FC Nordwalde schlägt Preußen II mit 4:1
Mit Standards ins Glück

Borghorst -

Ralf Zenker war richtig unzufrieden. Vorrangig ärgerte sich der Borghorster Trainer wohl über den Auftritt seiner Elf, erst dann über das Ergebnis. In der Heimat ist Zweitvertretung der Preußen schwer zu besiegen, der 1. FC Nordwalde revanchierte sich am Sonntag trotzdem für die Hinspielpleite und siegte mit 4:1 (0:1).

Sonntag, 05.05.2013, 19:05 Uhr

Der eine wechselt zum SCP, der andere verlässt ihn: Julian Schoo (v.) spielt ab Sommer wieder für Borghorst, Simon Eckelmeier schließt sich dem TuS Laer an. Der Ex-Nordwalder Florian Gerke (kl. Bild) feierte ein 45-Minuten-Comeback gegen seinen alten Club.
Der eine wechselt zum SCP, der andere verlässt ihn: Julian Schoo (v.) spielt ab Sommer wieder für Borghorst, Simon Eckelmeier schließt sich dem TuS Laer an. Der Ex-Nordwalder Florian Gerke (kl. Bild) feierte ein 45-Minuten-Comeback gegen seinen alten Club. Foto: Vera Szybalski

„Irgendwann muss ich auch mal lernen“, schimpfte Zenker , dass seine Schützlinge die gleichen Fehler wieder und wieder machen und wollte das jugendliche Alter und die mangelnde Erfahrung nicht mehr als Entschuldigung durchgehen lassen. Dabei waren die Preußen gut gestartet: Nach einem schönen Diagonalball von Leihgabe David Marx netzte Simon Eckelmeier (7.) zur Führung ein. „Die erste Halbzeit war unsere bessere“, konstatierte Zenker. Die Nordwalder verbuchten gerade mal eine Chance durch Carsten Heinze (35.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Elf von Carlos Andrade den Druck. Zenker: „ Nordwalde steht höher, wird aggressiver – dann wehrt sich von uns keiner mehr.“ Der FCN übernahm nach und nach die Regie im Spiel, ließ defensiv kaum etwas zu und spielte sich Möglichkeiten heraus. „Wir haben das Spiel kontrolliert, Borghorst hat nur noch reagiert“, stellte Andrade zufrieden fest. Aus dem Spiel heraus aber wollte der Ausgleich nicht fallen. Also musste eine Standardsituation helfen: Einen Freistoß von Max Floer nickte Michael Krumbeck (66.) zum 1:1 in die Maschen.

Gut zehn Minuten später war es wieder ein Standard, durch den der FCN in Führung ging. Max Floer (78.) lenkte einen Eckball direkt an den Innenpfosten, von wo der Ball ins Tor sprang. Doch damit nicht genug: Der eingewechselte Julian Schoo (88.) nahm bei einem Freistoß aus 16 Metern genau Maß und schoss die Kugel ins rechte obere Eck. Nach einem Fehler von Luca Kormann eroberte Dennis Pierucki (90.) den Ball und erzielte den 4:1-Endstand. „Das Ergebnis ist etwas zu hoch ausgefallen, aber der Sieg ist verdient“, resümierte Andrade. Sein Trainerkollege hingegen ärgerte sich maßlos: „Wenn du in der zweiten Halbzeit so tief stehst wie wir, wartest du ja nur aufs Gegentor.“

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