Fußball | Kreisliga A1 Ahaus/Coesfeld: SG Gronau
Minich schickt die SG nicht zum Betonmischen aufs Feld

Gronau -

Die SG Gronau ist zurück im Kreisliga-Oberhaus. Nach bitteren Jahren in der B-Liga hat der ehemalige Bezirksligist wieder den Sprung in die Kreisliga A geschafft. Und das soll keine Episode bleiben. Zum Betonmischen will Trainer Carsten Minich seine Truppe aber nicht aufs Feld schicken.

Mittwoch, 01.08.2018, 05:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 01.08.2018, 05:00 Uhr
Einen Vorgeschmack auf das Niveau in der A-Liga bekamen Mike Schmelz (vorne) und seine Mitspieler beim 1:4 im Pokal gegen Legden.
Einen Vorgeschmack auf das Niveau in der A-Liga bekamen Mike Schmelz (vorne) und seine Mitspieler beim 1:4 im Pokal gegen Legden. Foto: aho

Damit es nicht postwendend wieder abwärts geht, krempeln die Gronauer in der seit gut vier Wochen laufenden Vorbereitung die Ärmel hoch, um die Grundlage für eine erfolgreiche Saison zu legen.

„Es wäre utopisch zu sagen, dass wir oben angreifen können. Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich die nötigen Punkte zu sammeln, um mit dem Abstiegskampf erst gar nichts zu tun zu haben“, betont Carsten Minich . Das, so der SG-Trainer, solle gelingen: „Ich glaube, wir sind nicht schlechter als einige Mannschaften, die in der vergangenen Saison im Tabellenmittelfeld der A-Liga gelandet sind.“

Dabei will Minich seine Truppe als Aufsteiger keinesfalls zum Betonmischen auf den Platz schicken. „Mal defensiv zu spielen, kann zwar auch schon mal eine taktische Variante sein. Aber wir werden nicht nur mit Mann und Maus verteidigen, sondern stehen für offensiven Fußball und wollen das Geschehen bestimmen“, verspricht der Coach. „Dass in der A-Liga mehr Mannschaften selber das Spiel machen wollen als in der B-Liga, kommt uns deshalb entgegen, da sich dann mehr Räume bieten“, ist der Trainer überzeugt.

In die bisherigen Vorbereitung hat Minich vor allem viele spielerische Elemente integriert. Dass auch Ausdauergrundlagen gelegt werden müssen, versteht sich von selbst. Bei den schweißtreibenden Einheiten hat der Trainer übrigens nicht gespürt, dass seine Spieler wegen der Relegation eine Woche weniger Pause hatten als viele Konkurrenten. „So ein Aufstieg ist eben motivierend und setzt zusätzliche Kräfte frei“, weiß er.

Allerdings müssen die Gronauer einige Abgänge kompensieren. „Die Erfahrung von Bastian Holsträter, der nicht mehr regelmäßig zur Verfügung steht, wird uns fehlen“, befürchtet Minich. Zudem sind Luca Vischer und Torhüter Brian Rademaker, die entscheidend beim Aufstieg mitwirkten, zu ihrem Heimatclub Weiße Elf Nordhorn (Bezirksliga) zurückgekehrt. Faruk Tan hat seine Laufbahn in der 1. Mannschaft beendet, und Kevin Borkenhagen kickt künftig in der Reserve.

Diesem personellen Aderlass gegenüber stehen die Zugänge von Seyhan Saban (SG Bad Bentheim, offensives Mittelfeld), Rückkehrer Andreas Struwe (ASC Schöppingen, defensives Mittelfeld), Carstens Minichs Sohn Timo (TuS Gildehaus, Abwehr) sowie der Torhüter Robin Gemko (zuletzt vereinslos) und David May-Johann (Quick Ankum/Ostfriesland) gegenüber. Letztere werden sich mit Luca Schmidt einen Dreikampf um das SG-Trikot mit der Nummer eins liefern. „Und der ist völlig offen“, sagt der Trainer.

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