Fußball: Frauen-Landesliga
Mit Anna Donner übernimmt eine engagierte Perfektionistin GW Nottuln

Nottuln -

Dreieinhalb Stunden verbringt sie künftig montags und mittwochs auf dem Trainingsplatz, an den Spieltagen werden es nicht weniger, doch das macht ihr nichts: Anna Donner übernimmt die Fußballerinnen von GW Nottuln ab sofort als Trainerin. Gleichzeitig trainiert sie auch weiterhin die U17-Mädels des Vereins. Für sie aber kein Problem.

Montag, 03.12.2018, 17:48 Uhr aktualisiert: 05.12.2018, 14:34 Uhr
Übernimmt ab sofort bis zum Saisonende die Landesliga-Fußballerinnen von GW Nottuln: Trainer-Eigengewächs Anna Donner. Trainerin der B-Juniorinnen des Clubs bleibt sie ebenfalls noch.
Übernimmt ab sofort bis zum Saisonende die Landesliga-Fußballerinnen von GW Nottuln: Trainer-Eigengewächs Anna Donner. Trainerin der B-Juniorinnen des Clubs bleibt sie ebenfalls noch. Foto: Johannes Oetz

Montags, mittwochs und sonntags dürfte es künftig noch schwerer werden, Anna Donner zu erwischen. Die 25-Jährige hat ab sofort an diesen Tagen noch viel mehr Termine als ohnehin schon: Sie ist die Nachfolgerin von Hilmar Schinske als Trainer der Landesliga-Fußballerinnen von GW Nottuln . Bis zum Saisonende übernimmt Donner ab sofort das Team, gleichzeitig bleibt sie auch Trainerin der B-Juniorinnen des Vereins. Ganz schön viel auf einmal.

„Wir spielen ja sonntags mit den B-Mädels meistens bereits vormittags, mit der ersten Mannschaft erst gegen 15 Uhr, das passt schon“, berichtet Donner von keinerlei Terminkollisionen. Da beide Teams auch noch an den selben Tagen hintereinander trainieren, werden die Trainingstage zwar länger – aber eben nicht mehr für sie.

„Anja ist ja ein richtiges Trainertalent“

Andreas Weber , Teammanager des Landesliga-Letzten, freut sich über die interne Lösung. „Anna ist ja ein richtiges Trainertalent“, verteilt er regelrecht Blumen und ist froh, dass diese zugesagt hat. Auch, weil andere Vereine – mal mehr, mal weniger lose – bei Donner wegen eines Engagements im Seniorinnen-Bereich angefragt hatten. Doch diese blockte bislang stets alles ab.

„Ich möchte meine B-Mädchen nicht einfach so hängen lassen“, hat Donner insbesondere an der Arbeit mit ihrer Jugendmannschaft ziemlich viel Lust. Seit einigen Jahren coacht die an einem Berufskolleg beschäftigte Refrendarin Donner die B-Mädchen, seit 2011 ist sie bei GWN im Verein als Trainerin aktiv. Dass sie jetzt diese Doppelfunktion einnimmt und bald bis zu dreieinhalb Stunden auf dem Trainingsplatz steht, ist kein Problem für sie. „Die Mädels liegen mir am Herzen, aber natürlich ist es auch wichtig, dass es bei der ersten Mannschaft läuft“, sagt Donner.

Die Mädels liegen mir am Herzen, aber natürlich ist es auch wichtig, dass es bei der ersten Mannschaft läuft.

Anna Donner

Matthias Feitscher unterstützt auch die neue Chefin nach Kräften. Von Beginn an war er überzeugt von ihr als Trainerin. „Ich bin optimistisch, dass wir so die Klasse noch halten“, sagt Feitscher. Nichts anderes sei das Ziel, meint auch Weber. Seine neue Trainerin bezeichnet er indes als „Perfektionistin.“

Vertikal in die Tiefe

Und, stimmt‘s? „Ja, doch – schon so ein bisschen, das kann man sagen“, gibt Donner lachend zu. Ihre Trainingseinheiten bereite sie nämlich tatsächlich sehr akribisch vor. Genaue Vorstellungen vom Fußball hat sie sowieso. „Wir müssen den Ball viel mehr laufen lassen, vertikaler in die Tiefe spielen, das mag ich“, erklärt sie.

Am Sonntag düste Donner bereits nach Coesfeld, um beim 2:4 ihres neuen Teams erste Erkenntnisse zu sammeln, morgens stand sie noch mit den B-Mädels auf dem Platz und siegte 2:1 gegen Langenhorst. Fleißig, fleißig. Nur ein Dreier dürfte ihr sonntags aber künftig zu wenig sein.

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