Fußball: Bezirksliga 12
Noch ist auch für den SV Wilmsberg alles möglich

Steinfurt -

Der Sieg gegen den SV Burgsteinfurt hat dem SV Wilmsberg nicht nur Prestige beschert, er hat auch die Tür zu einer möglichen Relegationsrunde wieder einen Spalt breit geöffnet. Ob die Relegation kommen wird, hängt indes von anderen Clubs ab.

Dienstag, 30.04.2019, 16:02 Uhr aktualisiert: 03.05.2019, 13:49 Uhr
Begrüßung vor dem Steinfurter Derby: Der SV Burgsteinfurt als Tabellenerste hat die besten Aussichten auf Meisterschaft und Aufstieg. Sollte es eine Relegation der Bezirksliga-Zweiten geben, könnte auch der SV Wilmsberg dabei sein.
Begrüßung vor dem Steinfurter Derby: Der SV Burgsteinfurt als Tabellenerste hat die besten Aussichten auf Meisterschaft und Aufstieg. Sollte es eine Relegation der Bezirksliga-Zweiten geben, könnte auch der SV Wilmsberg dabei sein. Foto: Marc Brenzel

Seit dem Sieg des SV Wilmsberg gegen den SV Burgsteinfurt und der Niederlage, die sich Vorwärts Wettringen gegen Gievenbeck II erlaubte, sind die Piggen wieder im Geschäft. Vielleicht nicht unbedingt im Geschäft um den Titel, aber zumindest Platz zwei ist noch in Reichweite. Jeweils 55 Zähler weisen der Tabellenzweite und -dritte auf, wobei der SC Altenrheine ein Spiel weniger auf seiner Liste hat. Wilmsberg rangiert mit 52 Punkten auf Platz vier. In der Bezirksliga entscheidet bei Punktgleichheit das Torverhältnis. Aber steigt neben dem Meister auch der Vizemeister auf?

„Das hängt davon ab, wie viele Clubs aus der Regionalliga West in die Oberliga Westfalen absteigen“, gibt der Vorsitzende des Fußballkreises Steinfurt, Hans-Dieter Schnippe, der auch zuständig ist für die Entscheidungsspiele auf Landesebene, Auskunft. Momentan stehen mit der SG Wattenscheid 09, dem SC Wiedenbrück und dem 1. FC Kaan-Marienborn drei Teams in der Regionalliga auf einem Abstiegsplatz, der aktuell die Zukunft in der Oberliga Westfalen bedeuten würde.

Von dort steigen mit der Zweitvertretung von Schalke 04 und – so gut wie sicher – dem TuS Haltern zwei Mannschaften in die Regionalliga West auf. Bei drei Absteigern in die Oberliga West müssten auch drei Mannschaften aus der Klasse absteigen. Heißt: Der FCE Rheine wäre also – Stand heute – in der nächsten Saison Westfalenligist.

Aber der Rattenschwanz zieht sich weiter durch, bis runter in die Bezirksliga: Steigen die drei oben genannten Clubs aus der Regionalliga tatsächlich ab, ist die Tür für eine Entscheidungsrunde, wie sie der SC Altenrheine im vergangenen Jahr gespielt hat, definitiv zu. Bei nur zwei Regionalliga-Absteigern in die Oberliga Westfalen spielen die zwölf Bezirksliga-Zweiten in einer Aufstiegsrunde einen Aufsteiger in die Landesliga aus. Richtig feiern kann am letzten Spieltag (26. Mai) zunächst also nur, wer tatsächlich auf Platz eins steht. Die Kandidaten für Platz zwei dürfen aber hoffen.

„Wir haben mit der Ibbenbürener SpVgg, Arminia Ibbenbüren, Wolbeck und Telgte mit Abstand das leichteste Restprogramm“, gibt sich Wilmsbergs Trainer Christof Brüggemann kämpferisch. „In diesen vier Spielen wollen wir zwölf Punkte holen“, will sich der SVW die Option für die Relegation offen halten. Wenn sich an diesem Sonntag Altenrheine und Wettringen gegenseitig die Punkte nehmen, also bei einem Unentschieden, wäre das nur von Vorteil für die Piggen. Erfahrung mit der Relegation haben die Grün-Weißen ja schon gemacht. „Wenn auch keine guten“, deutet Brüggemann an, dass das Aus gegen RW Deuten vor zwei Jahren (1:3) noch in Erinnerung ist.

Gemunkelt wird sogar, dass Germania Horstmar und der FC Gievenbeck II nach Saisonschluss eventuell zurückziehen wollen, weil sie für die nächste Spielzeit keine wettbewerbsfähigen Mannschaften aufbieten können. Was dann?

In diesen vier Spielen wollen wir zwölf Punkte holen.

Christof Brüggemann
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