Sportlerwahl Münster 2018
Zu Lande, zu Wasser und zu Pferd – Vereine bringen sich in Stellung

Münster -

Die verschiedenen Vereine und Sportarten bringen sich in Stellung für die finale Abstimmung zu Münsters Sportlern des Jahres. Der USC Münster und seine Volleyballerinnen sind vielfach vertreten, aber auch die Preußen und der 1. FC Gievenbeck sowie die Ruderer sind stark dabei. Nicht zu vergessen: die Reiter.

Dienstag, 08.01.2019, 16:48 Uhr aktualisiert: 09.01.2019, 14:00 Uhr
Buenos Aires war eine der herausragenden Stationen der münsterischen Sportler: Bei den Olympischen Jugendspielen segelte Romy Mackenbrock und David Schepp warf den Speer.
Buenos Aires war eine der herausragenden Stationen der münsterischen Sportler: Bei den Olympischen Jugendspielen segelte Romy Mackenbrock und David Schepp warf den Speer. Foto: Matias Capizzano/World Sailing

Bis zum Wochenende sind die Wahllokale geöffnet – und dennoch stehen die ersten Gewinner dieser Sportlerwahl bereits fest: Der USC Münster hat sich mit vier Nominierungen am häufigsten auf den Vorschlagslisten verewigt und mit den Nationalspielerinnen Ivana Vanjak (Frauen), Luisa Keller (Juniorinnen) sowie dem Bundesliga-Team und dem Beach-Duo Teresa Mersmann/Cinja Tillmann gleich vier Anwärter in drei Kategorien aussichtsreich im Wettbewerb. Der Verein stellt damit gleichzeitig die Pritsch- und Baggergilde bei der 2018er-Kür bestens auf. Mit einem Quartett sind allerdings auch die Fußballer flächendeckend vertreten: Die Preußen schicken ihre Drittliga-Formation im Kollektiv und Keeper Max Schulze Niehues als Solisten ins Rennen, der 1. FC Gievenbeck ist mit seinen Oberliga-Aufsteigern sowie U-17-Nationalspielerin Maria Luisa Groß prominent dabei. Und beide Clubs haben zudem jeweils ein drittes brandheißes Eisen im Feuer: Der FCG bejubelte im abgelaufenen Jahr auch die deutsche Mannschaftsmeisterschaft seiner Tischtennis-Junioren, der SCP war mit Speerwerfer David Schepp sogar bei den Olympischen Jugendspielen vertreten.

Nun haben die Kandidaturen der Volleyballer und Fußballer naturgemäß Hand und Fuß, bekommen aber massive Konkurrenz von Disziplinen, die traditionell die Kernkompetenzen des münsterischen Sports vertreten. Immerhin gehen gleich vier Kandidatinnen hoch zu Ross ins Rennen – mehr oder weniger hoch zumindest: Emily Roberg hat ihre großen Erfolge im Jahr 2018 auf dem Rücken eines kleinen Pferdes erzielt. Auf Sandro wurde die 14-Jährige Deutsche Meisterin bei den Pony-Vielseitigkeitsreitern – und sicherte sich zuvor Rang vier bei den Europameisterschaften. Eine Nummer größer geht es bei Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke (Bronze bei den Weltreiterspielen im US-amerikanischen Tryon), Dressurspezialistin Helen Langehanenberg und Voltigiererin Sarah Kay (Platz vier in Tryon) zur Sache. Das Trio zeigte auf dem Rücken der Pferde in den jeweiligen Spezialdisziplinen Bestleistungen auf internationalem Niveau – wieder einmal: Alle drei sind nicht neu auf der Vorschlagsliste. Rekordsiegerin Klimke und Langehanenberg sind sogar Dauergäste,

Langehanenberg wird das Jahr 2018 vor allem aber als Geburtsjahr von Töchterchen Fine in bester Erinnerung bleiben, das bärenstarke und blitzschnelle Comeback im Sattel bei den Championaten in Aachen und Münster sorgte für die passende Begleitmusik.

Noch prominenter als die Abteilung Hufe und Hafer sind allerdings die Wassersportler vertreten, die mit Ida Kruse und Felix Brummel vom RV Münster zwei Besatzungsmitglieder in den Deutschland-Vierern stellten und zudem den schnellen Sprint-Achter als amtierenden Deutschen Vize-Meister ins Rennen schicken. Mit Segeln statt Rudern sorgten die Juniorensportler Romy Mackenbrock als Mitglied des deutschen Teams bei den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires und Christoph Möhring bei den U-21-Europameisterschaften im schwedischen Bastad im abgelaufenen Jahr für Furore.

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