Fußball: Kreispokal Ahaus/Coesfeld
Pokal-Aus für letztes Aufgebot von GW Nottuln

Coesfeld/Nottuln -

Die DJK Eintracht Coesfeld-VBRS liegt dem Fußball-Landesligisten GW Nottuln ganz offensichtlich nicht: Zwei Wochen nach der 1:2-Heimniederlage in der Meisterschaft unterlagen die Grün-Weißen am Samstag im Viertelfinale des DFB-Pokals auf Kreisebene mit 2:3 in der Kreisstadt.

Sonntag, 20.11.2016, 13:11 Uhr

Timo Grabowsky jubelt: Nottulns Mittelfeldspieler erzielte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1.
Timo Grabowsky jubelt: Nottulns Mittelfeldspieler erzielte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1. Foto: Marco Steinbrenner

Oliver Glaser hatte nach dem Viertelfinalspiel im DFB-Pokal auf Kreisebene beim Ligakonkurrenten DJK Eintracht Coesfeld-VBRS eine richtige Krawatte. Der Trainer des Fußball-Landesligisten GW Nottuln saß auf der Trainerbank und starrte enttäuscht ins Leere. Wenige Minuten zuvor hatten die Grün-Weißen eine völlig unnötige 2:3 (1:1)-Auswärtsniederlage einstecken müssen und damit den Einzug in das Halbfinale gegen Vreden – die Spielvereinigung gewann mit 5:0 bei der TSG Dülmen – verpasst.

Pokal-Aus für GW Nottuln

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„Wir haben heute so billige Fehler gemacht“, motzte Glaser, der auf sein allerletztes Aufgebot zurückgreifen und mit Patrick Schulz sowie Malte Thies zwei Kicker aus der Reserve in den Kader berufen musste. Schulz stand sogar in der Start-Elf, nachdem Tim Ahmer aufgrund einer zuvor im Training erlittenen Bauchmuskelverletzung das Aufwärmen abbrechen musste und nicht mitwirken konnte.

Die Gäste erwischten einen vielversprechenden Start und hätten bereits in der dritten Minute in Führung gehen können. Oliver Leifken scheiterte jedoch an Coesfelds Ersatzschlussmann Johannes Kasnatscheew. Besser machte es vier Minuten später auf der anderen Seite Marius Borgert . Der Torjäger war nach einer Kombination über den Ex-Nottulner Semih Tompa und Kai Hemsing aus kurzer Distanz erfolgreich. In einer ausgeglichenen Partie besaß die Glaser-Elf in der 14. Minute die große Möglichkeit zum Ausgleich, doch ein Kopfball von Clemens Donner wurde durch Jan Kersen artistisch auf der Torlinie geklärt. Nachdem Tobias Hüwe im Anschluss an einen Ballverlust von André Kreuz an GWN-Schlussmann Jonas Menzel gescheitert war, fiel in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch der verdiente Nottulner Ausgleich: Nach einem Zuspiel von Steffen Beughold war Timo Grabowsky mit einem platzierten Schuss aus 17 Metern erfolgreich.

Die ersten zehn Minuten nach der Pause gehörten dann eindeutig den Platzherren. „Coesfeld hat eigentlich nur in dieser Phase stattgefunden“, resümierte Oliver Glaser nach dem Schlusspfiff. Tobias Hüwe besaß innerhalb von 120 Sekunden zweimal die Möglichkeit zur Führung (47./49.). Außerdem ging ein Schuss von Marius Borgert über das Tor (51.). Danach hatte Schiedsrichter Holger Derbort (Ahaus) in einer einfach zu leitenden Partie gleich zweimal seinen großen Auftritt. Zunächst entschied der Unparteiische in der 64. Minute nach einem angeblichen Foulspiel von Patrick Schulz an Marius Borgert auf Strafstoß. „Ich habe klar den Ball gespielt“, sagte Schulz und hatte mit dieser Aussage Recht. GWN-Abwehrspieler Sebastian Schöne beschwerte sich über den Elfmeterpfiff und sah – nachdem er vor der Pause schon Gelb für ein taktisches Foul gesehen hatte – die Gelb-Rote Karte. Borgert selbst verwandelte den Strafstoß sicher zum 2:1. Nur wenige Sekunden später foulte der Coesfelder Alexander Lanfer seinen Gegenspieler Steffen Beughold an der Mittellinie. Zur Überraschung beider Teams zeigte Derbort Rot. Eine Konzessionsentscheidung für den zuvor unberechtigten Elfmeterpfiff?

In den letzten 25 Minuten drückten die Glaser-Kicker auf den Ausgleich, während ein deutlicher Kräfteverschleiß bei den Kreisstädtern nicht zu übersehen war. Nach einem Treffer von André Kreuz, der zurecht wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt wurde (75.), war Clemens Donner vier Minuten später aus fünf Metern zum verdienten 2:2-Auslgeich erfolgreich. Die Gäste drückten weiter und wollten die Partie unbedingt in der regulären Spielzeit für sich entscheiden. Nach einer Flanke von Oliver Leifken setzte Donner das Spielgerät allerdings knapp neben das Gehäuse (83.).

Doch dann war da noch die 88. Minute: Nach einem abgewehrten Eckball konterten die DJK-Kicker auf eigenem Kunstrasenplatz mustergültig und nutzten die schlechte Staffelung der Nottulner gnadenlos aus. Tobias Hüwe traf zum vielumjubelten 3:2-Endstand. Die Revanche für die 1:2-Niederlage in der Meisterschaft zwei Wochen zuvor im Baumberge-Stadion misslang damit den Grün-Weißen.

GW Nottuln:

Menzel – Schulz (78. Thies), Ehm (78. Hesker), Kreuz, Schöne – Grabowsky, Markmann – Beughold, Reidegeld, Leifken – Donner

Tore:

1:0 Borgert (7.), 1:1 Grabowsky (45.+1), 2:1 Borgert (64., Foulelfmeter), 2:2 Donner (79.), 3:2 Hüwe (88.)

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