Fußball: Kreisliga B1 Ahaus/Coesfeld
Rob Reekers staunt nicht schlecht über RW Nienborg

Nienborg -

Dass Fußballer gerade zum Ende einer nicht immer vergnügungssteuerpflichtigen Vorbereitung den Saisonstart herbeisehnen, liegt in der Natur der Dinge. Doch Rick Reekers, seit diesem Sommer beim B-Ligisten RW Nienborg, fiebert dem Auftakt besonders entgegen. Und er staunt nicht schlecht über seinen Club.

Mittwoch, 08.08.2018, 21:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 08.08.2018, 05:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 08.08.2018, 21:00 Uhr
Bei der Dorfmeisterschaft konnten die Nienborger noch keine Bäume ausreißen. Doch mit der Spielweise war ihr neuer Spielertrainer Rick Reekers (3.v.l.) schon recht zufrieden.
Bei der Dorfmeisterschaft konnten die Nienborger noch keine Bäume ausreißen. Doch mit der Spielweise war ihr neuer Spielertrainer Rick Reekers (3.v.l.) schon recht zufrieden. Foto: Martin Mensing

Für den 27-Jährigen wird es die Premiere als Trainer, nachdem er bisher nur als Spieler aktiv war. „Ich freue mich darauf, auch wenn Du als Trainer natürlich viel mehr Druck hast, weil Du für die ganze Mannschaft verantwortlich bist.“

Und von der musste sich Reekers nach seinem Wechsel vom Bezirksligisten FC Epe in den vergangenen Wochen erst einmal ein detailliertes Bild machen. „Bis auf Philipp Schlamann , der mit mir aus den Bülten gekommen ist, kannte ich keinen Spieler wirklich. Da bin ich bei null angefangen“, räumt er ein. Doch was er gesehen hat, beeindruckt ihn. „Acht, neun Leute könnten locker höher spielen. Ich bin positiv überrascht über so ein Niveau in der B-Liga“, staunt Reekers und zieht vor Leuten wie Julian Baving oder Kapitän Josef Hemker den Hut: „Sie sind in Nienborg, weil es einfach ihr Heimatverein ist, für den sie alles geben und in dem sie mit ihren Freunden spielen können. Das habe ich so noch nicht kennengelernt.“ Und auch die Trainingsbeteiligung sei bislang deutlich höher, als er insgeheim erwartet habe: „Anfangs waren es bis zu 20 Spieler, und auch jetzt sind es immer mindestens 20. Beim FC Epe hatten wir teilweise weniger . . .“

Dass die Ergebnisse in der bisherigen Vorbereitung dennoch durchwachsen waren, sieht Reekers locker, sei ihr Aussagewert doch begrenz. „Bei der Dorfmeisterschaft zum Beispiel haben wir zwar beide Spiele unglücklich verloren. Aber wichtiger ist mir, dass wir unser Ding durchgezogen und gut gespielt haben“, betont der Coach. Überzeugt hat ihn in den vergangenen Wochen auch René Priebe (Eintracht Ahaus 2). Der Offensivspieler, neben Reekers und Schlamann der dritte externe Neuzugang, habe sich gut integriert. Das gelte auch für zwei A-Jugendliche, die zwar in der vergangenen Saison teilweise schon für die 1. Mannschaft gespielt haben, aber erst jetzt endgültig zu den Senioren aufrücken. „Wie sich Fabian Borgert gegen die Konkurrenz behauptet, ist beeindruckend. Und auch Lennart Helling wird auf Dauer seine Spiele bekommen“, ist der Trainer überzeugt, der – wie auch Philipp Schlamann selbst auflaufen will.

Wenn Reekers hinsichtlich des Saisonziels davon spricht, dass die Nienborger „besser werden“ sollen als in der abgelaufenen Spielzeit, dann meint er damit nicht nur eine Platzierung oberhalb von Rang acht. „Die Mannschaft soll einen anderen Fußball spielen – weniger mit langen Bällen von hinten heraus, sondern mit einem durchdachten Spielaufbau“, erklärt er,

Dass er bei seinen Ansprüchen gewisse Abstriche gegenüber dem Niveau in der Bezirksliga machen muss, ist Reekers bewusst. „Hier kriegt keiner Geld. Alle spielen nur aus Lust und für den Spaß. Da gibt es dann auch Tage, wo anderes wichtiger ist.“ So wie rund ums Nienborger Schützenfest am vergangenen Wochenende. „Wir haben seit Donnerstag nicht trainiert . . .“

So gesehen ist Reekers irgendwie doch ganz froh, dass er etwas länger auf das heiß ersehnte Trainerdebüt in der Meisterschaft warten muss. Weil die SG Coesfeld ihre Drittvertretung – laut Spielplan eigentlich erster Gegner der Nienborger – schon vor dem Start zurückgezogen hat, steigen die Rot-Weißem erst eine Woche später am 19. August beim TuS Wüllen 2 in den Kampf um Liga-Punkte ein.

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