Blickpunkt Wasserball
SVO Borghorst fordert Deutschen Meister Heidelberg

Borghorst -

Noch sind die Wasserballerinnen des SV Olympia Borghorst in keiner Liga vertreten. Da sie aber ehrgeizig sind, haben sie für eine Teilnahme am deutschen Pokalwettbewerb gemeldet – und Glück gehabt. Denn mit dem amtierenden Deutschen Meister und deutschen Pokalsieger SV Nikar Heidelberg wurde den Borghorsterinnen der wohl attraktivste Gegner zugelost.

Donnerstag, 24.01.2019, 14:56 Uhr aktualisiert: 24.01.2019, 15:36 Uhr
Die Wasserballerinnen des SV Olympia Borghorst freuen sich auf das Gastspiel des deutschen Pokalsiegers und Deutschen Meisters SV Nikar Heidelberg am Samstag im Borghorster Kombibad.
Die Wasserballerinnen des SV Olympia Borghorst freuen sich auf das Gastspiel des deutschen Pokalsiegers und Deutschen Meisters SV Nikar Heidelberg am Samstag im Borghorster Kombibad. Foto: SVO Borghorst

Der Sport schreibt mitunter wunderbare Geschichten. Die Wasserballerinnen des SV Olympia ( SVO ) Borghorst sind noch in der Findungsphase und nehmen nicht einmal am Liga-Spielbetrieb teil. Das hinderte sie jedoch nicht daran, für den Pokalwettbewerb auf nationaler Ebene zu melden. Und weil das Glück im Sport auch mal aufseiten der Kleinen ist, empfangen die SVO-Wasserballerinnen im Viertelfinale am Samstag im Kombibad keinen Geringeren als den aktuellen deutschen Pokalsieger und amtierenden Deutschen Meister SV Nikar Heidelberg.

„Wir hatten die Möglichkeit, für den Bezirkspokal oder für den Pokalwettbewerb auf nationaler Ebene zu melden. Da haben wir uns gleich für den deutschen Pokalwettbewerb entschieden“, sagt Anna-Marina Wensing, Pressewartin beim SVO.

Möglich war das, weil bundesweit nur sieben Mannschaften gemeldet hatten. Für den letzten freien Platz im Viertelfinale brauchte man sich sportlich nicht zu qualifizieren, sondern man konnte sich beim Deutschen Schwimm-Verband (DSV) darum bewerben. Dass nun der heimische Vertreter berücksichtigt wurde, hat auch etwas damit zu tun, dass die Randsportart Wasserball beim SVO traditionell stark verankert und Borghorst kein weißer Fleck auf der Landkarte der deutschen Wasserballszene ist.

Für den SVO zahlt sich das in besonderer Weise aus, wie Wensing zu berichten weiß: „Da wir die rangniedrigste Mannschaft in diesem Wettbewerb sind, wussten wir, dass wir auf jeden Fall ein Heimspiel haben werden.“ Dass die Borghorsterinnen mit dem deutschen Double-Sieger einen echten Hochkaräter zugelost bekamen, ist ein besonderer Glücksfall.

Dabei spielt es keine Rolle, dass die Gastgeberinnen krasse Außenseiter sind. Zumal die Heidelbergerinnen mit ordentlich Rückenwind ins Münsterland reisen. Daher gehen die Borghorsterinnen auch ohne große Erwartungen in die Partie. Die oberste Devise lautet: Bloß nicht blamieren, die Anzahl der Gegentore in Grenzen halten und vielleicht selbst das eine oder andere Tor erzielen. „Wir wollen es den Heidelbergerinnen möglichst schwer machen und unseren – hoffentlich zahlreichen – Zuschauern tollen Sport bieten“, formuliert Trainer Tobias Schlieckmann sein Ziel.

Das Pokalspiel könnte dem SVO in seinem Bestreben, ab Herbst wieder am Liga-Spielbetrieb teilzunehmen, einen nachhaltigen Schub verleihen. „Bislang haben wir auf einen Start verzichtet, weil wir in der NRW-Liga bis nach Köln oder Aachen fahren müssten. Das ist schon ein erheblicher Aufwand“, erläutert Wensing. Womit sie anklingen lässt, dass das vor allem in zeitlicher und finanzieller Hinsicht gilt. Da aber die Begeisterung riesig ist und sich regelmäßig eine stattliche Anzahl an Spielerinnen zum Training einfindet, könnte es im November etwas werden.

 

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