Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Germania Horstmars Torwart-Ersatz

Horstmar -

Manchmal geht es einfach nicht anders. Und wenn Not am Mann – oder zwischen den Pfosten – herrscht, schon mal gar nicht. Da stellt sich auch der gemeine Fußballer in den Dienst der Mannschaft, hilft im Kasten aus und wird zum „Schnapper“. So wie Michael Schenkwald, Innenverteidiger beim TuS Germania Horstmar und Aushilfskeeper – wenn alle anderen verletzt sind.

Mittwoch, 29.03.2017, 15:03 Uhr

Sieger unter sich: Michael Schenkwald und sein Trainer Andre Rodine (r.) durften sich bei den Torwarteinsätzen des Innenverteidigers am Ende immer über einen 1:0-Sieg freuen. Hier grinsen beide über das 1:0 in der 90. Minute beim SV Burgsteinfurt II.
Sieger unter sich: Michael Schenkwald und sein Trainer Andre Rodine (r.) durften sich bei den Torwarteinsätzen des Innenverteidigers am Ende immer über einen 1:0-Sieg freuen. Hier grinsen beide über das 1:0 in der 90. Minute beim SV Burgsteinfurt II. Foto: Thomas Strack

„Sven Penning hatte eine Operation an der Patellasehne und Daniel Kock hat sich bei der Arbeit das Knie verdreht“, erklärt Trainer Andre Rodine den Notfall. Allerdings war es nicht das erste Mal, dass Schenkwald den Platz ganz nahe am Netz einnehmen musste. „In einem Testspiel im Winter hat er das auch schon mal gemacht“, erinnert sich sein Coach. „Und unter der Woche, wir wussten ja um die Probleme, haben Wenzel Becks und Michael schon mal Torwarttraining absolviert“, waren die Germania-Kicker nicht unvorbereitet auf dieser Position in die Partie gegen Arminia Och­trup gegangen. Becks, ebenso ein Feldspieler wie Schenkwald, hatte indes einen Größennachteil gegenüber Schenkwald. „Und Michael verfügt über die längere Erfahrung“, wollte Rodine lieber den 33-Jährigen in der „Bude“ stehen haben.

Gegen Ochtrup hat er das auch gut auf die Reihe bekommen, wenn auch körperlich nicht völlig unbeschadet. „Ich habe mir einen knöchernen Kapselabriss am Finger zugezogen“, hat das Torwartspiel Spuren hinterlassen. „Muss in der ersten Halbzeit passiert sein. Aber nächsten Sonntag hätte ich eh nicht mehr im Tor gestanden“, begibt sich Schenkwald für seine Firma demnächst auf eine Dienstreise.

Bis zur C-Jugend stand der Horstmarer immer schon zwischen den Pfosten, danach entschied sein Trainer, dass er „eine bessere Qualität als der andere“ habe und lieber im Feld spielen solle. Dabei blieb es dann. „Ich wäre allerdings ganz gerne im Tor geblieben“, war der Abgang nicht freiwillig.

Bei den Senioren dort wieder einzusteigen war für Schenkwald keine Option. „Unter Andreas Funk stand Günter Wilming im Tor. An dem wäre ich nie vorbei gekommen“, war der verstorbene Schnapper eine Institution in Horstmar .

Bei seinem Gastspiel in Wilmsberg musste er nie eingreifen, verfügt also nicht über Bezirksliga-Erfahrung als Torwart.

Und was machen die Horstmarer nun am kommenden Sonntag, wenn das Auswärtsspiel bei Westfalia Bilk ansteht? Dort ist der Platz bekanntlich ein wenig kleiner als die meisten anderen, aber die Tore haben schon die geforderten Ausmaße von 7,32 Metern in der Breite und 2,44 Metern in der Höhe. Da sollte keiner mit Körpergröße eins fünfzig stehen. „Ganz genau wissen wir es noch nicht. Wir hoffen, dass Daniel Kock wieder gesund ist. Ansonsten sind ja auch die A-Jugendlichen ab 1. April spielberechtigt“, kennt Rodine die Statuten und hat Jens Möllers im Hinterkopf.

Aber nächsten Sonntag hätte ich eh nicht mehr im Tor gestanden.

Michael Schenkwald

In einem Testspiel im Winter hat er das auch schon mal gemacht.

Andre Rodine
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