Fußball: Bezirksliga 12
Der SV Burgsteinfurt hat Bock auf Vorwärts Wettringen

Burgsteinfurt -

Selbst der Trainer würde fast noch mitzocken. Ja, im Lager des SV Burgsteinfurt haben sie keine Furcht vor Vorwärts Wettringen. Ganz im Gegenteil: Die Motivationsrede für das Trainerteam schreibt quasi wie von selbst.

Freitag, 20.09.2019, 16:08 Uhr aktualisiert: 22.09.2019, 15:06 Uhr
Alexander Hollermann (l.) und der SV Burgsteinfurt treffen am Sonntag auf Vorwärts Wettringen. Es ist auch das Duell der Top-Torjäger.
Alexander Hollermann (l.) und der SV Burgsteinfurt treffen am Sonntag auf Vorwärts Wettringen. Es ist auch das Duell der Top-Torjäger. Foto: Stefan Bamberg

„Bock, mitzuspielen, hätte ich ja . . .“ Wenn da mal bloß nicht seine Hüfte wäre. Christoph Klein-Reesink, Trainer des Bezirksligisten SV Burgsteinfurt , hat seinen Humor nicht verloren. Auch vor dem anstehenden Heimspiel gegen Vorwärts Wettringen (Anstoß am Sonntag, 15 Uhr, VR-Bank-Stadion, Burgsteinfurt) hätte er einige Gründe, missmutig Trübsal zu blasen.

Einmal mehr kommt „Reese“ nämlich auch in dieser Woche nicht um das alte Leid herum: Die fast schon gespenstische Personalmisere der jüngeren Vergangenheit. Nun gibt es beim verletzten Lucas Bahlmann neue Entwicklungen. „Vieles deutet auf einen Kreuzbandriss hin“, berichtet Klein-Reesink. Die endgültige Diagnose lässt zwar weiter auf sich warten, aber die Zeichen verdichten sich.

Den Kopf steckt der Stemmerter Übungsleiter jedoch weiter nicht in den Sand. Vor allem ist die Motivationsrede für Sonntag schnell geschrieben: Mit den Gästen aus Wettringen ist noch ein Hühnchen zu rupfen. Im Kreispokal Anfang August schied der SVB aus – im Elfmeterschießen, nachdem er sich erst in der Schlussminute den 2:2-Ausgleich gefangen hatte. Rachegelüste, ein Nachbarschaftsduell, die Wut im Bauch nach der 1:2-Pleite – die erste der Saison – in Greven. Genug Ansporn, um voll aufs Gaspedal drücken, weiß auch der Stemmerter Coach: „Vielleicht kommt das Spiel genau zum richtigen Zeitpunkt.“

Angst hat er auch keine vor Wettringens beiden Torgaranten Florian Kappelhoff-Rickert (sieben Saisontore) und Lyon Meyering (vier), die gerne mal mit langen Bällen gefüttert werden. Abgesehen von einem Bezirksliga-Spiel traf entweder der eine oder andere – in jedem Auftritt der noch jungen Saison.

„Aber wir haben hinten die Qualität, die zu stoppen. Und vorne haben wir ja auch noch unseren Top-Torjäger der Liga“, bleibt „Reese“ cool und verweist auf Alexander Hollermann, den Torjäger in seinen eigenen Reihen. Dessen acht Saisontore hat bisher noch niemand übertroffen. Und der hat wahrscheinlich ähnlich viel Bock wie der Trainer am Rand. 

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