, der Zweitplatzierten Tabea Christ (re.) und Elke Markwort (li.). Letztgenannte nahm die Auszeichnung für Tochter Ida Kruse entgegen. Foto: Jürgen Peperhowe

Die erste Damen-Wahl gewann Volleyballerin Beate Bühler. Sechs Jahre später galt der größte Applaus erstmals Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke. Die inzwischen 50-Jährige wird ihre Pokale kaum mehr zählen können, zehn Mal wurde sie zu Münsters Sportlerin des Jahres gekürt – eine beispiellose Serie, Ende offen. Klimke ist offenbar nimmermüde und schrieb auch im auslaufenden Jahr Schlagzeilen. Bei den Weltreiterspielen in Tyron (USA) gewann sie auf Hale Bob die Bronzemedaille. Erst ein Abwurf am letzten Hindernis kostete das Paar Gold. Ganz gewiss zählt die Reitmeisterin aus den Reihen des RV St. Georg erneut zu den Anwärterinnen auf den Titel „Sportlerin des Jahres“. Doch die Konkurrenz ist groß, nachfolgend eine Auswahl.

► Martina Boscher: Die Sportlerin von den Bogenschützen Münster kehrte als Mannschafts-Weltmeisterin von den Titelkämpfen aus Italien zurück. Auch im Einzelwettbewerb landeten ihre Pfeile zuverlässig im Zentrum. Als Fünfte verpasste sie eine weitere Medaille nur knapp.

► Dilara Gökalan: Eine junge Frau lässt die Fäuste fliegen. Bei den Deutschen U-21-Meisterschaften in Moers verteidigte die Athletin vom Boxzentrum Münster in der Klasse bis 60 Kilogramm ihren Titel souverän. Darüber hinaus wurde Gökalan als beste Technikerin des Turniers ausgezeichnet.

Stimmen Sie mit ab!

Wählen Sie bis zum 13. Januar 2019 Münsters Sportler, Sportlerin, Mannschaft und Juniorsportler des Jahres 2018. Sie haben vier Stimmen, mit denen Sie die nach Ihrer Meinung beste Mannschaft, beste Sportlerin, den besten Sportler und den besten Juniorsportler auswählen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder entscheiden Sie sich für einen Kandidaten aus unserer Vorschlagsliste oder Sie schlagen selbst Kandidaten vor, die Ihnen im Laufe des Jahres imponiert haben, aber nicht aufgeführt sind. Hier geht es zum Online-Formular!

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► Sarah Kay: Vier Jahre nach dem Gewinn von WM-Bronze hätte sich die Voltigiererin des PSV Haus Getter beinahe erneut Edelmetall geschnappt. Bei den Weltreiterspielen in Tyron (USA) schrammten die Studentin und ihre Longenführerin Dina Menke mit Sir Valentin als Vierte denkbar knapp am Podestplatz vorbei.

► Ida Kruse: Bei den Damen-Europameisterschaften in Glasgow saß die Studentin vom Ruderverein Münster mit Sophie Oksche, Frauke Hacker und Alexandra Höffgen im Boot. Ein starkes Quartett, das sich ins A-Finale ruderte und die Titelkämpfe schließlich auf Platz sechs beendete.

Sportlerin des Jahres 2018: Die Kandidatinnen

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  • Die 20-Jährige konnte in diesem Jahr ihren Deutschen Meisterschaftstitel in der U21-Klasse bis 60 Kilogramm verteidigen. Erst 2014 hatte sie begonnen, an Wettkämpfen teilzunehmen.

    Foto: Boxzentrum Münster
  • Die Münsteraner Boxerin Dilara Gökalan ist nominiert zur Wahl der Sportlerin des Jahres. Als Boxerin beim Boxzentrum Münster war sie 2018 für die Europameisterschaft der Damen nominiert.

    Foto: Boxzentrum
  • Die Dressurreiterin Helen Langehanenberg ist ebenfalls nominiert. Bei der Gewinnerin der Sportlerwahl des letzten Jahres Ingrid Klimke absolvierte sie eine Ausbildung zur Pferdewirtin.

    Foto: Jochen Lübke
  • Lange Zeit ritt Langehanenberg auf Damon Hill, mit dem sie unter anderem 2012 bei den Olympischen Spielen in London die Team-Silbermedaille und 2014 mit der deutschen Mannschaft bei der WM die Goldmedaille gewann.

    Foto: Marius Becker
  • Ihr aktuelles Pferd Damsey ist bereits ihr fünftes Turnierpferd. 2017 wurde sie mit ihm bei der Deutschen Meisterschaft vierte in der Grand Pix Kür. Mitte 2018 kehrte sie aus einer fünfmonatigen Babypause zurück.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Zur Wahl der Sportlerin des Jahres 2018 ist auch Ruderin Ida Kruse nominiert.

    Foto: Detlev Seyb/meinruderbild.de
  • Bei der U23-WM in Plovdiv (Bulgarien) holte die 21-Jährige überraschend die Bronze-Medaille. Ab Frühjahr 2019 wird sie ihr Studium in Ohio (USA) abgeschlossen haben.

    Foto: RVM
  • Im deutschen Frauen-Vierer erreichte sie bei den Europameisterschaften 2018 den sechsten Platz.

    Foto: D. Seyb
  • Die Dressur- und Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke ist ebenfalls zur Wahl der Sportlerin des Jahres nominiert. Im letzten Jahr wurde sie zur Sportlerin des Jahres 2017 gewählt, nachdem sie bei den Europameisterschaften in Polen die Goldmedaille gewann.

    Foto: Jochen Lübke
  • Ihren ersten internationalen Wettkampf bestritt sie 1991 bei den Europameisterschaften der ländlichen Reiter. Mittlerweile hat die erfahrene Reiterin ein eigenes Reitmagazin. Kein anderer Sportler und keine andere Sportlerin wurden so oft wie sie Sportler*in des Jahres: die Auszeichnung erhielt Klimke bereits zehn mal.

    Foto: imago sportfotodienst
  • Bei den olympischen Spielen 2016 konnte sie mit ihrem Pferd Hale Bob die Silbermedaille gewinnen. 2008 und 2012 stand sie ganz oben auf dem Podest.

    Foto: Franck Robichon
  • Ivana Vanjak vom USC Münster.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Als Außenangreiferin spielt sie auch in der deutschen Nationalmannschaft und wurde bei der Weltmeisterschaft 2018 in Japan mit dem deutschen Team elfter.

    Foto: imago/Kenjiro Matsuo
  • Die Volleyballspielerin Ivana Vanjak spielt seit der Saison 2017/18 beim USC Münster. Vorher war sie auch beim Bundesligisten 1. VC Wiesbaden unter Vertrag.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Auch die Tennisspielerin Manon Kruse ist für die Wahl nominiert. In diesem Jahr gewann sie mit dem deutschen Team die Ü35-Weltmeisterschaft der Tennis-Jungsenioren.

    Foto: Lana Roßdeutscher
  • Die 38-Jährige Kruse schlägt für den Zweitligisten TC Union Münster auf. Während sie im letzten Jahr bei der WM zwei Bronze- und eine Goldmedaille gewann, hingen nach der diesjährigen WM drei goldene Medaillen an ihren Hals.

    Foto: fotoideen.com
  • 2018 scheiterte sie zum dritten mal in Folge bei den Tennis-Westfalenmeisterschaften an Katharina Gerlach, 2016 und 2017 jeweils im Finale, 2018 war schon im Halbfinale Endstation.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Westbevernerin Martina Boscher ist als Bogenschützin nominiert. Im September diesen Jahres nahm sie an ihrem ersten internationalen Turnier, den Feldbogen-Weltmeisterschaften in Cortina in Italien teil.

    Foto: Ralf Aumüller
  • Zunächst gingen die Deutschen von einem unglücklichen zweiten Platz aus, doch nach einem stattgegebenen Protest wegen eines Meßfehlers auf der Bahn war plötzlich der Weg zum Titel frei.

    Foto: Lisa Unruh
  • Boscher ist amtierende Landesmeisterin mit dem Blankenbogen im 3D-Parcours und wurde bei den deutschen Feldbogen-Meisterschaften dritte.

    Foto: Biniossek
  • Akrobatisch: Die Voltigiererin Sarah Kay ist zur Sportlerwahl des Jahres nominiert.

    Foto: imago sportfotodienst
  • 2017 gewann die Münsteraner Studentin die Deutsche Meisterschaft im Voltigieren und wurde Vize-Europameisterin.

    Foto: Lynn Hey
  • Bei den Weltmeisterschaften 2018 in Tryon (USA) wurde sie auf ihrem Pferd Sir Valentin vierte.

    Foto: Daniel Kaiser

► Manon Kruse: Die herausragende Zweitliga-Spielerin vom Tennisclub Union Münster trumpfte bei den Weltmeisterschaften der Jungsenioren in Miami ganz groß auf. Kruse gewann die Titel im Einzel, im Mixed und mit dem Team.

► Helen Langehanenberg: Wenige Wochen nach der Geburt ihrer zweiten Tochter saß Helen Langehanenberg bereits wieder im Sattel. Beim CHIO in Aachen steuerte sie auf Damsey ein Top-Ergebnis zum Sieg der deutschen Dressur-Equipe im Nationenpreis bei.

► Ivana Vanjak: Mit starken Leistungen im Team des USC gelangte die Volleyballerin ins Notizbuch von Bundestrainer Felix Koslowski. Der nahm sie mit zur Weltmeisterschaft nach Japan, Vanjak bedankte sich mit fabelhaften Vorstellungen. Dem Höhenflug folgte ein Schock: Im November zog sich die Spielerin während des Bundesliga-Punktspiels in Potsdam einen Kreuzbandriss zu.

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