Fußball: Kreisliga A Steinfurt
1. FC Nordwalde: Gegen alle Widerstände

Nordwalde -

Der 1. FC Nordwalde feiert am 21. Juni seinen 25. Geburtstag. Eine lockere Party soll es werden. Alles andere als locker waren allerdings die ersten Stunden im Leben des Clubs, der sich zunächst einmal von einem anderen Verein lösen musste.

Freitag, 07.06.2019, 15:12 Uhr
Einige Szenen aus 25 Jahren 1. FC Nordwalde: Die Meistermannschaft (im Uhrzeigersinn), die in der Saison 2005/06 unter Trainer Gero Mocciaro in die Bezirksliga aufstieg. Der Gründungsvorstand des FCN im Jahre 1994. Carsten Heinze und Dirk Lenger mussten (früher) im Winter des Öfteren auf Asche spielen. Heute kann die Mannschaft unter Trainer Bernd Hahn (r.) auch auf Kunstrasen zaubern. Neun Jahre war Gero Mocciaro (kl. Bild) Trainer in Nordwalde und stieg mit dem FCN in die Bezirksliga auf.
Einige Szenen aus 25 Jahren 1. FC Nordwalde: Die Meistermannschaft (im Uhrzeigersinn), die in der Saison 2005/06 unter Trainer Gero Mocciaro in die Bezirksliga aufstieg. Der Gründungsvorstand des FCN im Jahre 1994. Carsten Heinze und Dirk Lenger mussten (früher) im Winter des Öfteren auf Asche spielen. Heute kann die Mannschaft unter Trainer Bernd Hahn (r.) auch auf Kunstrasen zaubern. Neun Jahre war Gero Mocciaro (kl. Bild) Trainer in Nordwalde und stieg mit dem FCN in die Bezirksliga auf.

Der 1. FC Nordwalde hat Geburtstag. Er wird 25 Jahre alt und will dies feiern. Allerdings nicht ganz so groß, wie es vielleicht bei einer Meisterschaft ausgefallen wäre, sondern diesmal eher in einem bescheidenden Rahmen, mehr so intern. Am 21. Juni (Freitag) steigt die Party, zu der sämtliche Mitglieder plus Gäste aus Politik und Wirtschaft eingeladen sind. Der „Feier-Tag“ beginnt nachmittags mit einem vereinsinternen Jugendturnier, ab 19 Uhr beginnt „eine lockere Party“, wie es der Erste Vorsitzende, Heiner Brinkmann, ausdrückt. Natürlich stehen auch Reden und Ehrungen auf dem Programm. Auf einer Videowand wird dabei ein Blick auf die zurückliegenden 25 Jahre geworfen, die 1994 ihren Anfang hatten.

Bei der Generalversammlung des SC Nordwalde im Januar 1994 stellten die Vertreter des Abteilungsvorstandes Fußball einen Antrag auf eigenständiges Wirtschaften ihrer Abteilung. „Wir wollten uns unabhängig vom Gesamtvorstand verwalten, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht“, erinnert sich Bernhard Klitz , eines der Gründungsmitglieder des FC Nordwalde. 2000 Mitglieder trieben zu der Zeit unter der Federführung des SC in Nordwalde Sport. Die Fußballabteilung hatte 300 Mitglieder, der Rest waren Turner und Handballer. „Unser Antrag wurde abgelehnt. Wir haben uns am selben Abend noch bei Diepenbrock getroffen und die Gründung eines eigenen Vereins beschlossen“, erzählt Klitz. Mit allen Konsequenzen, denn „wir hatten als neuer Verein ja nichts: keine Bälle, keine Trikots, keine Netze, keine Trainingsanzüge, eben nichts“ so Klitz weiter. Vor allem aber auch mit einem Neustart in der untersten Spielklasse, der Kreisliga C.

„Im Prinzip war das damals ja eine A-Liga-Mannschaft“, war für Bernd Hahn die Meisterschaft, verbunden mit dem Aufstieg nur Formsache. „Um überkreislich Fußball spielen zu können“, so Hahns Co-Trainer 2001/02 Gero Mocciaro, „war dieser Schritt (gemeint ist die Abspaltung) zwingend notwendig“.

Nach zweimaligem Aufstieg bis in die Kreisliga A unter Trainer Bernd Hahn – und einem Abstieg mit Konrad Bröker – folgte in der Saison 2005/06 unter Gero Mocciaro als Coach der Aufstieg in die Bezirksliga, wo sich die Nordwalder fünf Jahre lang mit unterschiedlichen Platzierungen halten konnten. Die beste war Rang acht in der Saison 2008/09. Am Spielfeldrand stand immer noch Mocciaro, neuer Vorsitzender des FC Nordwalde war Jan Schelhowe, der nun die Geschicke lenken sollte. Zuvor hatte Heinz Große Festert als Chef zehn Jahre lang das Sagen.

2010/11 folgte der Abschied vom überkreislichen Fußball, doch das Bestreben des Vereins lautete: „sofortiger Wiederaufstieg“. Der Fußballgott war jedoch sechs lange Jahre kein Freund des FCN. Fünf Mal wurden Nordwalde unter Carlos Andrade Vizemeister. Als mit Matthias Kappelhoff ein neuer Coach im Sparkassenstadion des Zepter übernahm, klappte es wieder nicht, erneut nur Platz zwei. Aktuell hat der FCN die Saison als Vierter abgeschlossen

Wir hatten ja nichts.

Bernhard Klitz

Um überkreislich spielen zu können war dieser Schritt zwingend notwendig.

Gero Micciaro
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