Rroma Kulturverein Münster zahlt reichlich Lehrgeld und hat Spaß
Dabei sein ist alles für den Rroma Kulturverein

Münster -

Vier Spiele, vier Niederlagen – aber reichlich Spaß an der Freud und natürlich am Fußball: Der Rroma Kulturverein gab am Eröffnungstag der Stadtis seine Visitenkarte ab. Es war zwar nur eine Stippvisite, aber sicher nicht der letzte Besuch des neuen „Players“ in Münsters Fußballszene.

Donnerstag, 26.12.2019, 20:12 Uhr aktualisiert: 27.12.2019, 08:28 Uhr
Trotz des Turnier-Aus bei bester Laune: der Rroma Kulturverein Münster
Trotz des Turnier-Aus bei bester Laune: der Rroma Kulturverein Münster Foto: Peter Leßmann

Zum Debüt direkt Rekordbesuch. Als sie ihren ersten Auftritt als Fußballer in Münster hatten, da waren tatsächlich 500 Zuschauer gekommen. Und das zu einer Partie auf Asche in Angelmodde, angesiedelt in der Kreisliga C, mit Hohenholte als Gegner. Es gab eine Niederlage, aber das war nur eine Nebenerscheinung. Viel wichtiger war es dem Rroma Kulturverein Münster, dass es endlich losging. Denn der Verein, der sich vorwiegend aus Akteuren des ehemaligen Jugoslawien zusammensetzt, war gerade gegründet worden. Und nachdem die Formalitäten erledigt, die Spielberechtigungen eingeholt und die ersten taktischen Kniffe verinnerlicht waren, da wollten sie auch auf den Platz.

Nach drei Spielen gab es den ersten Sieg für die Neulinge, die dann direkt eine „kleine Serie“ starteten. „Zwei Siege in Folge, dann gab es wieder reichlich Niederlagen“, lacht Ronaldo Avdula , der sich als Verantwortlicher der Mannschaft sieht und selbst auch am Ball ist. Sein Vater Maser macht gemeinsam mit Semsi Avdulahi den Trainer, sein Cousin Redzep Jusufi (aus Gelmer) ist der erste prominente Neuzugang. Dass sich die Sponsoren (G+K-Gebäudereinigung) ebenfalls als Neffen des Vaters entpuppen, wird niemanden verwundern. 40 Aktive sind sie bereits, vom blutigen Anfänger bis zum erprobten Routinier. „20 Leute haben wir regelmäßig im Training, darauf können wir aufbauen“, freut sich Trainer Avdulahi.

Ja, sie sind gewillt, Fuß zu fassen in der heimischen Kickerszene. Und das voller Respekt, mit großer Freude und sportlichem Ehrgeiz. Und damit das alles so richtig greift, wollten sie auch unbedingt bei den Stadtmeisterschaften unterm Hallendach mitmischen. „Wir waren mit unserer Meldung zu spät, so dass wir zuerst eine Absage erhielten. Aber dann haben es die Verantwortlichen doch noch möglich gemacht, dass wir mitmachen können. Dafür sind wir dem 1. FC Gievenbeck unheimlich dankbar“, sagt Ronaldo Avdula.

Stadtis 2019 - 1. Vorrunden-Tag

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  • Vorrunde: GW Amelsbüren gegen SC Preußen Münster 2: Tim Brünnemann scheitert an Lukas Schell.

    Foto: Peter Leßmann
  • Impression von der Vorrundenpartie Rroma Kulturverein Münster gegen SC Preußen Münster

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  • Trotz des Turnier-Aus bei bester Laune: der Rroma Kulturverein Münster

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  • Vorrunde - GW Amelsbüren gegen SC Preußen Münster 2: Nils Burchardt (2.v.hi., SCP) - Tim Brünnemann (2.v.vo., GWA).

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  • Immer voll dabei: André Frankrone - Trainer GW Amelsbüren

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  • Vorrunde - GW Amelsbüren gegen SC Preußen Münster 2: Lukas Schell (SCP), Tim Brünnemann (GWA), Nils Burchardt (SCP)

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  • Turniersprecher Christian "Lüde" Wielers

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  • Impression von der Vorrundenpartie GW Amelsbüren gegen SC Preußen Münster 2

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  • Vorrunde: GW Amelsbüren - SC Preußen Münster 2: Nils Burchardt (2.v.li., SCP) und Alejandro Gomez (3.v.re., GWA).

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  • Vorrunde: GW Amelsbüren - SC Preußen Münster 2: Alejandro Gomez (li.) und David Matthäus (beide GWA)

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  • Vorrunde - GW Amelsbüren - SC Preußen Münster 2: Fabian Kerelaj (li., SCP) im Zweikampf.

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  • Siman Berisha - der Torhüter des Rroma Kulturvereins Münster

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  • Vorrunde: SC Türkiyem - Rroma Kulturverein: Marcio Duarte-Melao (mi., Türkiyem) im Duell mit Bajram Gashi (re., Rroma).

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  • Akrobatische Komponente bei Hallen-Kick: Redzep Jusufi (re., Rroma) und Marcio Duarte-Melao (M., SC Türkiyem) im Kampf um den Ball.

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  • Impression aus der Vorrunden-Partie SC Sprakel gegen SC Gremmendorf

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  • Ein Tor liegt in der Luft im Vorrundenspiel SC Münster 08 gegen BSV Roxel: Tim Peifer (re., 08) und Nawid Nesar (2.v.re., BSV) in Aktion.

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  • Heißes Duell im Strafraum in der Partie SC Münster 08 gegen BSV Roxel: Rami Abdel-Ghani (li.), Tim Peifer (2.v.re.), Dennis Hamsen (re., alle 08) gegen Nawid Nesar (2.v.li., BSV).

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  • Impression aus der Vorrundenpartie SC Türkiyem gegen Rroma Kulturverein Münster: Redzep Jusufi (li., Rroma) im Duell mit Engin Demirdag (re., SC Türkiyem).

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  • Bodeneinlage beim Vorrundenspiel zwischen SC Münster 08 und BSV Roxel von Thorben Hövelmann (vo., BSV) und Dennis Hamsen (hi., 08).

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  • Parade von Gremmendorfs Keeper Patrick Tabbert

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  • Impression von der Vorrundenpartie SC Münster 08 gegen BSV Roxel

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  • Impression von der Vorrundenpartie SC Sprakel gegen SC Gremmendorf

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Große sportliche Ambitionen haben sie nicht wirklich im Gepäck. Avdula bringt es kurz und prägnant auf den Punkt: „Wir bemühen uns.“ Und dann: „ Wenn wir was reißen können, machen wir weiter. Wenn nicht, gehen wir duschen und schauen dann zu.“ Sie sind halt Realisten und keine Fantasten. „Völlig egal, ob wir ein Tor oder 20 Tore schießen, Hauptsache Spaß gehabt.“

Mit dem Zählen der erzielten Tore kamen die „Rromas“ gestern mühelos nach. Dem „Oldie but goldie“ Jusufi war es vorbehalten, das erste Tor der Turnierdebütanten zu erzielen. Es war sogar die Führung in der Partie gegen Amelsbüren, die dann mit 1:5 verloren ging. Auch in den anschließenden Begegnungen gegen den SC Türkiyem (0:5), den TuS Saxonia (0:7) und die Reserve von Preußen Münster (2:7) war nichts zu machen – trotz der Turniertore zwei und drei.

In gewisser Weise laufen die Jungs vom Kulturverein am Berg Fidel incognito auf. Denn auf dem Rücken ist „FC Ibor“ aufgeflockt. Eine Reminiszenz der Aktiven an die Brücke in Mitrovica, ihrer alten Heimatstadt.

Ob sie nun in der Halle oder auf dem Feld auflaufen, sie wollen ihrem Hobby nachgehen. Als geschlossene Einheit, als disziplinierte Truppe, als Team mit Respekt. Und sie wollen vor allem Spaß haben, dann kommt der Erfolg von allein.

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