Taekwondo: Offene Weltmeisterschaft
Amelie Borgers ist Weltmeisterin

Nienborg -

Dieses Ereignis wird das sechsköpfige Team vom ITF-Taekwondo-Center beim SV Heek so schnell ganz sicher nicht vergessen. Zusammen mit ihrem Trainer Rinze Tangenberg starteten die Kämpfer bei der offenen Weltmeisterschaft der Tiger & Dragon Association in Düsseldorf.

Dienstag, 08.10.2019, 19:00 Uhr
Trainer Rinze Tangenberg freute sich zusammen mit seinen Schützlingen Len Probst, Sergej Vasin, Maria Vasin, Hanna Wolters, Amelie Borges und Naomi Bonke (von links) über die starken Platzierungen bei der WM in Düsseldorf.
Trainer Rinze Tangenberg freute sich zusammen mit seinen Schützlingen Len Probst, Sergej Vasin, Maria Vasin, Hanna Wolters, Amelie Borges und Naomi Bonke (von links) über die starken Platzierungen bei der WM in Düsseldorf. Foto: Verein

Das Besondere an dieser WM war aber weniger die bereits beeindruckende Zahl von 300 Teilnehmer aus 14 Nationen, sondern die Tatsache, dass sich die Taekwondo-Sportler auch mit Gegnern verwandter Sportarten wie Kickboxen oder Karate messen mussten.

„Das war natürlich eine spannende Erfahrung für alle und zudem eine gute Gelegenheit, um die eigenen Fähigkeiten zu testen und an Grenzen zu gehen“, fand Tangenberg. Der Trainer durfte ohnehin mehr als zufrieden sein mit den Leistungen seiner Schützlinge. Denn die machten mit jeweils zwei Gold-, Silber- und Bronzemedaillen „fette Beute“ am Rhein. Selbstverständlich war das keineswegs.

Rinze Tangenberg klärt auf: „Normalerweise kämpfen wir immer auf Bodenmatten. Bei der WM mussten wir in den Ring steigen, so wie es eben beim Kickboxen üblich ist. Das hat die Kinder etwas aus dem Konzept gebracht“, so der Trainer. „Es ist eben ungewohnt, in erhöhter Position und mit einer seitlichen Begrenzung zu kämpfen, sodass man nicht mehr ausweichen kann.“

WM-Atmosphäre aufgesaugt

Es dauerte aber nicht lange, da gewöhnten sich seine Schützlinge offenbar nicht nur an die Rahmenbedingungen. Nein, sie schienen die WM-Atmosphäre regelrecht aufzusaugen. Die Nienborgerin Amelie Borgers etwa, die in ihren beiden Kampf-Kategorien Gold und Silber abräumte. Ebenso wie ihre Vereinskameradin Maria Vasin, die als zweite Weltmeisterin die Heimreise antreten durfte.

Außerdem gelang es Sergej Vasin, in seiner Altersklasse die Silbermedaille zu erkämpfen. Naomi Bonke und Hanna Wolters holten sich in schwierigen Wettkämpfen jeweils Bronze und machten so den Medaillenspiegel komplett.

Pechvogel Len Probst

„Das haben wirklich alle super gelöst“, klatschte Rinze Tangenberg Beifall. Und spendete hinterher Len Probst noch Trost. Ihm war als einzigem Teammitglied als Vierter nicht der Sprung aufs Treppchen gelungen. „Technisch war Len klar der bessere Kämpfer“, fand sein Trainer. „Leider fehlte ihm das letzte Quäntchen Glück, den entscheidenden Punkt zu machen.“

Taekwondo als Familienerlebnis

Sechs Medaillen sind eine perfekte Motiviation, um sich nun im Training auf die kommende Weltmeisterschaft in der ITF-Taekwondo-Liga vorzubereiten, die im August 2020 in Kasachstan stattfindet. Auch eine Abordnung der Taekwondo-Abteilung des ITF-Center Heek will daran teilnehmen – so ist der Plan. Bis dahin wird fleißig trainiert und zwar jeden Montag und Freitag von 16.30 bis 18.30 Uhr (für Anfänger bis 17.30 Uhr) in der Turnhalle der Alexander-Hegius-Grundschule in Heek. Interessierte sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen, mitzumachen und reinzuschnuppern. Kinder und Erwachsene trainieren dort gemeinsam, sodass sogar einige Eltern mit ihren Kindern zusammen das Training besuchen

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