Handball: Was macht eigentlich Armin Blech
Kontaktaufnahme über die Schuhe

Nordwalde/Ochtrup -

Was ein paar Striche auf einem Turnschuh doch alles ausmachen können. Für Armin Blech waren sie der Wiedereinstieg in den Handball. „Das erste Mal, dass ich nach langer Zeit wieder einen Ball in die Hand genommen habe, war 2009 in München“, erzählt der gebürtige Ochtruper, der nach beruflichen Stationen in Dortmund, München und Nürnberg nun in Süddeutschland fest verankert ist. „Ich habe bei einer Tagung von Niederlassungsleitern in München jemanden in Hummel-Turnschuhen gesehen“, war dem ehemaligen Ochtruper sofort klar: Das kann nur ein Handballer sein. Beide kamen ins Gespräch und, schwups, war Blech wieder im Geschäft, respektive am Ball.

Freitag, 10.01.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 15:30 Uhr
Armin Blech (stehend, re.) und sein Sohn Lennard (Nr. 9) spielen zwar nicht in einer Mannschaft, aber sie sind ein Team. Im Falle von Meisterschaft und Aufstieg würde der „alte Herr“ gerne noch mal mit dem Youngster zusammen antreten.
Armin Blech (stehend, re.) und sein Sohn Lennard (Nr. 9) spielen zwar nicht in einer Mannschaft, aber sie sind ein Team. Im Falle von Meisterschaft und Aufstieg würde der „alte Herr“ gerne noch mal mit dem Youngster zusammen antreten. Foto: SVP

Zwei Mal ist der 1,96 große Handballer mit dem SC Nordwalde aufgestiegen: zunächst als Spielertrainer von der Kreis- in die Bezirksliga, dann in der Saison 2001/2002 als Trainer von der Bezirks- in die Landesliga. Mit seinem Heimatverein Arminia als Spieler sogar noch einmal mehr. In Nordwalde war für ihn als Landesliga-Coach allerdings nach dem zehnten Spieltag nach einer 17:28-Niederlage gegen den TV Friesen Telgte Feierabend. Der Mann, der ihn Jahre zuvor nach Nordwalde geholt hatte und mittlerweile zum Vorstand der Abteilung gehörte, musste ihn auch entlassen. „Peter Rathmann stand bei uns in Och­trup im Tor. Er hat mich damals angesprochen und als Spielertrainer zum SC Nordwalde geholt“, erinnert sich der „Lange“.

Danach ging es beruflich ins Ruhrgebiet und sportlich in Richtung Osnabrück. „Ich habe dort und später in Ibbenbüren weiter Handball gespielt. Keine Ahnung, wie der Verein hieß, aber Bissendorf war‘s nicht“, legt Blech Wert darauf, dass er nicht in der dortigen höchsten Liga „gekickt“ hatte. „Anschließend hatte ich lange Zeit nichts mehr mit Handball zu tun. Durch Arbeit und Hausbau hatte ich einfach keine Zeit“, standen für den Familienvater andere Dinge im Vordergrund.

Bis 2009, als der SV Puschendorf in sein Leben trat. „Das ist ein ganz kleiner Verein, der immer eine gute Jugendarbeit hatte, aber nie eine richtige Herrenmannschaft. Dort habe ich mit denen in der untersten Klasse angefangen“, erzählt der Ochtruper. Als die Kinder sich von der Größe her am Vater orientierten, war klar, dass sie Handball spielen würden. Womit dann auch des Vaters Wege sich in Richtung Trainer (zurück)entwickelten. „Zuerst habe ich meinen Sohn Lennard in der D- und C-Jugend trainiert, seit 2018 ist dann eine zweite Mannschaft hinzugekommen“, muss Blech nun auch das Team seiner Tochter betreuen, weil die alte Trainerin den „Dienst“ quittiert hatte. Und wie es den Eindruck macht, tut er dies mit großer Freude.

Aber da es im Handball ja keine gemischten Teams gibt, wo Väter mit ihren Töchtern zusammen um Punkte spielen können, pflegt Armin Blech sich und seinen Traum, einmal zusammen mit seinem Sohn in einer Mannschaft zu spielen, noch einige Zeit. „Falls es mal so weit kommen sollte, dass wir aufsteigen, dann werde ich mich für die letzten drei Minuten einwechseln“, sagt er. In dem Fall wären dann drei Väter mit ihren Söhnen auf dem Feld, denn sein Co und der Betreuer haben ebenfalls Söhne in dieser Mannschaft des SV Puschendorf.

Falls es mal so weit kommen sollte, dass wir aufsteigen, dann werde ich mich für die letzten drei Minuten einwechseln

Armin Blech
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