Fußball: Kreisliga B1
SG Gronau will das Sieger-Gen entwickeln

Nienborg -

Es ist schon ein wenig kurios. Da verabreden sich in der Kreisliga B1 Rot-Weiß Nienborg und SG Gronau am Sonntag (15 Uhr) zum Topmatch im Eichenstadion. Und dann vergeigen beide Teams zuvor ausgerechnet ihre Generalproben.

Freitag, 27.09.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 27.09.2019, 23:42 Uhr
Rick Reekers (re.) ist hochzufrieden. 30 Treffer hat Rot-Weiß Nienborg schon erzielt und – fast noch wichtiger – erst fünf kassiert.
Rick Reekers (re.) ist hochzufrieden. 30 Treffer hat Rot-Weiß Nienborg schon erzielt und – fast noch wichtiger – erst fünf kassiert. Foto: Angelika Hoof

Nienborg und Gronau kassierten im Gleichschritt die erste Saisonniederlage. RWN bleibt aber trotzdem Tabellenführer, SG den Rot-Weißen als Dritter auf den Fersen und die Partie damit ein echtes Spitzenspiel. Vor genau diesem standen die beiden Übungsleiter der WN Rede und Antwort. Rick Reekers (Nienborg) und Cüneyt Özkan (SG) rechnen damit, dass ihr Club ganz oben mitmischen wird.

Eure Vereine hat es am letzten Wochenende das erste Mal erwischt. Zu nervös vor dem Spitzenspiel?

Rick Reekers: Eher zu unkonzentriert. Was wir da an Chancen beim 1:2 bei SW Holtwick 2 ausgelassen haben, war abenteuerlich. Die erste Viertelstunde waren wir nicht bei der Sache. Danach standen wir vier, fünf Mal alleine vorm gegnerischen Tor, um nur die besten unserer Möglichkeiten zu benennen.

Cüneyt Özkan: Wir haben uns beim 2:4 gegen Ellewick 2 auch buchstäblich selbst geschlagen. Der Elfmeter und eine Gelb-Rote Karte direkt vor der Pause haben uns aus dem Konzept gebracht. In der Kabine habe ich versucht, mit der Nienborger Niederlage, die da bereits amtlich war, zusätzlich für Motivation zu sorgen. Doch danach verteilen wir zu viele Geschenke, und in Unterzahl wird es natürlich schwer.

Wir haben viel Lob bekommen. Jetzt wachsen die Ansprüche.

Cüneyt Özkan (SG Gronau)

Also beides Einzelfälle? Ihr seid mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden?

Özkan: Ich hätte eigentlich gedacht, dass wir defensiv weiter sind. Stattdessen war es jetzt so, dass wir vorne eben immer mehr Tore erzielt haben, hinten aber sicherlich zu viele kassiert, weil wir immer wieder umstellen mussten.

Reekers: Und wir haben dazugelernt. In der letzten Saison haben wir eigentlich immer ein Gegentor mindestens geschluckt. Das war ein großes Problem. So blieben dann einige Punkten liegen. Jetzt haben wir erst fünf Gegentreffer in sieben Partien bekommen und sind mit 30 Toren vorne am erfolgreichsten von allen Teams. Ich freue mich darüber. So eine Konstellation hätte ich vor der Saison definitiv unterschrieben.

Wie seht ihr eure Chancen, im Topspiel nach der ersten Niederlage wieder zu gewinnen?

Reekers: Einfach wird das nicht. SG Gronau ist vorne wie ich finde gut besetzt. Ich habe sie in Holtwick gesehen. Im Gegensatz zu uns hat SG dort mit 4:3 gewonnen. In der Abwehr stand Gronau jedoch nicht so gut. Für uns gilt also, dass wir sie defensiv hoffentlich reichlich beschäftigen.

Özkan: Leider müssen wir im Defensivverbund erneut umstellen. Nun kommt eben auf andere Spieler mehr Verantwortung zu. Doch natürlich stellen wir uns dieser Aufgabe. Ich traue das den Jungs im Eichenstadion durchaus zu. Rick hat ja schon Holtwick als Parallele angesprochen. Warum sollten wir aus Nienborg nichts Zählbares mitnehmen? Ich schätze unsere Chancen 50:50 ein.

... dann werden wir sehr schwer zu stoppen sein.

Rick Reekers (RW Nienborg)

Der Erste trifft am Sonntag auf den Dritten: Wie groß ist die Chance, dass das Rückspiel am 29. März nächsten Jahres immer noch ein Topspiel ist?

Özkan: Unser erstes Ziel war es, eine gewisse Dynamik in den Verein zu bringen. Das ist uns mit einer Serie gelungen. Im Umfeld merkt man das auch. Wir haben viel Lob bekommen. Jetzt wachsen also die Ansprüche. Daran werden wir uns als nächstes messen lassen müssen und deswegen versuchen, eine nächste Serie zu starten, das Sieger-Gen zu entwickeln. Ich glaube schon, dass wir bis zur Winterpause vorne mitmischen können. Danach sehen wir weiter.

Reekers: Das gilt auch für meine Mannschaft. Wir können um den Titel mitspielen. Bleibt also abzuwarten, was wir selbst daraus machen. Es liegt nur an uns. Dass wir jede Aufgabe konzentriert angehen, nicht so wie in Holtwick. Da war es spielerisch ganz sicher nicht schlecht, aber unkonzentriert. Wenn uns das mit der Konzentration gelingt, werden wir sehr schwer zu stoppen sein.

Vor dem Anpfiff

Beim Tabellenführer und Gastgeber aus Nienborg fehlte unter der Woche urlaubsbedingt nur Ole Pieper. Auch er steht am Sonntag wieder gegen SG zur Verfügung. Doch weil Rick Reekers und Trainerkollege Philipp Schlamann höchsten Wert auf Trainingsbeteiligung legen, droht dem Torschützen beim 1:2 in Holtwick erst einmal die Bank. „Dann hätten wir dort aber eine starke Alternative“, kommentiert Reekers die Personalie. Auf Seiten der Spielgemeinschaft fallen definitiv zwei Spieler aus. Vedran Borovcanin ist gelb-rot-gesperrt. Nilton Almeida fehlt verletzt. Darüber hinaus steht hinter Musa Kamara noch ein Fragezeichen. „Sein Ausfall wäre für uns sehr schmerzhaft“, so Cüneyt Özkan.

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