Nottuln
Viel Hektik, keine Punkte

Sonntag, 06.12.2009, 19:12 Uhr

Nottuln - In einem von großer Hektik geprägten Derby unterlag GW Nottuln auf eigenem Platz der TSG Dülmen mit 3:5. Nottuln hatte schon mit 0:3 zurückgelegen, war noch einmal auf 2:3 und 3:4 herangekommen, um am Ende doch mit zwei Toren Unterschied zu verlieren.

Nach dem Abpfiff gerieten die beiden Trainer verbal aneinander. „Ich habe als Trainer eine Vorbildfunktion. Da kann es nicht sein, dass der Dülmener Trainer meine Mannschaft als Klopper-Truppe beschimpft. Außerdem hat er nach dem Tor zum 2:4 eine sehr abfällige Handbewegung in meine Richtung gemacht und sehr viel Öl ins Feuer gegossen“, erklärte GWN-Coach Marco Jedlicka.

In einer schwachen Landesliga-Begegnung, bei allerdings auch schwierigsten äußeren Bedingungen, passte sich das Schiedsrichter-Gespann dem schlechten Wetter und dem schwachen Niveau an: Es lag erschreckend oft falsch und war in vielen Szenen ganz offensichtlich überfordert. Manchmal ist es eben ratsam, ein erfahrenes Gespann für ein Derby anzusetzen.

Die Gäste erwischten einen Blitzstart. Florian Schwarz traf schon nach zwei Minuten zum 0:1. Nur 120 Sekunden hätte Mustafa Dana fast das 0;2 markiert, sein Kopfball wurde indes von GWN-Torhüter Nils Depenbrock an den Innenpfosten gelenkt, von wo aus er zurück ins Feld sprang. Wieder nur zwei Minuten später forderten die Gastgeber einen Strafstoß, nachdem Tim Frie mit TSG-Torhüter Markus Sylla zusammen gerasselt war. Der Pfiff blieb indes aus. In der 28. Minute folgte sogleich die nächste knifflige Entscheidung. Dieses Mal wurde Nottulns Nico Baecker im Strafraum gelegt - wieder ließ der Schiri weiterspielen.

Nach dem Seitenwechsel scheiterte Christian Feldkamp zunächst mit einem Distanzschuss am klasse reagierenden Sylla (47.). Vier Minuten später traf erneut Schwarz zum 0:2. Als Mustafa Dana nach 59 Minuten gar auf 0:3 erhöhte, schien die Messe gelesen zu sein. Doch Dominik Volmer (69.) und Dennis Otto (73.) brachten die Platzherren mit ihren Toren auf 2:3 heran. Als sieben Minuten später Volmer nach einer Schauspiel-Einlage von Fabian Schulte Althoff die Ampelkarte sah, wurde es immer hektischer auf und neben dem Platz. Alle Trainer und Spieler standen nur vor ihren Bänken und kommentierten jeden Pfiff. Wieder nur 120 Sekunden später sah der Dülmener Timo Iking Gelb-Rot (82.), dann traf Dana zum 2:4 (85.). In der 90. Minute flog auch Schulte Althoff nach einer Notbremse an Peter Niehoff vom Platz. Er hatte Glück: Statt dunkelrot sah auch der Dülmener nur gelb und rot. Den fälligen Elfmeter verwandelte Timm Barkam sicher zum 3:4. In der Nachspielzeit erzielte der Gast dann sogar noch das 3:5. Torschütze war - wer könnte es anders sein - Mustafa Dana.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/445876?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35336%2F715880%2F715881%2F
Nachrichten-Ticker