Fußball: Landesliga 4
Königstransfer – GW Nottuln verpflichtet Daniel Feldkamp

Nottuln -

Daniel Feldkamp kehrt zurück in die Heimat: Ab Sommer trägt der ehemalige Regionalliga-Spieler wieder das Trikot seines Heimatvereins GW Nottuln.

Donnerstag, 31.01.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 17:34 Uhr
Ein Foto aus dem Jahr 2012: Daniel Feldkamp (r.), damals Kapitän der U 19 des VfL Bochum, setzt sich energisch im Zweikampf gegen Danny Radke vom SC Preußen Münster durch.
Ein Foto aus dem Jahr 2012: Daniel Feldkamp (r.), damals Kapitän der U 19 des VfL Bochum, setzt sich energisch im Zweikampf gegen Danny Radke vom SC Preußen Münster durch. Foto: Wilfried Hiegemann

GW Nottuln hat seinen Königstransfer für die neue Saison unter Dach und Fach: Die Grün-Weißen gaben am Donnerstag die Verpflichtung von Daniel Feldkamp vom Westfalenligisten SC Roland Beckum bekannt. „Wir sind überglücklich, dass es geklappt hat. Für mich fühlt es sich so an, als ob der verlorene Sohn heimkehrt“, erklärt Teammanager Dirk Teichmann . Daniel Feldkamp muss ein wenig schmunzeln: „In der Tat klingt es etwas romantisch, aber GW Nottuln ist so was wie meine alte Liebe. Ich war 13 Jahre weg, jetzt freue ich mich auf eine spannende Saison mit meinem alten Verein.“ Er bekam das Fußball-ABC im Baumberge-Stadion beigebracht und sorgte später bis in die Regionalliga für Furore.

Doch der Reihe nach: Gegen Ende seiner Zeit als D-Jugendlicher wechselte der heute 25-Jährige, dessen Eltern in Rufweite des Baumberge-Stadions wohnen, von GW Nottuln zum SC Preußen Münster. Hier wurde er der U 15 zugeteilt, obwohl er von seinem Alter her noch hätte für die U 14 auflaufen können.

In der Folge zog es ihn weiter zum VfL Bochum. Nach der Zeit in der U 16 (Westfalenliga), kickte er in der U 17 und der U 19 in der Bundesliga. „Im zweiten A-Jugend-Jahr war ich Kapitän.“ Das Talent des Nottulners fiel auch den Trainern des Seniorenbereichs auf, die dem Defensivspieler („Ich spiele auf der Sechs, aber auch in der Innenverteidigung. Mal gucken, wo in Nottuln der Schuh drückt“) einen Amateurvertrag anboten. Feldkamp sagte zu und lief fortan für die U 23 des VfL Bochum in der Regionalliga West auf.

„Das erste Jahr war sehr erfolgreich für mich, denn ich hatte viele Einsätze und wir schafften den Klassenerhalt. Im zweiten Jahr sind wir zwar auch dringeblieben, doch nach einem Trainerwechsel spielte ich nicht mehr regelmäßig.“

Der junge Fußballer entschied sich daher dafür, den Verein zu wechseln, und schloss sich dem Oberligisten Spielvereinigung Erkenschwick an. „Das war bisher meine schönste Zeit, denn wir hatten eine tolle Mannschaft mit einem großartigen Zusammenhalt.“ Im zweiten Jahr stieg das Team sportlich sogar in die Regionalliga auf – doch der Verein hatte aus finanziellen Gründen keine Lizenz beantragt. Die Mannschaft fiel auseinander. Feldkamp schloss sich dem SC Roland Beckum an, der nach dem Abstieg aus der Oberliga aktuell Tabellenfünfter in der Westfalenliga 1 ist.

Nun also GW Nottuln. Warum? „Ich befinde mich in der Endphase meines BWL-Studiums und möchte, wenn alles klappt, Ende des Jahres ins Berufsleben einsteigen. Ich hatte Lust darauf, wieder mit alten Freunden im bekannten Umfeld zu spielen“, so der Kicker, dessen Herz in der Bundesliga dem Rekordmeister FC Bayern München gehört.

„Ich bin mit Oliver Leifken und Felix Hesker befreundet. In der Jugend habe ich mit Henning Klaus und Aaron Schölling zusammengespielt. Ein halbes Jahr war in Bochum auch André Kreuz mal ein Mannschaftskollege von mir“, erzählt Feldkamp, der ein Neffe des ehemaligen GWN-Spielers und Trainers Marcus Feldkamp ist.

„Ich hatte sehr gute Gespräche mit Dirk Teichmann, dem zukünftigen Trainer Jens Niehues und Co-Trainer Dirk Nottebaum. Die beiden Trainer sind sehr positiv, ehrgeizig und haben einen Plan. Ich glaube auch, dass ich von ihnen noch etwas lernen kann“, gibt sich der Spieler im besten Fußballer-Alter bescheiden.

Doch was passiert, wenn die Nottulner in dieser Saison doch nicht aufsteigen sollten? „Meine Zusage ist ligaunabhängig. Natürlich fände ich die Westfalenliga interessanter, doch wenn es mit dem Aufstieg nichts werden sollte, dann werden wir eben in der nächsten Saison wieder angreifen.“

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