Fußball: Kreisliga B
Der Gips ist bei Marcus Thies und Arminia Appelhülsen noch lange nicht ab

Appelhülsen -

Christian Küpper und Philipp Tendahl hören auf, Marcus Thies macht hingegen weiter: Bei Arminia Appelhülsen werden derzeit einige Personalien geklärt.

Dienstag, 22.01.2019, 12:40 Uhr aktualisiert: 22.01.2019, 16:44 Uhr
Marcus Thies bleibt auch über den Sommer hinaus Trainer der B-Liga-Fußballer von Arminia Appelhülsen.
Marcus Thies bleibt auch über den Sommer hinaus Trainer der B-Liga-Fußballer von Arminia Appelhülsen. Foto: Marco Steinbrenner

Ruhe im Karton nach einer mitunter chaotischen Vorsaison und die A-Liga im Blick: Das waren die Pläne der B-Liga-Fußballer von Arminia Appelhülsen vor der laufenden Spielzeit. Nach einem Halbjahr sind beide Aspekte bereits mehr oder weniger erfolgreich umgesetzt. Und Marcus Thies bleibt auch in der nächsten Spielzeit als Trainer für die Umsetzung beim derzeitigen Tabellendritten verantwortlich, er hat jetzt verlängert. Arbeit gibt‘s schließlich noch reichlich.

Acht Punkte beträgt derzeit der Rückstand auf den Tabellenführer SV Gescher II, auf den Zweiten SG Coesfeld II sind‘s vier. Mehr als ein vages Schielen nach oben ist erst einmal nicht angesagt. Das wissen auch die Verantwortlichen. „Das ist schon ein Wort“, sagt Thies beispielsweise. „Aber auch Gescher und Coesfeld müssen erst einmal alle Spiele gewinnen.“ Fußball-Abteilungsleiter Philipp Tendahl bläst ins gleiche Horn. „Wir müssen natürlich auf Fehler von Gescher und Coesfeld hoffen. Aber wenn‘s in diesem Jahr nicht klappt mit der A-Liga, dann halt im nächsten Jahr“, so ein relaxter Tendahl. „Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen“, ergänzt er.

Ein gutes inneres Klima

Thies‘ zweiter Weg als Trainer in Appelhülsen begann im Herbst 2017, sein erster endete 2013. Diesmal fand er allerdings kein gutes Binnenklima vor. Sein Vorgänger Ingo Witschenbach machte derbe Einstellungsprobleme in der Truppe aus und schmiss die Brocken hin. Davon ist im Januar 2019 nun gar nichts mehr zu spüren, jegliche Spuren sind beseitigt. Thies sagt Sätze wie „wir sind ein Team geworden.“ Tendahl berichtet, es herrsche ein „richtig gutes Klima in der Mannschaft.“

Philipp Tendahl hängt die Schuhe an den Nagel

Er muss es wissen, schnürte er sich doch bis zum Winter selbst noch die Schuhe und war Teil des Teams. Dann brach er sich zum zweiten Mal das Kahnbein, das bedeutet für ihn: Das unumstößliche Laufbahnende als Spieler. Ein Comeback – auch nicht für bloß ein Spiel – kommt nicht in Frage, schon alleine aus Selbstschutz. Beruflich trägt er zu viel Verantwortung, um weitere Verletzungen oder Ausfallzeiten zu riskieren. Immerhin: Seit Montag hat er den Gips wieder ab.

Wir haben uns spielerisch enorm weiterentwickelt.

Marcus Thies

Das gilt für Thies keineswegs. Er hat bei seinen Akteuren einen fetten roten Faden im Spiel festgestellt. Jeder wisse, was er wo wann wie zutun habe, lobt Thies. Egal, auf welcher Position. Da ist eh Flexibilität gefragt. Schließlich steht dem Coach neben Tendahl auch Jonas Fleige aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. „Jeder Feldspieler kann überall spielen. Und musste das auch schon. Aber selbst das hat geklappt. Wir haben uns spielerisch enorm weiterentwickelt“, freut sich Thies.

Christian Küpper hört im Sommer auf

Der sowieso schon überschaubare Kader ist arg ausgedünnt, schon zur Rückrunde nehmen daher drei A-Jugendliche dauerhaft am Training der Arminen teil. Vorangehen sollen auch in der Rückrunde Anführer wie Kevin Pauer oder Timo Beughold, Kapitän Timo Zimmermann oder Liga-Toptorschütze Marvin Gerson, der derzeit bei 19 Treffern liegt. „Und von hinten regelt Christian Küpper die Sache natürlich“, verteilt Thies auch ein Fleißkärtchen an seinen Co-Trainer. Auf den muss er aber verzichten.

Im Sommer hört der 38-jährige Küpper aus beruflichen und privaten Gründen auf. Auf Michael Schellmann kann Thies aber als Trainerassistent auch in der Saison 2019/20 bauen.

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