Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften
Titelverteidiger mit blauem Auge

Münster -

Da flammte der Glanz des Vorjahres wieder auf, als Martin Lambert, Kapitän des Titelverteidigers BSV Roxel voller Stolz zum Mischpult schritt. 

Dienstag, 27.12.2016, 08:12 Uhr

Für Joshua Roth (oben rechts) und BW Aasee war früh Schluss, Wackers Sebastian Heß (l.) ist weiter dabei.
Für Joshua Roth (oben rechts) und BW Aasee war früh Schluss, Wackers Sebastian Heß (l.) ist weiter dabei. Foto: fotoideen.com

Christian Wielers , der Abteilungsleiter des Gastgebers 1. FC Gievenbeck , nahm ihm vor dem ersten Spiel den Wanderpokal ab, den sein Team im letzten Jahr durch den Turniersieg errungen hatte.

Er tauschte ihn gegen einen normalen Pott ein, der fortan den Trophäenschrank der Kleeblätter ziert. Tatsächlich begann die Mannschaft von Trainer Stephan Zurfähr die Mission Titelverteidigung erfolgreich und schlug SG Dyckburg erwartungsgemäß mit 5:0. Jedoch gelang nur dank eines 2:2 gegen den punktgleichen IKSV Münster das Weiterkommen, sodass Roxel als einer der Mitfavoriten holprig ins Turnier fand.

Hallenfußball-Stadtmeisterschaften in Münster - 1. Vorrunden-Tag

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  • Abdel Mouakit (li., Albachten) und re. Milan Schneider (Marathon)

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  • Isse Sander (oben, Gelmer) und unten Julian Kampschulte (BW Aasee)

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  • Laurenz Erren (Amelsbueren, oben) und unten Sebastian Bexten (Nienberge)

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  • Sebastian Hess (li., Wacker) + re Joshua Roth (BW Aasee)

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  • Fabian Flessner (li., Dyckburg) und re. Maik Solisch (UFC)

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  • Marko Filip (li., Gelmer) und re. Paul-Moritz Dietz (BW Aasee)

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  • Khales Galguri (IKSV, li.) + re. Tobias Brand, Gelmer)

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  • Thomas Bax (li., Dyckburg) und re. Torsten Schnaase (UFC)

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  • Yannik Gieseler (re., Wolbeck)

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  • Khales Galguri (IKSV, li.) + re. Tobias Brand, Gelmer)

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  • Schiri Team

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  • Helmut Ossenbeck

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  • Gabriel Mohagheni

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  • Yannik Gieseler

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  • Laurenz Erren (Amelsbueren, oben) und unten Sebastian Bexten (Nienberge)

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  • Yannik Gieseler (r.)

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  • Programheft

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  • Nils Groeger (li., Wolbeck) und Malte Lohnherr (Saxonia)

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  • Helmut Ossenbeck und Team

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  • Fussball Stadtmeisterschaften 2016, 1. Tag.

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  • Fussball Stadtmeisterschaften 2016, 1. Tag,

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Verteidiger Lambert , der wie im letzten Jahr bei eigenem Ballbesitz als fünfter Feldspieler agierte und den Aufbau von hinten ankurbelte, sah mangelnde Konzentration als entscheidenden Grund für die enge Kiste. „Nach zwei bis drei Tagen kommt man viel besser rein. Zwei Leute bei uns haben hier zum ersten Mal mitgemacht. Gerade im letzten Spiel haben wir uns leichtsinnige Fehler geleistet“, so Lambert.

„Schnelle Ballverluste darf man sich in der Halle nicht erlauben. Wir müssen unsere Fehler minimieren“, forderte er. Immerhin ging er selbst mit gutem Beispiel voran, zeigte im letzten Spiel bei einem Distanzschuss eine starke Parade und erzielte zuvor das erste Tor im Turnier.

Außenseiter mit Spaß

Treffsicher zeigte sich auch Khaled Galguli vom B-Ligisten IKSV Münster, der mit seinen Toren beinahe den Einzug in die nächste Runde ermöglicht hätte. Vier Mal durfte er jubeln und war damit hinter Simon Holling vom souveränen Futsal-Gast UFC Münster und Benedikt Sollik (GW Amelsbüren) der erfolgreichste Goalgetter.

Der 18-jährige Iraner ist vor 15 Monaten aus politischen Gründen nach Deutschland geflohen. Im Iran hat er in der ersten Futsal-Liga gespielt und als Jugendspieler auch beim Beachsoccer sein Glück versucht.

„Das Niveau im Iran ist beim Hallenfußball viel höher als in Deutschland. Es gibt viel mehr Plätze und Hallen. Auf dem großen Feld ist es in Deutschland aber schwerer“, sagt Galguli. Er fühlt sich sehr wohl in seinem neuen Multikulti-Team, in dem über zehn verschiedene Sprachen gesprochen werden.

Derzeit hilft ihm noch Mitspieler Gabriel Mohagheri beim Übersetzen, doch Galguli lernt Deutsch und versteht die Sprache immer besser. Schließlich ist er mit seinem Schicksal nicht allein: Seit einem halben Jahr sind auch weitere syrische Flüchtlinge im IKSV aktiv.

Der Außenseiter wollte vor allem eines haben: Spaß. Mit ähnlichen Vorsätzen war auch BW Aasee ins Turnier gegangen, konnte seinen sportlichen Ambitionen aber letztlich nicht gerecht werden. Mit nur einem Punkt schied der Bezirksligist sang- und klanglos aus. Aus privaten Gründen hatten gleich 16 Spieler nicht teilgenommen, was für Co-Trainer Tobias Steens nicht zu kompensieren war.

„Uns hat etwa Lorenzo Colazzo gefehlt, der in der Halle hervorragend ist“, sagte er. „Auch wenn die Stadtmeisterschaften nicht erfolgreich waren, war es ein super Jahr. In der Rückrunde sind wir traditionell stärker, deshalb blicke ich optimistisch auf 2017“, so Steens.

In einer ausgeglichenen Gruppe hatte Aasee das Nachsehen und musste sich Wacker Mecklenbeck und GW Gelmer geschlagen geben, das wegen eines späten 1:0-Sieges durch Orhan Pendovski gegen die Pechvögel von Eintracht Münster als Erster weiter kam.

1462 Zuschauer zum Auftakt

Spieltag eins brachte eine ganze Menge Tore mit sich. Am Ende waren es 80. Bei der 40. Stadtmeisterschaft bringt auch jeder 40. Treffer einen Sonderpreis (40 Euro), den als erster Maik Solisch (UFC) in Empfang nehmen durfte dank seines 5:0 beim höchsten Erfolg des Nachmittags (8:0 gegen die SG Dyckburg). Teamkollege Christoph Rüschenpöhler zauberte und wurde zum Spieler des Tages gewählt.  

Jens Klatt vom punktlos ausgeschiedenen SC Gremmendorf sicherte sich mit dem letzten Treffer des Tages später ebenfalls die ausgelobte Prämie. Die mäßige Zuschauerzahl des Starttages: 1462. Die erfrischend unauffälligen Schiedsrichter kamen ganz ohne Zeitstrafen und Karten aus.

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