Nottuln
„Routiniers müssen das Ruder herumreißen“

Dienstag, 01.04.2008, 22:04 Uhr

Nottuln . „Der Kopf macht die Beine lahm.“ Für Bodo Dreger , Trainer des Handball-Bezirksligisten GW Nottuln, ist klar, warum seine Mannschaft vom neunten Platz nach der Hinserie bis auf den vorletzten Rang abrutschen konnte. Die 23:28-Schlappe am vergangenen Samstag beim bis dahin Tabellenletzten TV Emsdetten III war bereits die siebte Niederlage in Folge. Vier Spieltage vor dem Saisonende ist die Abstiegsgefahr damit so groß wie noch nie.

„Immer wenn etwas Unerwartetes passiert, bekommt die Mannschaft das große Flattern. Das war schon gegen Greven und Ladbergen so und hat sich gegen Emsdetten leider wiederholt“, erklärte Dreger, wobei er den verlorenen beiden Emsdetten-Punkten insgesamt weniger nachtrauerte. „Weil Emsdetten an diesem Tag einfach besser war, schmerzt diese Niederlage nicht so sehr.“

Aber erneut zeigte sich, dass die Grün-Weißen offensichtlich ein mentales Problem haben. In der 36. Minute hatten sie doppelte Überzahl. Doch anstatt dass sich die Grün-Weißen nun einen Vorsprung erarbeiteten, gelang ihnen in dieser Phase kein Treffer – dem TVE wohl. „Ich hoffe, dass meine Spieler lernen, mit dieser Situation umzugehen“, so der GWN-Coach.

Der Lerneffekt muss allerdings schnell erfolgen, denn nur noch vier Meisterschaftsspiele stehen auf dem Programm. Am kommenden Sonntag empfangen die Grün-Weißen zunächst den Achten TV Jahn Rheine . „Das war die einzige Partie in dieser Saison, in der wir chancenlos waren“, erinnert sich Dreger an die 15:27-Packung aus dem Hinspiel.

Es folgt das Derby beim Siebten DJK Coesfeld, der sich für die knappe 19:21-Hinspielniederlage revanchieren will.

Am vorletzten Spieltag reist Nottuln dann zum aktuellen Schlusslicht Gronau. Im Hinspiel konnten die Grenzstädter mit 29:24 bezwungen werden. Am letzten Spieltag (27. April) gastiert dann der TB Burgsteinfurt in der Sporthalle am Wellenfreibad. Den ersten Vergleich entschied der Tabellensechste mit 27:23 für sich.

„Das Restprogramm der Mitkonkurrenten ist allerdings noch schwerer“, sagt Dreger, der immer noch fest davon ausgeht, dass seine Truppe den Klassenerhalt schaffen wird: „Wenn wir die Niederlagenserie im Kopf verarbeiten, können wir aus den verbleibenden vier Spielen acht Punkte holen. Das traue ich meiner Truppe zu.“

Fehlen dürfte zum Saisonendspurt allerdings voraussichtlich Jan Beulker, der sich in Emsdetten einen Nasenbeinbruch zuzog. „Dafür will uns in den letzten Spielen Johannes Schlüter helfen. Und ich glaube, dass er wirklich eine große Hilfe sein wird, denn er macht sich nicht so einen Kopf wie viele andere.“

Letztlich seien jetzt allerdings die erfahrenen Spieler gefragt. „In meiner Amtszeit haben wir dreimal um den Aufstieg mitgespielt. Vorher bei Jörg Wiechert ging es gegen den Abstieg. Ein Stefan Goecke, Timo Große-Frericks, Holger Lappe oder Kai Uphues haben doch schon einiges mitgemacht. Sie müssen jetzt das Ruder herumreißen“, so der Nottulner Handballlehrer.

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