Handball: Kreisliga
GW Nottuln hat zum Glück noch etwas Zeit

Nottuln -

„Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.“ Diese Redensart trifft auf die derzeitige Situation im Lager der Kreisligahandballer der DJK GW Nottuln zu.

Dienstag, 04.09.2018, 14:44 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 03.09.2018, 20:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 04.09.2018, 14:44 Uhr
Half bei GW Nottuln aus: David Holzgreve.
Half bei GW Nottuln aus: David Holzgreve. Foto: Marco Steinbrenner

Einer gezielten Saisonvorbereitung standen sowohl räumliche (Halle belegt) wie auch personelle Probleme (Verletzung, Beruf, Urlaub) entgegen. GWN-Trainer Stefan Göcke fand aber gelegentlich Asyl (Havixbeck, Dülmen) und ließ auch schon mal im Freien trainieren. Nun ist die Halle am Gymnasium wieder frei und Göcke setzte eine volle Trainingswoche an.

Am Dienstag gab es eine erste Formüberprüfung mit einem Trainingsspiel gegen den TV Dülmen (Kreisklasse). Hier gefiel dem Nottulner Coach zwar das Tempospiel seiner Mannschaft über die erste und zweite Welle, aber am Positionsspiel haperte es noch gewaltig. Auch die Deckung ließ sich im Eins-gegen-Eins zu häufig austanzen. „Es zeigte sich, dass es noch viele Trainingseinheiten braucht, um mannschaftlich geschlossener aufzutreten“, sah Göcke die Probleme in der bisherigen Hallenmisere begründet. Aber in den Trainingseinheiten am Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag wurde hart gearbeitet.

Das Trainingsspiel beim ambitionierten Kreisligisten SW Havixbeck II kam da genau richtig. „Es hat gefruchtet“, zog Göcke ein zufriedenes Fazit. „Das gebundene Spiel klappte viel besser. Die Umsetzung der einstudierten Angriffskonzepte gelang, und auch in der Deckung wurde gut gearbeitet“, freute sich der Nottulner Handballlehrer. Da in Havixbeck mit Jörg Ruhnke, Carsten Weitkamp und Maximilian Thur drei Korsettstangen im Rückraum ausfielen, fehlte es diesem Mannschaftsteil an der nötigen Wucht. Daher machte Göcke aus der Not eine Tugend und bekam die Begegnung mit zwei Kreisläufern wieder besser in den Griff. Zu allem Unglück verletzte sich der Halbrechte Fabian Rotermund auch noch an der Hand. Ein Glück, dass David Holzgreve die Handballschuhe vom Nagel holte und als Nothelfer einsprang. Mit der Leistung der beiden Torhüter Philipp Bischoff und Dennis Krieger war der GWN-Coach allerdings nur bedingt zufrieden: „Havixbeck hat zwar gute Schützen, aber sie haben kaum eine Hand an den Ball bekommen“, sah er Nachschulungsbedarf.

Havixbecks neuer Coach Jan-Philipp Schürmann zog ebenfalls ein zufriedenes Fazit: „Wir sind ersatzgeschwächt mit zehn Mann angetreten und hatten anfangs einige technische Fehler. Dafür, dass mir nur ein echter Rückraumspieler zur Verfügung stand, hat sich die Mannschaft gut verkauft. Besonders in der zweiten Hälfte war die Deckung bärenstark und hat nur neun Gegentore zugelassen. Großen Anteil daran hatte auch unser Torhüter Patrick Fink, der hervorragend gehalten hat.“

Zum Glück startet die Saison für die Grün-Weißen erst mit dem Auswärtsspiel gegen den TV Jahn Rheine am 23. September (Sonntag). „Die Zeit werden wir intensiv nutzen“, verspricht Göcke. „Die Mannschaft zieht voll mit. Hoffentlich ist am Wochenende die Halle für Sonderschichten frei.“ Der Trainer erwartet sich einen weiteren Schub durch die Rückkehr von Jörg Ruhnke und Carsten Weitkamp. „Mit den beiden sind wir wesentlich stärker.“

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