Fußball: Frauen-Bezirksliga
Corinna Rüschoff besiegelt wohl das Nordwalder Schicksal

Nordwalde -

Trainer Christian Löbbering hatte vor dem Spiel so ein Kribbeln im Bauch, schließlich ging es ja auch gegen seinen Ex-Verein. Aus dem Kribbeln wurden im Verlauf der Partie Bauchschmerzen, denn der 1. FC Nordwalde verlor sein Heimspiel gegen die SpVgg Langenhorst/Welbergen mit 0:2 (0:1). Damit scheinen zwei Entscheidungen festzustehen.

Montag, 29.04.2019, 12:04 Uhr aktualisiert: 29.04.2019, 16:01 Uhr
Theresa Zumwalde und Co. können die Augen nicht vor der Wahrheit verschließen – der Abstieg steht wohl fest.
Theresa Zumwalde und Co. können die Augen nicht vor der Wahrheit verschließen – der Abstieg steht wohl fest. Foto: Thomas Strack

Zwei Entscheidungen dürften in der Frauen-Bezirksliga jetzt feststehen: Dass der 1. FC Nordwalde absteigt, und dass die SpVgg Langenhorst/Welbergen endgültig die Klasse gehalten hat.

Mit 2:0 setzten sich die Lan­genhorsterinnen am Sonntag gegen den von ihrem Ex-Trainer Christian Löbbering trainierten FCN durch. Beide Treffer für die Gäste erzielte Corinna Rüschoff. Den ersten in der 26. Minute, als sie nach einer Einzelaktion jubeln durfte. Was Rüschoff für die SpVgg ist, soll eigentlich Anna-Maria Spieker für die Nordwalderinnen sein. Doch in dieser Saison will es für die Angreiferin nicht laufen. Symptomatisch dafür war, dass sie alleine auf den Kasten zulaufend die Langenhorster Torfrau Jenny Brinkschmidt anschoss (40.).

„Beide Seiten haben fußballerische Magerkost angeboten. Mehr als Kick-and-Rush war das nicht“, bemängelte Löbbering die fehlende spielerische Linie.

Zur zweiten Hälfte stellte der Coach taktisch um und brachte mit Sophia Grummel eine zweite Spitze. Dieser Kniff zeigte Wirkung, denn der 1. FC Nordwalde kam besser in den Tritt. Tore gab es – trotz guter Chancen – aber keine. Effektiver zeigten sich die Schwarz-Gelben. Die starke B-Jugendliche Melina Arntzen setzte sich über die rechte Seite durch und legte zurück auf ­Rüschoff, die ihrer ansonsten aufmerksamen Bewacherin Lena Grimme entwischte und zum 2:0 einschoss (66.).

„Danach hatten wir keinen Glauben mehr“, resümierte Löbbering. Rein rechnerisch bestehen zwar noch Chancen auf den Klassenerhalt, doch angesichts eines ex­trem schwierigen Restprogramms droht die Mission „Klassenerhalt“ schon sechs Runden vor Schluss gescheitert zu sein.

Ganz anders sieht es bei den Langenhorsterinnen aus. Trotz einer momentan extrem dünnen Personal­decke punktet das Team zuverlässig und weist einen Vorsprung von 15 Zählern auf die Abstiegsplätze auf. „Das sollte es gewesen sein. Einen Punkt werden wir uns in den verbleibenden Partien schon noch irgendwo holen“, gibt sich SpVgg-Trainer Peter Krumme ganz entspannt.

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