Fußball: Schiedsrichter
„Onkel Werner“ kennt im Fußballkreis Steinfurt jeder

Ochtrup -

Werner Monser ist der Schiedsrichter des Jahres im Fußballkreis Steinfurt. Diese Auszeichnung hat sich der 61-Jährige auch verdient, denn der gebürtige Ochtruper gehört zu den verlässlichsten und beliebtesten Unparteiischen. Wenn „Onkel Werner“ pfeift, dann sind ihm zwei Aspekte ganz wichtig.

Dienstag, 25.06.2019, 11:12 Uhr aktualisiert: 25.06.2019, 15:44 Uhr
Werner Monster ist die Ruhe selbst. Der gebürtige Ochtruper und mittlerweile für den TuS St. Arnold pfeifende Referee ist jetzt als Schiedsrichter des Jahres im Kreis Steinfurt ausgezeichnet worden.
Werner Monser ist die Ruhe selbst. Der gebürtige Ochtruper und mittlerweile für den TuS St. Arnold pfeifende Referee ist jetzt als Schiedsrichter des Jahres im Kreis Steinfurt ausgezeichnet worden. Foto: Philipp Romahn

„Keiner hat es mehr verdient. Er leistet nach wie vor unglaublich viel Arbeit für unseren Fußballkreis, und er hat die Schiedsrichtervereinigung maßgeblich geprägt.“ Den, den Schiedsrichterobmann Jürgen Lütkehaus in den höchsten Tönen lobt, ist Werner Monser – bei den Kickern besser bekannt als „Onkel Werner“.

Der 61-Jährige ist jetzt als Schiedsrichter des Jahres im Kreis Steinfurt ausgezeichnet worden. Eine Ehrung, die den gebürtigen Ochtruper ein wenig rot im Gesicht werden lässt. „Ach, ich bin keiner, der so was braucht. Es gibt auch viele andere Gute“, steht Monser nicht gerne im Mittelpunkt.

Dabei ist er einer der bekanntesten Unparteiischen im Kreis. Seine lockere und kommunikative Art kommt auf und neben dem Feld einfach an. „Das ist alles eine Frage des ordentlichen Umgangs. Menschlich bleiben und miteinander reden – das ist wichtig. Karten zu ziehen ist doch nur das zweite Mittel“, erklärt der für den TuS St. Arnold gemeldete Referee.

Als Aktiver spielte Monser in der zweiten und dritten Mannschaft des SC Arminia Ochtrup, ehe ihn eine schwere Verletzung zum Umdenken zwang. „Ich war ja erst 26 Jahre alt und wollte dem Fußball trotzdem verbunden bleiben. Heinz Klumps hat mich damals zur Schiedsrichterei gebracht“, denkt Monser an 1984 zurück.

Seiner Frau zur Liebe zog es den Fan von Preußen Münster später nach Neuenkirchen, wo er Wurzeln schlug und auch seine Leidenschaft zu einer anderen Sportart entdeckte: dem karnevalistischen Tanzsport. „Meine Töchter haben bei den Roten Husaren Neuenkirchen getanzt, meine Frau hat sich als Betreuerin engagiert. Das ist zwar schon ein bisschen her, aber wenn es geht, fahre ich immer noch mal gerne mit zu den Turnieren“, erklärt Steinfurts Schiedsrichter des Jahres.

Ein, zwei Spiele pro Woche leitet „Onkel Werner“ noch. Und das soll auch noch so lange so bleiben, wie es die Augen und die Puste zulassen. „Man muss der Sache ja gerecht werden können“, kündigt der Unparteiische an, nicht bis Ultimo pfeifen zu wollen. Das genaue Ende seiner Laufbahn bleibt jedoch erstmal undefiniert.

Als Höhepunkt seiner Laufbahn stuft Monser, der sich 21 Jahre lang im Kreisschiedsrichterausschuss engagierte, eine Partie in der Landesliga zwischen Eintracht Ahaus und der SpVgg Verein ein. Die Hausherren unterlagen vor über 1200 Fans trotz einer 4:1-Führung noch 4:5. „Da war richtig Stimmung“, weiß der Unparteiische noch wie heute.

Schuldvorwürfe gab es seitens der Eintrachtler keine, Monsers Leistung war tadellos. „Wir Schiedsrichter reagieren doch ohnehin nur auf das, was auf dem Feld passiert“, stellt er klar, dass die Kicker und nicht die Spielleiter die Richtung vorgeben würden.

Aktuell pfeift der Neuenkirchener vorwiegend in der Jugend oder der C-Liga, bei Bedarf auch mal eine Klasse höher. Gerne auch beim Volksbankcup in Ochtrup, wo stets die besten U-15-Junioren Deutschlands zwischen den Banden wirbeln.

Aber unabhängig davon, wo Monser zum Einsatz kommt, seiner Linie bleibt er treu: „Nicht überheblich werden und den Austausch mit den Spielern suchen. Das bringt einfach mehr. Denn wie gesagt: gelbe und rote Karten sind für mich nur das zweite Mittel.“

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