Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Bingold oder Holtmann: Wer krönt sich zum besten A-Liga-Torschützen?

Ochtrup/Nordwalde -

Marvin Bingold (1. FC Nordwalde) und Christian Holtmann (SpVgg Langenhorst/Welbergen) liefern sich ein Fernduell um die Torschützenkrone. Das wird am Sonntag entschieden. Im Vorfeld bat die Sportredaktion der WN die beiden Goalgetter zum Interview.

Freitag, 24.05.2019, 10:22 Uhr aktualisiert: 24.05.2019, 11:00 Uhr
Nordwaldes Marvin Bingold (2.v.r.) durfte sich in dieser Saison schon 26 Mal beglückwünschen lassen.
Nordwaldes Marvin Bingold (2.v.r.) durfte sich in dieser Saison schon 26 Mal beglückwünschen lassen. Foto: Thomas Strack

In der Kreisliga A sind die wichtigsten Entscheidungen getroffen: Germania Hauenhorsts Fußballer kehren in die Bezirksliga zurück, während GW Rheine, Emsdetten 05 II und Matellia Metelen absteigen müssen. Ein Rennen ist aber noch offen: das um die Torjägerkrone. Marvin Bingold ( 1. FC Nordwalde ) führt mit 26 Treffern knapp vor dem Langenhorster Christian Holtmann , der bislang 25 Mal erfolgreich war. Vor dem letzten Spieltag sprach WN-Sportredakteur Marc Brenzel mit den Goalgettern.

Wie wichtig ist es Ihnen, am Ende der Saison in der Torschützenliste der A-Liga ganz oben zu stehen?

Marvin Bingold: Ich muss am Sonntag gegen Borghorst auf jeden Fall noch zwei Tore erzielen, da ich mit Preußen-Trainer Florian Gerke eine Wette laufen habe. Sollte es die Torjägerkanone obendrauf geben, wäre das die Kirsche auf der Torte.

Christian Holtmann: Wenn ich Sonntag einmal treffen würde und wir dadurch das Heimspiel gegen den FSV gewinnen sollten, reicht mir das schon. Das wird ein richtig schönes Derby mit ein paar hundert Zuschauern. Wenn ich am Ende auch noch in der Torschützenliste vorne bin, nehme ich das gerne mit.

Herr Bingold, vergangene Saison haben Sie nur vier Tore erzielt. Was läuft jetzt so komplett anders?

Bingold: Da habe ich auch noch auf der Doppelsechs gespielt. Seit Bernd Hahn unser Trainer ist, hat er mich vorgezogen. Und hinter den Spitzen zu agieren – das ist genau meine Position.

Sie haben in der Vorsaison schon 24 Mal getroffen – allerdings eine Etage tiefer in der B-Liga. Hätten Sie damit gerechnet, dass es nach dem Aufstieg so weiter geht?

Holtmann: Nein, auf keinen Fall. Zehn bis zwölf Tore hatte ich mir als Ziel gesteckt. Aber dass es so gut läuft, überrascht mich.

Was macht Sie als Linksaußen denn zu einem so guten Torschützen?

Holtmann: Sicherlich meine Schnelligkeit, mit der ich durch die gegnerischen Ketten renne. Aber dafür brauche ich auch exzellente Mitspieler, die mir die Bälle zustecken.

Wie sieht das bei Marvin Bingold aus?

Bingold: Ich denke, dass ich im Eins-gegen-eins meine Stärken habe. Trotzdem kann mein Torabschluss noch besser werden. Ich habe einige Hundertprozentige liegen gelassen.

Was halten Sie beide denn vom jeweiligen Rivalen?

Bingold: Ehrlich gesagt habe ich Christian noch nicht so oft spielen gesehen, da wir in den vergangenen Jahren ja nie aufeinander getroffen sind. Im Hinspiel hat er gefehlt, in der Rückrunde stand er einmal vor unserem Torwart.

Holtmann: Das geht mir ähnlich. Marvin hat in der A-Liga mehr Erfahrung als ich und auf diesem Niveau schon länger Tore geschossen. Für mich ist das hingehen die erste Saison in dieser Klasse.

Herr Holtmann, Sie haben 25 der insgesamt 52 Lan­genhorster Saisontore geschossen. Das sind 48,8 Prozent – ein super Wert, oder?

Holtmann: Mag sein. Ich lege meinen Fokus aber auf die Teamleistung. Wenn man bedenkt, dass wir als Aufsteiger und als die Mannschaft mit dem vermutlich dünnsten Kader der Liga jetzt sogar noch Sechster werden können, ist das einfach unglaublich.

Herr Bingold, bei Ihnen sind das „nur“ 32,9 Prozent.

Bingold: Alles gut. Für mich stand nach dem personellen Umbruch im vergangenen Sommer auch im Vordergrund, dass wir als Team funktionieren. Und wir haben als Vierter eine herausragende Saison gespielt. Wie gesagt, was jetzt noch kommen sollte, wäre für mich die Kirsche auf der Torte.

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