Nottuln
Matthias Hedemann hört auf

Sonntag, 07.02.2010, 21:02 Uhr

Nottuln - Wenn von guten Jugendfußballern in Westfalen gesprochen wird, fällt in diesem Zusammenhang zwangsläufig irgendwann auch der Vereinsname Grün-Weiß Nottuln. Ein Landesligist und vier Teams in der Bezirksliga - für einen der Tradition nach dem klassischen „Dorfverein“ zuzurechnenden Klub wahrlich keine schlechte Bilanz. Wenn im nächsten Atemzug das Gespräch auf gute Jugendtrainer in Westfalen kommt, fällt garantiert auch bald ein Name: Matthias Hedemann . Fünf Jahre lang trainierte der inzwischen 49-Jährige die U19-Jugend der Grün-Weißen. Doch jetzt macht er Schluss. „Meine berufliche Situation lässt es leider nicht mehr zu, das zeitaufwändige Traineramt bei der U19 zu bekleiden“, sagt der Nottulner.

Und während er diesen Satz ausspricht, merkt man Matthias Hedemann deutlich an, wie schwer ihm der bevorstehende Abschied schon jetzt fällt.

Als Hedemann vor fünf Jahren die Truppe übernahm, kickte sie noch in der Kreisliga. Der gelernte Arbeitspädagoge schaffte es mit viel Fleiß und einem außergewöhnlichen Gespür im Umgang mit heranwachsenden Menschen, die jungen Kicker für den Fußballsport zu begeistern. Die Begeisterung wiederum führte auf direktem Weg zum Erfolg. „Der schönste Aufstieg war damals der zur Bezirksliga. Das war der letzte Jahrgang, der noch eine Aufstiegsrunde spielen musste“, erinnert sich der Familienvater, der eine Tochter hat. Im gleichen Jahr wurde das Team auch noch Pokalsieger.

„In der Mannschaft haben viele tolle Fußballer gespielt. Dominik Volmer, Nils Depenbrock, Patrick Kasprowski, Max Bayer-Eynck, Oliver Leifken, Tim Frie ... ich müsste jetzt eigentlich alle aufzählen“, so Hedemann. Viele Spieler haben ihn in seiner Zeit als Trainer beeindruckt. Besonders gerne erinnert er sich jedoch an den jungen Max Bayer-Eynck. „Er war damals der Kapitän und für uns ein ganz wichtiger Spieler. Er war immer motiviert und hat die anderen stets mitgezogen.“

Auch Max Bayer-Eynck, inzwischen wie viele andere ehemalige U19-Spieler Stütze der ersten Mannschaft, denkt gerne an die Zeit als Jugendspieler unter Trainer Matthias Hedemann zurück. „Matthias ist ein super fleißiger Trainer, der immer alles für seine Mannschaften getan hat. Ich kenne keinen Trainer, der mit so viel Herzblut dabei ist wie er.“ Der Arbeitspädagoge hätte es dabei immer wieder geschafft, so Bayer-Eynck, eine gesunde Mischung zwischen „hartem Hund“ und „super Kumpel“ zu sein. „Legendär sind die Küchen-Partys bei Matthias. Von diesen Feiern können in Nottuln viele Leute erzählen.“

Der Ausnahme-Coach muss sich dennoch verabschieden. Seit dem 1. Oktober macht er in Dortmund eine zweijährige Ausbildung in Vollzeit zum Veranstaltungskaufmann. „Hier in Nottuln hatte ich meine schönste Zeit als Trainer“, sagt Hedemann, der auch schon im Seniorenbereich als Trainer in Bösensell und in Appelhülsen arbeitete. „Ich komme gerne wieder zu GW Nottuln, wenn es meine Zeit erlaubt“, fügt er hinzu, um abschließend noch einmal danke zu sagen: „Ich hatte immer ein tolles Team. Erst mit Wilhelm Wesseln und Michael Hünteler und jetzt mit Norbert Mersmann. Nein, wirklich, das war eine super schöne Zeit hier bei GW Nottuln.“

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