Nottuln
„Es war einfach fantastisch hier am Meer“

Donnerstag, 22.07.2010, 02:07 Uhr

Warnemünde / Havixbeck - „Wir haben hier tolle Voraussetzungen und kommen gerne wieder.“ Ein ausgesprochen zufriedenes Fazit zog Trainer Oswald Semlits beim Abschiedsabend im SWH-Trainingslager in Warnemünde.

Am Dienstagabend bestritten die Schwarz-Weißen ein Testspiel gegen den SV Bad Doberan auf dessen gepflegtem Platz. „Ein gutes Vorbereitungsspiel mit einem Gegner auf Augenhöhe“, fasste Semlits zusammen. Am Ende stand ein leistungsgerechtes 1:1, wobei die Gastgeber in der 5. Minute in Führung gingen, bevor Marco Wisotzki in der 10. Minute den Ausgleich erzielte.

Die Doberaner gingen engagiert zu Werke, schenkten ihren Gästen nichts. „Das ist unsere siebte Einheit in drei Tagen“, kommentierte Christian Bäumer den Umstand, dass manche seiner Mitspieler nicht ganz so frisch aufspielten, wie die Fans es von den SWH-Kickern gewohnt sind. Die Hitze kam hinzu, und so entfuhr Marius Marburger, der als Feldspieler agieren musste, nach dem Abpfiff der Stoßseufzer: „Ich weiß schon, warum ich im Tor stehe.“

Nach einer erfrischenden Dusche gab es Bier vom Fass, Grillspezialitäten und Salate für beide Teams. Bei anregenden Gesprächen entstand die Idee der Doberaner, im kommenden Jahr ein Trainingslager in Havixbeck ins Auge zu fassen. Innerhalb der Mannschaft soll der Plan beredet werden.

Großes Lob zollte Oswald Semlits seinen Spielern: „Sie sind hoch konzentriert, motiviert und haben viel Spaß, trotz aller Anstrengungen. Wir können lachen, das finde ich wichtig. Es ist eine engagierte Truppe, die viel erreichen will.“ Dieses Engagement eint Team und Coach. Sein Ziel, dass die Mannschaft weiter zusammenwächst, die Kameradschaft während der Tage des Trainingslagers weiter gestärkt wird, wurde voll erreicht: keine Clübchenbildung, keine Egoismen. „Die Gemeinschaft ist unser Plus“, betont Semlits, der für dieses Plus vollen Einsatz fährt und die jungen Spieler in allen Belangen unterstützt.

So passt es sehr gut in sein Konzept, dass er neuerdings mit dem Physiotherapeuten Fabian Vandenberg zusammenarbeiten kann. „Ich gehe mit Fabian alle Spieler durch. Wir haben einen kurzen Draht, stimmen unser Vorgehen ab. Es gibt viele Blessuren, aber die haben wir immer in den Griff bekommen“, beschreibt Semlits den „Anfang einer guten Zusammenarbeit“.

Vandenberg, der zuvor bei Kinderhaus die Fußballschuhe schnürte, bringt Fachverstand mit. Die Spieler haben ihn längst ins Herz geschlossen. Seine Massagen, Einzeltrainingseinheiten oder Tapeverbände werden hoch gelobt. Wie alle im Team steht er hinter der Semlits-Vorgabe: „Wir wollen miteinander Fußball erarbeiten. Ich will jedem die Möglichkeit der Entwicklung geben. Aber wir müssen Geduld haben.“

Wie es in der Bezirksliga weiter geht? Semlits mag keine Prognosen. Er blickt zurück auf den Erfolg der beendeten Saison: „Die Gesamtmannschaft ist unsere Stärke gewesen.“ Und er bleibt dabei: „Wir entwickeln, was notwendig ist, um guten Fußball zu spielen.“ Darauf dürfen sich die SWH-Fans freuen, und am Sonntag beim Tuja-Cup tritt das Team erneut vor den Ball.

Nach einem leichten Auslauftraining und gezielten Behandlungen von Fabian Vandenberg nahmen die Kicker am Mittwoch ein letztes Essen auf der Terrasse der Jugendherberge ein und traten im Anschluss die Heimreise an. Auch ihr Fazit war eindeutig: „Es waren einfach fantastische Tage hier am Meer“.

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